Kampf gegen veraltete Rollenbilder

BLB spielt am 26. Mai „Die Wut, die bleibt“

Die Badische Landesbühne gastiert am 26. Mai mit „Die Wut, die bleibt“ in Wertheim. Foto BLB / Manuel Wagner

Die Badische Landesbühne präsentiert den feministischen Bestseller „Die Wut, die bleibt“ von Mareike Fallwickl in einer eigenen Fassung. Die Inszenierung ist am Dienstag, 26. Mai, um 19.30 Uhr in der Aula Alte Steige zu sehen. Bereits um 19 Uhr gibt es eine Einführung in die Produktion.

Eine Mutter steht vom Abendessen auf, geht zum Balkon und springt. Der Vater sucht eine Ersatzmutter. Die Tochter konzentriert sich auf ihre Wut. Die Wut auf das, was die Gesellschaft den Frauen zumutet.

Durch den Sprung der Mutter fehlt der Familie alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge und Sicherheit. Denn Helene konnte und wollte nicht mehr funktionieren. Sarah, ihre beste Freundin, unterstützt nun die Hinterbliebenen, ihr eigenes Leben rückt in den Hintergrund. Sie wird vom Familienvater wie selbstverständlich in den Alltag der Familie integriert. Das macht Sarah wütend. 

Auch Lola, die älteste Tochter, durchlebt Trauer, aber vor allem Wut auf das Patriarchat, welches sie nicht nur von den Männern, sondern auch von ihrer toten Mutter und Sarah gestützt sieht. Gemeinsam mit ihrer Freundin Sunny macht sie dem System eine Kampfansage. Sie setzen sich aktiv zur Wehr und rächen begangenes Unrecht.

Mareike Fallwickl seziert in ihrem feministischen Bestseller veraltete Rollenbilder und legt den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft. Die Inszenierung der Badischen Landesbühne ist geeignet für Zuschauer ab 14 Jahren.

Aus dem Ensemble wirken mit: Annamae Endtinger, Michaela Finkbeiner, Kim Vanessa Földing, Jonathan Parr und Simon Wenigerkind. Die Inszenierung stammt von Gina Jasmina Wannenwetsch, für Bühne und Kostüm ist Leah Lichtwitz verantwortlich.

Karten gibt es bei Knecht Rupprecht, Rathausgasse 3-5 in Wertheim, Telefon 09342/934-7056, E-Mail: Wertheim@knechtrupprecht.de, oder online unter www.reservix.de.