50 Jahre Große Kreisstadt

Im Jahr 2026 feiert Wertheim ein besonderes Ereignis: 50 Jahre Große Kreisstadt.
Vor einem halben Jahrhundert wurden die 15 umliegenden Ortschaften in die Stadt Wertheim eingegliedert – ein historischer Schritt, der die Grundlage für die heutige Große Kreisstadt geschaffen hat.
Dieses Jubiläum würdigt die gemeinsame Entwicklung, das Zusammenwachsen der Stadt und ihrer Ortschaften sowie die Vielfalt, die Wertheim heute ausmacht.
Das Jubiläumsjahr bietet zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen, die Geschichte lebendig werden lassen und den Blick in die Zukunft richten.

Pressemitteilung: Wertheim feiert 50 Jahre Große Kreisstadt

Veranstaltungen

  • Neujahrsempfang am Sonntag, 18. Januar
  • Radsternfahrt am Samstag, 25. Juli 
  • Festumzug Michaelismesse am Samstag, 3. Oktober
  • Sonderausstellung unter dem Titel „Vielfalt, die zusammenwächst“ im Grafschaftsmuseum
  • Vortragsreihe mit Zeitzeugen, die über den damaligen Prozess der Gemeindereform und die Entwicklung der Stadt in den letzten 50 Jahren berichten

Videoreihe

Ortschaften mit Ortsvorsteher/-innen Teil 1

Der Weg zur Großen Kreisstadt

Daten zur Entwicklung der Gemeindereform in Wertheim

• Dezember 1970: Im Jahresschluss-Pressegespräch erklärt Bürgermeister Scheuermann die Bereitschaft der Stadt Wertheim, mit den Gemeinden des Verflechtungsbereiches über eine Gemeindereform zu verhandeln. Zitat: „Zentraler Ort und Verflechtungsbereich gehören zusammen, die Zeit der Eingemeindungen ist gekommen.“
 
• Februar 1971: Auf Einladung der Stadt Wertheim findet eine erste Besprechung mit den 17 Bürgermeistern (einschließlich Gamburg und Niklashausen) des Verflechtungsbereiches statt.
 
• April 1971: Die Stadt Wertheim übermittelt den 17 Bürgermeistern des Verflechtungsbereichs den Entwurf einer Eingemeindungsvereinbarung als Grundlage für die Erörterung in den Gemeindegremien.
 
• Ab August 1971: In den Gemeinden finden die Bürgeranhörungen statt.
 
• November 1971: Das Regierungspräsidium Nordbaden, Karlsruhe, legt den überarbeiteten Entwurf einer Eingemeindungsvereinbarung vor.

• Juli 1974: Das „Besondere Gemeindereformgesetz“ tritt in Kraft, nach dessen § 4 die Gemeinden Reicholzheim und Höhefeld, die mit einem freiwilligen Zusammenschluss nicht einverstanden waren, mit Wirkung vom 1. Januar 1975 in die Stadt Wertheim eingegliedert werden.
 
• September 1974: Die Stadt Wertheim beantragt bei der Landesregierung die Erhebung zur Großen Kreisstadt mit Wirkung vom 1. Januar 1975. Diesem Antrag kann nicht entsprochen werden, da die Gemeinde Reicholzheim beim Staatsgerichtshof Baden-Württemberg gegen die gesetzlich verfügte Eingemeindung ein Normenkontrollverfahren eingeleitet hat.
 
• Januar 1975: Die Eingemeindung von Reicholzheim und Höhefeld aufgrund gesetzlicher Regelung tritt in Kraft.
 
• Oktober 1975: Der Staatsgerichtshof stellt fest, dass die Eingliederung der Gemeinde Reicholzheim mit der Verfassung des Landes Baden-Württemberg zu vereinbaren ist.
 
• Oktober 1975: Die Landesregierung Baden-Württemberg beschließt, die Stadt Wertheim zur Großen Kreisstadt zu erheben.
 
• Januar 1976: Wertheim erhält den Status „Große Kreisstadt“. Am 19. Januar 1976 überreicht Innenminister Karl Schiess im Rahmen eines Festaktes im Bildungszentrum Bestenheid die Urkunde der Landesregierung.

Eingemeindungen der Ortschaften im Jahr 1972

Auf der Grundlage von Bürgeranhörungen und Gemeinderatsbeschlüssen werden nach Unterzeichnung der Eingemeindungsvereinbarung im Wege der Freiwilligkeit in die Stadt Wertheim eingegliedert: 
zum 1. Januar: Bettingen, Grünenwört, Lindelbach, Nassig, Sonderriet, Urphar, Waldenhausen 
zum 1. April: Mondfeld
zum 1. Dezember: Dertingen, Dietenhan, Dörlesberg, Kembach, Sachsenhausen
                                                   
 

Jubiläumslogo

Für die Verwendung des offiziellen Logos zum Jubiläumsjahr steht eine Datei in hoher Qualität bereit. Interessierte Einrichtungen, Vereine oder Unternehmen können das Logo für eigene Veröffentlichungen, Veranstaltungen oder Projekte nutzen. Zur Bereitstellung genügt eine Anfrage an pressestelle@wertheim.de.