Neue Radwegverbindung auf der Odenwaldbrücke

Bauausschuss berät Maßnahmen und Vereinbarung mit dem Land

Foto: Stadt Wertheim / Peter Frischmuth

Einen weiteren wichtigen Baustein zur Verbesserung des Alltagsradverkehrs in Wertheim hat der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung beraten. Es geht um die neue Radwegverbindung auf der Odenwaldbrücke, die im Sommer realisiert werden soll. Bauherr ist das Land. Oberbürgermeister Markus Herrea Torrez zeigte sich „sehr zufrieden über die Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium“.

Achim Hörner, Leiter des Referats Tiefbau, erklärte die Maßnahme sei Teil des 2021 beschlossenen Radverkehrskonzepts der Stadt Wertheim und betrifft die sogenannte „Route A“. Ziel ist eine durchgehende und sichere Radverbindung entlang des Mains parallel zur stark befahrenen Landesstraße. 

Derzeit besteht im Bereich der Odenwaldbrücke keine durchgängige Radverkehrsführung zwischen Bestenheid und Eichel. Radfahrer, die aus Richtung Bestenheid kommen, müssen den Geh bzw. Radweg verlassen und abschnittsweise durch die Altstadt auf dem Gehweg schiebend weiterfahren.  Obwohl aus Richtung Bestenheid eine Rampe auf die Odenwaldbrücke führt, können Radfahrer bislang nicht durchgängig weiterfahren. Der anschließende Gehweg auf der Brücke ist zu schmal und nicht für den Radverkehr freigegeben. Deshalb wird dieser Bereich so umgebaut, dass Radfahrer von der Rampe aus über die Brücke in Richtung Eichel fahren können.

Der Hauptanteil der Maßnahme liegt auf der Odenwaldbrücke selbst. Auf einer Länge von rund 700 Metern wird der bislang als Gehweg genutzte Bereich auf der rechten Mainseite verbreitert und künftig als kombinierter Geh- und Radweg in beide Fahrtrichtungen freigegeben. Insgesamt entsteht auf einer Länge von rund 1,1 Kilometern eine neue Radwegverbindung über die Brücke und angrenzende Bauwerke.

Die Brücke wird dabei nicht erweitert. Stattdessen wird die vorhandene Fahrbahn verschmälert und die Schutzplanken werden demontiert. Der Rad- und Gehweg wird auf eine Breite von 3,25 Metern erweitert und mit einem Geländer auf eine Mindesthöhe von 1,30 Metern gesichert. Trotz der Anpassungen bleibt die Fahrbahn weiterhin ausreichend dimensioniert für den Fahrzeugverkehr. Zusätzlich wird der Straßenbelag erneuert, und die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Odenwaldbrücke wird dauerhaft auf 50 km/h reduziert.

Nach einer Machbarkeitsprüfung durch den MainTauberKreis hat das Land BadenWürttemberg die Planung der Maßnahme übernommen. Die Stadt Wertheim hat den Prozess von Beginn an eng begleitet und unterstützt. Im Ausschuss wurde auch die Vereinbarung zwischen der Stadt Wertheim und dem Land BadenWürttemberg erläutert. Sie regelt die Herstellung der Radwegverbindung sowie Eigentums, Baulast und Unterhaltsfragen. Die Baukosten trägt das Land. Die Stadt Wertheim übernimmt nach Fertigstellung unter anderem die Reinigung, Sauberhaltung und den Winterdienst.

Über die geplante Bauabwicklung informierte Volker Silberzahn vom Regierungspräsidium Stuttgart. Der Baubeginn ist zu Beginn der Sommerferien vorgesehen. Der Hauptteil der Arbeiten, welche die Odenwaldbrücke betreffen, soll bis zum Ende der Ferien abgeschlossen werden. Während der Bauzeit wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt, eine Umleitung erfolgt über Kreuzwertheim.

Mit den geplanten Maßnahmen wird die Verkehrssicherheit für Radfahrende deutlich erhöht und das Radwegenetz in Wertheim weiter verbessert. Der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt nahm die Planungen zur Kenntnis und empfahl dem Gemeinderat, der Vereinbarung mit dem Land zuzustimmen.