Messbrückle ist wieder begehbar

Aufwendige Reparatur des Hebewerks ist abgeschlossen

Frau läuft auf Fußgängerbrücke
Das Messbrückle über die Tauber ist nach aufwendiger Reparatur wieder begehbar. Foto: Stadt Wertheim

Das Wertheimer Messbrückle ist nach aufwendiger Reparatur des Hebewerks wieder begehbar. Das neue Getriebe wurde eingebaut und in einem Probelauf getestet. Jetzt kann die Fußgängerverbindung über die Tauber wieder genutzt werden.

Der Defekt war bei der jährlichen Inspektion Ende Oktober festgestellt worden. Die Hubbrücke, die im Hochwasserfall hochgefahren wird, war seitdem angehoben und konnte wegen des Defekts nicht mehr abgesenkt werden. Die defekten Teile wurden im November ausgebaut und zur eingehenden Prüfung ins Herstellerwerk nach Sinsheim gebracht. Nach Ermittlung des Schadensumfangs wurden die Kosten der Reparatur auf 55.000 Euro kalkuliert.

Die Reparatur war sehr zeitaufwendig, weil Ersatzteile beschafft und teilweise auch nachgebaut werden mussten. Denn das Messbrückle ist kein Bauwerk von der Stange, sondern eine Spezialanfertigung, die vor 20 Jahren mit sehr viel Ingenieurskunst für genau diesen Standort als Hubbrücke konstruiert worden war. Das Büro Umwelttechnik Walz, das damals an der Entwicklung maßgeblich beteiligt war, stand der Stadt Wertheim mit seiner Expertise auch bei der jetzigen Reparatur zur Seite.

Nach Anlieferung des generalüberholten, teilweise neuangefertigten Spindelhubgetriebes machten sich Mitarbeiter des städtischen Bauhofs an den Einbau. Sie mussten mit 200 Kilogramm schweren Metallteilen in den engen Widerlagerkammern der Brücke hantieren. Zusätzlich wurden neue Spindeln, Antriebswellen und Kopfplatten verbaut.

„Die Integration dieser Neuteile in den vorhandenen Altbestand war eine technische Herausforderung,“ erläutert Fabian Töpsch, der zuständige Mitarbeiter im Referat Tiefbau. Alle Komponenten mussten präzise aufeinander abgestimmt werden, um einen reibungslosen Einbau und Betrieb im Wasser zu gewährleisten. Den Prüfungen und Nachjustierungen durch Fachingenieure folgte ein Testlauf des Hubwerks. Jetzt ist die Brücke wieder in der abgesenkten Normalposition und schließt links und rechts der Tauber bündig an die Uferwege an.

Fachbereichsleiter Armin Dattler hatte die Brückenreparatur in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses eingeordnet: Die Zwangspause seit November sei natürlich bedauerlich, aber es sei die erste seit Inbetriebnahme der Brücke. Über 20 Jahre habe sie trotz ihres hochkomplexen Mechanismus gute und störungsfreie Dienste geleistet, ohne dass größere Reparaturen anfielen.

Wie das Referat Tiefbau informiert, folgt in wenigen Tagen noch eine abschließende Prüfung und Nachjustierung. Dazu muss die Brücke nochmals kurzfristig gesperrt werden.