Jugendteams der Partnerstädte trafen sich in Italien
Gubbio war Gastgeber des 24. Jugendsportturniers
Die italienische Partnerstadt Gubbio war Anfang Oktober Gastgeber des 24. Jugendsportturniers der Partnerstädte. Aus Wertheim war dazu eine neunköpfige Delegation mit dem Zug nach Umbrien gereist. Das Wertheim-Team maß sich in sportlichen Wettbewerben mit Jugendlichen aus Gubbio sowie aus den Partnerstädten Szentendre (Ungarn), Huntingdon/Godmanchester (Großbritannien) und Salon-de-Provence (Frankreich).
Dem Team Wertheim gehörten drei Mädchen und drei Jungen an: Rosa Kuhn, Emilia Tauber, Sabine Dufour Carrión, Amadeo Lavanco, Lennard Umscheid und Konstantin Kettner. Begleitet wurden sie von Celia Fernandez Selles, Geschäftsführerin des Partnerschaftskomitees und Organisatorin der Reise, Manfred Breuer (Vorsitzender der IPW) und Harald Herbach (Gubbio-Beauftragter der IPW).
Nach der offiziellen Eröffnung des Jugendsportturniers ging es direkt mit Basketball als erster Disziplin los. Als sich ein Mitglied des Wertheim-Teams verletzte, sprangen Schülerinnen aus Huntingdon/Godmanchester kurzentschlossen ein. So konnte die Disqualifikation des Wertheim-Teams abgewendet werden. „Dieser Gemeinschaftsgedanke ist genau das Ziel, das mit der Begegnung junger Menschen beim Internationalen Jugendsportturnier gefördert werden soll,“ freut sich Celia Fernandez Selles. Am gleichen Tag traten die Jugendteams auch noch im Fußball an.
Der zweite Wettkampftag startete mit einem Cross-Lauf – für die Mädchen über eine Distanz von 1.500 Meter, für die Jungen über 2.000 Meter. Am Nachmittag durften die Gäste aus den Partnerstädten sich im mittelalterlichem Armbrustschießen versuchen, bevor sie die historische Altstadt bei einer Rundfahrt mit dem Gubbio-Express kennenlernten.
Die härteste Disziplin – der Schwimmwettbewerb - erwartete die Jugendteams am dritten Tag. Die Mädchen und Jungen mussten sowohl am Einzelwettkampf als auch am Staffelschwimmen teilnehmen. Das Wertheim-Team zeigte in dieser Sportart besonderen Ehrgeiz: Rosa Kuhn schwamm im Einzel die 50 Meter zusätzlich für ein Teammitglied, sodass alle sechs Einzelschwimmen in den Stilen Brust, Kraul und Rücken angerechnet werden konnten. Nach den Anstrengungen im Einzel hielt das Wertheimer Team trotz Verletzungen auch die Staffel mit drei Schwimmern durch.
Am Ende belegten die Wertheimer den vierten Platz vor Salon-de-Provence. Gubbio sicherte sich den Heimsieg, Szentendre und Huntingdon/Godmanchester belegten die Plätze zwei und drei. Nach der offiziellen Siegerehrung ging es hoch hinauf. Mit der Seilbahn fuhren die Delegationen auf den Ingino-Berg, auf dessen Gipfel die Basilika des Heiligen Ubaldo, Patron der Stadt, steht. Hier erfuhren die Teilnehmer mehr über die Geschichte Gubbios und besichtigten die Werkstatt des größten Weihnachtsbaumes der Welt.
Den letzten Abend verbrachten die Jugendlichen und offiziellen Vertreter der Partnerstädte in gelöster Stimmung beim Abschiedsessen. Die Heimreise traten die Jugendlichen aus Wertheim mit einer Medaille, vielen Eindrücken und neuen Freundschaften an. Wenn die Kontakte bis nächsten Sommer halten, so wurde verabredet, sind die Stadt, die Betreuer und Mitglieder des Partnerschaftsvereins bereit, ein Wiedersehen der Jugendlichen zu organisieren.
