Auszeichnung für Abteilung des Bürgerspitals

Qualitätssiegel für Behandlung von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen

Der Leitende Oberarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Bürgerspital Wertheim, Rangel Shahanski. Bild: Bürgerspital Wertheim

Das Bürgerspital Wertheim baut seine chirurgischen Schwerpunkte erfolgreich weiter aus: Die Deutsche Herniengesellschaft (DHG) hat der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ verliehen. Es bestätigt Qualitätsstandards in der Behandlung von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen. Darüber informiert das Bürgerspital in einer Pressemitteilung.

Erarbeitet wurde die Auszeichnung in rund zwölf Monaten durch das Team um Rangel Shahanski, Leitender Oberarzt der Abteilung. Das ausgezeichnete Behandlungsspektrum umfasst die häufigsten Bauchwandbrüche – jeweils in offener und, wo sinnvoll, in minimalinvasiver Technik. Das Siegel wird nur bei Erfüllung definierter Vorgaben vergeben und muss regelmäßig neu nachgewiesen werden. Dazu zählen eine festgelegte Mindestzahl an Hernienoperationen pro Jahr, die möglichst vollständige Dokumentation aller Eingriffe in einem bundesweiten Register, eine strukturierte Nachverfolgung der Behandlungsergebnisse über Jahre sowie die kontinuierliche Fortbildung der verantwortlichen Chirurgen. Maßgeblich sind zudem festgelegte Qualitätsindikatoren, etwa zu Komplikations- und Reoperationsraten.

„Mit dem DHG-Siegel ist schwarz auf weiß bestätigt, was unser Team seit Monaten aufgebaut hat: eine Hernienchirurgie nach klar definierten Qualitätskriterien und auf aktuellem Leitlinienstand“, sagt Dr. med. Gerhard Schüder, Ärztlicher Direktor des Bürgerspitals Wertheim. „Für die Menschen in Wertheim und der Region heißt das: Sie bekommen die gesamte moderne Hernienchirurgie wohnortnah, offen wie minimalinvasiv, verlässlich und auf hohem Niveau.“

„Keine zwei Jahre nach der Wiedereröffnung steht das Bürgerspital Wertheim bereits für zertifizierte Qualität in der Hernienchirurgie“, sagt Alexander Gläser, Geschäftsführender Gesellschafter der Westfalenklinik-Gruppe (CGCE). „Das zeigt, dass unser Weg der medizinischen Fokusthemen aufgeht. Aufbauarbeit und ärztliches Engagement schlagen sich hier in einem echten Qualitätsausweis nieder – für das Haus und vor allem für seine Patientinnen und Patienten.“

„In dieser Auszeichnung steckt ein Jahr konzentrierter Arbeit an Abläufen, Dokumentation und der konsequenten Teilnahme am Hernienregister“, sagt Leitender Oberarzt Rangel Shahanski. „Für uns ist das Siegel Bestätigung und Ansporn zugleich. Der nächste Schritt in Richtung Kompetenzzentrum ist unser erklärtes Ziel.“

Mit der Zertifizierung baut das Bürgerspital Wertheim seine chirurgischen Schwerpunkte weiter aus. Die Hernienchirurgie ergänzt damit ein Leistungsspektrum, das von der Allgemein- und Viszeralchirurgie über die Wirbelsäulenchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie bis hin zur Adipositas- sowie Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie reicht.