Kunst und Kultur im herbstlichen Schlösschen

Ausstellungen, Vortrag und Kunsthandwerkermarkt

Auch im Herbst ist das Schlösschen im Hofgarten ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur. Foto: Schlösschen im Hofharten / Kurt Bauer

Das Schlösschen im Hofgarten ist auch im Herbst ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur. Zur laufenden Stillleben-Ausstellung erwartet die Besucher im Oktober ein Vortrag über eine besondere Maltechnik. Mitte November ist das Schlösschen Schauplatz eines Kunsthandwerkermarkts. Und anschließend präsentiert das Museum wieder seinen größten Schatz, die Sammlung zur Berliner Secession.

Die aktuelle Sonderausstellung „Raffiniert Arrangiert – Stillleben im Dialog“ ist noch bis Sonntag, 18. Oktober, zu sehen. Hier steht das Stillleben als Kunstgattung im Mittelpunkt und wird auch für Kunstneulinge verständlich und spannend präsentiert. Passende Gemälde der Stiftungssammlung mit Werken um 1900 sind modernen Gemälden zeitgenössischer Künstler aus der Frankfurter Künstlergesellschaft gegenübergestellt. 

Im Begleitprogramm zur Sonderausstellung findet am Sonntag, 11. Oktober, um 14.30 Uhr ein Vortrag von Claus Delvaux statt. Er ist Vorsitzender der Frankfurter Künstlergesellschaft und einer der ausstellenden Künstler. Er spricht zum Thema „Arbeiten mit der Maltechnik Gouache“ und weiht die Zuhörer so in diese ungewöhnlichere Maltechnik ein. Zur Veranschaulichung zeigt er Fotos sowie eine kurzweilige Diashow zur Entstehung seines Werkes „Hotel de France“, das auch Teil der Ausstellung ist. Es besteht die Möglichkeit, dem Künstler Fragen zu seinem Vortrag oder seinen Werken zu stellen.

Mitte November ist das Schlösschen Veranstaltungsort eines Kunsthandwerkermarkts. Er findet unter dem Titel „Spessartmarkt #3 – hallo wertheim“ am Samstag, 14. November, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 15. November, von 11 bis 17 Uhr statt. Der Markt war bereits für Juni geplant und wurde wegen der Hitze in den Herbst verschoben. Jetzt können Besucher bei angenehmen Temperaturen unterschiedlichste kunsthandwerkliche Schätze bewundern und erwerben. Der Markt bietet aus regionaler Fertigung Keramik, Glas, Papier, Taschen, Schmuck, Holzarbeiten, Textiles, Seifen und handgewebte Produkte.

Ab Freitag, 20. November, zeigt das Schlösschen dann wieder seinen größten Schatz: die Stiftungssammlung mit Werken der Berliner Secession. Im Zentrum steht die Kunst mit ihren vielfältigen Strömungen wie Jugendstil, Freilichtmalerei, Realismus und Impressionismus, die in Berlin um 1900 für Aufsehen gesorgt und manchen Skandal ausgelöst hat. Zur Sammlung gehören neben Gemälden führender deutscher Impressionisten wie Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt und Fritz von Uhde auch Werke von Käthe Kollwitz, Lesser Ury und Maria Slavona. Ein Werk der letztgenannten Künstlerin war Anfang des Jahres zunächst an das Frieder Burda Museum in Baden-Baden und dann an das Barberini Museum in Potsdam verliehen. Anlass war eine Kooperationsausstellung beider Museen zu Max Liebermann und dem Deutschen Impressionismus. Die Ausleihe belegt die überregionale Bedeutung der Wertheimer Sammlung, die Wolfgang Schuller an das Schlösschen im Hofgarten gestiftet hat. Die Ausstellung „Kunst geht neue Wege – Die Berliner Secession“ wird in Wertheim bis 31. Januar 2027 zu sehen sein.