So schützt man Gärten vor den Folgen des Klimawandels

Gut besuchter Informationsabend in Bettingen / Wiederholung in Nassig

Blick in die Zuhörerreihen des Vortrags
Gut besuchter Vortrag in Bettingen: Die Zuhörer erhielten wertvolle Tipps für den Schutz des Gartens vor den Folgen des Klimawandels. Foto: Stadt Wertheim

Unter dem Titel "Ökologisch resiliente Gärten in Zeiten des Klimawandels" stellten Fachfrauen in zwei Vorträgen unterschiedliche Strategien für zukunftsfähige, klimaresiliente Gärten vor. Die Veranstaltung, die vom Klimamanager der Stadt Wertheim, Michel Dohne, organisiert wurde, fand im Bürgersaal Bettingen statt. Er stieß auf großes Interesse, der Saal war sehr gut gefüllt.

Referentinnen waren die Biologin und Sozialpädagogin Julia Groothedde vom Bildungsinstitut GrünNatürlich und Christiane Bauer von der Gärtnerei Haas. Resümee des Abends war, dass es eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten gibt, den eigenen Garten vor den Klimawandel-Unbilden zu schützen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Biodiversität zu leisten.

Im ersten Teil des Vortragsabends umriss die Umweltbildungs-Expertin Julia Groothedde die verschiedenen Stellschrauben, die zur Gestaltung klimaresilienter Gärten zur Verfügung stehen. Sie zeigte, dass neben einer sorgfältigen Bodenpflege und einem angepassten Wassermanagement insbesondere eine naturnahe, an ökologischen Kreisläufen orientierte Gartengestaltung und das Einbinden möglichst vieler Wildpflanzenarten zum Erfolg führt. Sinnbildlich dafür war der Vorschlag, den als „lästiges Unkraut“ eingestuften Girsch einfach mal als leckeren, sehr gesunden Spinatersatz kulinarisch zu verwerten.

Mit einer Vielzahl hilfreicher Tipps warb die Referentin dafür, im Garten eine möglichst große Arten- und Sortenvielfalt zu schaffen, denn stabile ökologische Netze seien der beste Schutz vor klimawandelbedingten Problemen.

Im zweiten Teil des Informationsabends gab Christiane Bauer, Landespflegerin und Miteigentümerin der Wertheimer Gärtnerei Haas, einen sehr praxisorientierten Überblick über die vielfältigen Anpassungen der Pflanzen an die unterschiedlichen Klimatypen. Anhand einiger Dutzend mitgebrachter Topfpflanzen, die im Auditorium in Umlauf gingen, konnten die Gäste sich selbst ein Bild von den verschiedenen Schutzstrategien der Pflanzen machen. Begleitend erläuterte die Gartenspezialistin die Standortansprüche und Einsatzmöglichkeiten der gezeigten Stauden.

Eine Wiederholung der Infoveranstaltung findet am Montag, 30. März, um 19 Uhr im Rathaus Nassig statt, der Eintritt ist frei.