Stadtwerke übernehmen Betriebsführung in Werbach
Kooperation stärkt interkommunale Versorgungssicherheit
Die Gemeinde Werbach und die Stadtwerke Wertheim haben ihre Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung eines Vertrags besiegelt: Ab 1. Januar 2027 übernehmen die Stadtwerke die technische Betriebsführung der gemeindlichen Wasserversorgungsanlagen. Die zunächst auf zwei Jahre angelegte Kooperation soll die Gemeinde entlasten und die Versorgungssicherheit stärken.
Zum Aufgabenbereich gehören die Überwachung und Betreuung der Anlagen, die Organisation des laufenden Betriebs sowie die Beseitigung von Störungen im Wassernetz. Ab Januar 2027 werden Störungen über die bestehenden Bereitschaftsstrukturen der Stadtwerke rund um die Uhr bearbeitet. Die Wasserversorgung bleibt im Eigentum und in der Entscheidungsgewalt der Gemeinde Werbach.
Der Werbacher Gemeinderat hatte der Vereinbarung am 29. September einstimmig zugestimmt. Bürgermeister Georg Wyrwoll begrüßt die Zusammenarbeit: „Mit den Stadtwerken Wertheim haben wir einen erfahrenen und verlässlichen Partner an unserer Seite.“
Die Stadtwerke verfügen über langjährige Erfahrung in der technischen Betriebsführung von Wasserversorgungsanlagen. Sie unterstützen bereits Kommunen in der Region, darunter Kreuzwertheim, Freudenberg und Südspessart. „Die Anforderungen an die Wasserversorgung sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Insbesondere kleinere Kommunen stehen zunehmend vor der Herausforderung, die komplexen gesetzlichen und technischen Vorgaben dauerhaft zu erfüllen“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Beier.
Auch Wertheims Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Wertheim, Markus Herrera Torrez, begrüßt die Vereinbarung. Er sieht darin ein Beispiel dafür, wie Kommunen ihre Aufgaben gemeinsam bewältigen können. „Interkommunale Kooperationen sind ein wichtiger Baustein, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern. Gerade in Bereichen der Daseinsvorsorge können Kommunen und Stadtwerke voneinander profitieren, Kompetenzen bündeln und gemeinsam nachhaltige Lösungen schaffen. Deshalb unterstütze und fördere ich solche Partnerschaften ausdrücklich“, betont Herrera Torrez.
Zur Werbacher Wasserversorgung gehören mehrere Hochbehälter und technische Anlagen in den Ortsteilen. Deren zuverlässiger Betrieb erfordert fachliches Know-how und funktionierende Bereitschaftsstrukturen. Durch die Zusammenarbeit kann Werbach auf die Erfahrung und Ressourcen der Stadtwerke zurückgreifen, ohne die Verantwortung für die eigene Wasserversorgung abzugeben.
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der Gemeinde Werbach und auf die Zusammenarbeit“, betont Thomas Beier. „Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist eine zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Durch die Bündelung von Fachwissen und Ressourcen können wir die Gemeinde bei dieser wichtigen Aufgabe nachhaltig unterstützen.“ Beier sieht in der Kooperation auch ein Modell für die Zukunft: „Ich bin überzeugt, dass solche Kooperationen künftig weiter an Bedeutung gewinnen werden. Die zunehmenden Anforderungen machen es für viele Kommunen sinnvoll, auf starke kommunale Partnerschaften zu setzen.“
