Auftakt zu einem Wertheimer Friedensprojekt
Workshop am 30. Januar zur Erinnerung an Kriegstote
Wie und aus welchen Beweggründen soll an die Wertheimer Kriegstoten erinnert werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Friedensprojekts. Es startet mit einem Workshop am Freitag, 30. Januar, von 16 bis 19 Uhr im Lesesaal des Archivverbunds Main-Tauber in Bronnbach. Die Leitung hat Dr. Dieter Fauth.
Ziel des Projekts ist es, die Schrecken von Krieg und den hohen Wert von Frieden heute bewusst zu machen. Der Workshop soll der Auftakt sein zu einem längerfristigen Engagement, das Schicksale einzelner in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts verstorbener Wertheimer zeigt und den Wandel des Gedenkens an sie bis heute thematisiert.
Ideal wäre eine Generationen übergreifende Arbeitsgruppe aus Schülern, jungen und älteren Erwachsenen. Auch Migranten sind willkommen. Erarbeitet werden u.a. Informationen zu Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges in Wertheim, den Stadtteilen und eingemeindeten Ortschaften. Dazu werten die Teilnehmer Geburts- und Sterberegister, damalige Todesanzeigen in den Wertheimer Zeitungen, Mahnmale in der Stadt und auf Ortschaften, Kriegsgräber und weitere Quellen aus. Für Interessierte werden Folgetreffen angeboten. Das Projekt ist offen für verschiedene Aktionen nach den Ideen der Teilnehmer.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Historischen Vereins Wertheim (HV) in Verbindung mit dem Archivverbund Main-Tauber und dem Grafschaftsmuseum Wertheim. Die Leitung hat Dieter Fauth, Mitglied des Vorstands im HV und Leiter des Wertheimer Schülerprojektes Stolpersteine. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind erbeten bis 28. Januar an E-Mail stawertheim@la-bw.de oder Telefon 09342/91592-0.
