Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses

Abhängig von der Länge des Telefonkabels aus Kupfer

Üblicherweise kommt das DSL-Signal über das aus Kupfer bestehende Telefonkabel in Ihre Wohnung. Nun hat dieses DSL-Signal aber nur eine beschränkte Reichweite, die Qualität nimmt mit zunehmender Entfernung vom Verteilerstandort deutlich ab. Entscheidend für die Geschwinigkeit ist also die Länge des Kupferkabels von Ihrer Wohnung bis zum nächsten Hauptverteiler. Dieser steht in der Nähe der Postfiliale in Wertheim, in der Nähe der evangelischen Kirche in Bestenheid und in Dertingen.

Weniger Information ...

Reichweite von DSL
Datenraten ADSL Reichweite
384 kbit/s down / 64 kbit/s up
768 kbit/s down / 128 kbit/s
1 Mbit/s down / 128 kbit/s up
2 Mbit/s down / 192 kbit/s up
3 Mbit/s down / 354 kbit/s up
6 Mbit/s down / 576 kbit/s up
16 Mbit/s down/1024 kbit/s up
VDSL / Entertain
ca. 4,0 km
ca. 3,8 km
ca. 3,5 km
ca. 2,9 km
ca. 2,5 km
ca. 1,7 km
ca. 0,8 km
ca. 0,5 km

Die ungefähren Werte für Entfernung und damit einhergehender möglicher Geschwindigkeit in der nebenstehenden Tabelle beruhen auf der alten DSL-16.000-Technik. Dieses "Längenproblem" kann umgangen werden, in dem Glasfaserkabel vom Hauptverteiler bis zum Kabelverzweigerkasten Ihres Wohngebietes verlegt werden, denn bei Glasfaserkabel spielt die Länge keine Rolle mehr (siehe FTTC). Nun ist nur noch die Länge des Kabels von diesem Kabelverzweigerkasten bis in Ihre Wohnung von Bedeutung. In sehr großen Ortschaften wie Nassig oder Reicholzheim, aber auch in Wertheim und Bestenheid kommen dann die in der nebenstehenden Tabelle genannten Werte doch wieder zum Tragen.

VDSL nennt sich die aktuelle DSL-Technologie, die 2016 breiten Einzug in Wertheim gehalten hat. Damit ist eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s möglich - allerdings nur bis zu einer Entfernung von ca. 300 Metern. Mit der Technik Vectoring erhöht sich die Geschwindigkeit auf 100 Mbit/s und in 600 Metern sind dann immer noch 50 Mbit/s verfügbar. Wohnen Sie aber weiter als 1.000 Meter entfernt vom Verteilerkasten, profitieren Sie kaum von der neuen Technik. Grafisch dargestellt ist dies im dritten Bild (138 KB) der folgenden Bildergalerie. Für eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s müssen also weitere Verteilerkästen ausgebaut werden.
 

Nach einem Zeitungsbericht legt eine europaweite Untersuchung der Internetgeschwindigkeit nahe, dass der EU-Bürger im Durchschnitt nur 75 Prozent der versprochenen Leistung erhält. Die gemittelte Schnelligkeit beim Herunterladen liegt demnach gerade einmal bei 38 Prozent. Dies verdeutlicht, dass es sich hierbei nicht um eine wertheim-spezifische Problematik handelt, sondern um eine grundsätzliche.
 

  

Geschwindigkeit selbst messen

Die Geschwindigkeit kann immer nur an einem bestehenden Telefonanschluss gemessen werden. Eine Vorhersage für einen Neubau ist also unmöglich. Es gibt verschiedene Internetseiten mit Hilfe derer man die Geschwindigkeit messen kann, beispielsweise http://www.speedtest.net. Diese Seiten sind oft mit Werbung überfrachtet. Achten Sie darauf, dass Sie nur auf die Schaltfläche "BEGIN TEST" klicken. Ein solcher Test ist immer eine Momentaufnahme, klicken Sie daher wenigstens zwei mal auf "TEST AGAIN", um den Test zu wiederholen. Die Seite http://www.breitbandmessung.de ist ohne Werbung, jedoch müssen einige Fragen beantwortet werden.
 
Um ein aussagefähiges Ergebnis zu erhalten, muss der Computer über ein Kabel an den Router angeschlossen sein. Eine Messung über WLAN ergibt ein falsches (schlechteres) Ergebnis mit einer erheblichen Abweichung. Führen Sie den Test zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Tagen durch. Sie werden feststellen, dass jedes Mal ein anderes Ergebnis angezeigt wird. Die Geschwindigkeit variiert also auch nach der allgemeinen Auslastung des Internets. Meist ist es abends deutlich langsamer als vormittags.
 

Internet via Funk (LTE)

Funkturm in Lindelbach

LTE (Long Term Evolution) ist ein Mobilfunkstandard der vierten Generation. Er resultiert aus der Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehens, dessen freigewordene Frequenzen nun genutzt werden können (Digitale Dividende).

Die Technik stellt beachtliche Datenübertragungsraten zur Verfügung. Entscheidend dabei ist eine Sichtverbindung zum nächstgelegenen LTE-Antennenstandort. Dessen Richtung wird angezeigt, wenn Sie eine Verfügbarkeitsabfrage für Ihre Adresse auf den Internetseiten der großen Anbieter durchführen.
 
Die Abdeckung der Wertheimer Gemarkung mit LTE der Anbieter Telekom und Vodafone ist weit fortgeschritten. Der Ausbau in Reicholzheim und Waldenhausen erfolgte im Mai 2015. In Höhefeld ging der LTE-Funk im Dezember 2018 in Betrieb. Der neue Funkmast in Dörlesberg ging im Dezember 2019 in Betrieb.
 
Funklöcher im eigentlichen Sinne des Wortes gibt es in Wertheim nicht. Es kann jedoch sein, dass in einzelnen Ortschaften nur D1 (Telekom) oder nur D2 (Vodafone) verfügbar ist. Auch O2 (Telefonica) ist in Wertheim vertreten, jedoch selten mit LTE. Dies gilt es zu bedenken, wenn Sie eine Mobilfunk-Karte bei Aldi oder Tschibo kaufen.

Hybrid: Festnetz beschleunigen mit LTE

Mit LTE kann die Leistungsfähigkeit eines kabelgebundenen Internet-Anschlusses verbessert werden, sogenanntes Hybrid-DSL. Bei dieser Kombination von LTE und herkömmlichem DSL-Anschluss wird die Kabelanbindung mittels Funk auf eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s aufgestockt. Es wird jedoch ein spezieller Hybrid-Router benötigt, der unwesentlich mehr als ein herkömmlicher Router kostet (ca. 5 Euro pro Monat).
 

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Wertheim
Günter Hartig
Telefon 09342 / 301-322
Telefax 09342 / 301-501
E-Mail-Kontakt