Klärschlammverwertung Main-Tauber-Aisch

Öffentlich-rechtliche Vereinbarung unterzeichnet

Seit 2004 arbeiten die Kommunen im Main-Tauber-Kreis bei der Klärschlammentsorgung zusammen, bisher unter der Leitung von Wertheim.
Ab dem 1. Januar 2029 soll die Entsorgung durch den neuen Zweckverband „Klärschlammverwertung Main Tauber Aisch“ erfolgen, dem auch Würzburg, Main-Spessart, Kitzingen und Schweinfurt angehören werden.
Wertheim wird Mitglied und ermöglicht die Entsorgung für alle Landkreis-Kommunen. Die entsprechende Vereinbarung wurde im Wertheimer Rathaus am 29. April 2025 unterzeichnet.

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit und die neuen gesetzlichen Vorgaben zur Phosphorrückgewinnung. Tina Hörner, Betriebsleiterin der Abwasserbeseitigung Wertheim, hob die Vorteile des Zweckverbands wie langfristige Preissicherheit und kurze Transportwege hervor. Der entwässerte Klärschlamm wird zur Trocknungsanlage in Würzburg und anschließend zur Verbrennung nach Schweinfurt gebracht. Die Asche wird zur Phosphorrückgewinnung verwendet.
Die Stimmenzahl im Zweckverband richtet sich nach der Klärschlammmenge. Wertheim wird mit rund 10.000 Tonnen jährlich die zweitmeisten Stimmen haben. Die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg und die Zustimmung der Innenministerien von Baden-Württemberg und Bayern sind erforderlich.
Herrera Torrez dankte den Beteiligten für ihre Arbeit und das Vertrauen. Die Lösung mit Würzburg sei ökonomisch und ökologisch die beste. Der Beitritt zum neuen Zweckverband sei ein weiterer Meilenstein. Die Vertragspartner verpflichten sich, die Kosten entsprechend ihrer Klärschlammkontingente zu übernehmen.
Die Vereinbarung wurde von elf Bürgermeistern unterzeichnet.

WERTHEIM GEHT MIT KLÄRSCHLAMM NEUE WEGE

Stadt Wertheim wird dem neuen Zweckverband Main-Tauber-Aisch beitreten - Trocknung des Klärschlamms ab 2029 vorgeschrieben
Wertheim wird dem neu gegründeten Zweckverband Klärschlammverwertung Main-Tauber-Aisch beitreten.
Bisher hat die Stadt Wertheim die Klärschlammentsorgung federführend für die Kommunen im Main-Tauber-Kreis organisiert und dabei auf eine langfristige Planung geachtet. Deshalb führen die Verantwortlichen des Eigenbetriebs schon seit einiger Zeit Gespräche mit den bisherigen Partnern, wie ab 2029 die dann vorgeschriebene Trocknung des Klärschlamms, die thermische Verwertung sowie die Phosphorrückgewinnung organisiert werden kann. Im Mai 2025 wird folge dessen ein Zweckverband gegründet, mit den Namen Klärschlammverwertung Main-Tauber-Aisch und mit Sitz in Würzburg. Um die vor der Verbrennung im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt vorgeschriebene Trocknung des Klärschlamms zu erreichen, wird am Müllheizkraftwerk in Würzburg in den nächsten Jahren eine Trocknungsanlage gebaut werden. Die Phosphorrückstände werden dann nach der Verbrennung aus der Asche zurückgewonnen.
Um eine gewisse »Marktmacht« sicherzustellen, werden die im Main-Tauber-Kreis entstehenden Klärschlämme in Wertheim gesammelt und von dort nach Würzburg transportiert. Als zweitgrößter Einlieferer wird Wertheim mit seinen jährlich rund 10.200 Tonnen auch die zweitmeisten Stimmen in der künftigen Zweckverbandsversammlung haben.
Wesentliche Vorteile der gemeinsamen Klarschlammverwertung ist, dass durch die Gründung des neuen Zweckverbands langfristig die regionale Wertschöpfung gesichert wird, die Entsorgung zu stabilen Konditionen erfolgt und der Klärschlamm als regenerativer Energieträger ortsnah genutzt wird. Die Gründungsversammlung für den neuen Zweckverband ist für den 6. Mai im Ratssaal in Würzburg vorgesehen.

(Erstellt am 09. Oktober 2025)