Ein Altstadtfest mit viel Licht und wenig Schatten

Überwiegend sehr positive Bilanz gezogen

Sehr gut besucht war das Wertheimer Altstadtfest. Nicht nur auf dem Marktplatz herrschte zeitweise reger Betrieb. Foto: Stadt Wertheim

So kann es in Zukunft gerne weitergehen: „Das war klasse“, bilanzierte Marktmeisterin Carmen Saalmüller bei der traditionellen Abschlussbesprechung. Es sei „das beste Altstadtfest seit Corona“ gewesen. Dazu hätten viele Faktoren beigetragen. „Das Wetter hat uns voll in die Karten gespielt“, nannte Saalmüller vor den im Sitzungssaal des Rathauses versammelten Festmitwirkenden einen wichtigen Punkt. Aber auch das Musikprogramm sowie die angebotenen Speisen und Getränke fanden überwiegend großen Anklang.

Bereits der Aufbau am Donnerstag verlief reibungslos. Mit dem Verlauf zeigte sich die Marktmeisterin insgesamt sehr zufrieden. Sie freute sich auch darüber, dass der Einsatz des „City-Safe-Systems“, das durch Poller die Zufahrten zur Altstadt zeitweise versperrt, besser akzeptiert worden sei. Dem tat auch die Tatsache keinen Abbruch, dass die Absperrung am Sonntag wegen des großen Andrangs in der Altstadt später als ursprünglich geplant geöffnet wurde.

Erfreuliches hatten auch die für die Sicherheit Verantwortlichen zu berichten. Norman Frank, Chef des 1st Security Service Wertheim, sprach von einem „schönen, angenehmen Altstadtfest“. Dem schloss sich Matthias Jeßberger, der Leiter des örtlichen Polizeireviers, an. Auf die von einem Standbetreiber kritisierte „Vorglühen“ einiger, vor allem jugendlicher Festbesucher und den Verdacht, dass manche Gäste ihre alkoholischen Getränke mitbrächten, entgegnete Frank, bei durchgeführten Taschen- und Rucksackkontrollen habe man „so gut wie nichts gefunden“. Dies sei anders als in anderen Orten gewesen, in denen er und sein Team im Einsatz gewesen seien.

Für das Deutsche Rote Kreuz berichtete dessen stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Michael Goldschmitt von 17 Einsätzen an den drei Festtagen. Dabei habe es sich jedoch ausschließlich um kleinere Vorfälle gehandelt. 
Zufrieden zeigte sich schließlich auch Patrick Grän von der Freiwillige Feuerwehr.

Es war jedoch nicht alles eitel Freude und Sonnenschein beim Altstadtfest. Bei manchen Altstadtbewohnern sei etwa die Lautstärke der Musik ein gravierendes Thema gewesen. „Da müssen wir wieder mehr darauf achten“, räumte Saalmüller ein. Auch auf Versuche von Jugendlichen, an alkoholische Getränke zu gelangen, müsse ein stärkeres Augenmerk gelegt werden.

Länger als sonst üblich habe zudem die Standabnahme am Freitagmittag gedauert. „Es war nicht überall gleich alles in Ordnung“, begründete die Marktmeisterin. „Manchmal hilft es, die Verträge vollständig zu lesen“, riet sie.