Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses

Abhängig von der Länge des Telefonkabels aus Kupfer

Üblicherweise kommt das DSL-Signal über das aus Kupfer bestehende Telefonkabel in Ihre Wohnung. Nun hat dieses DSL-Signal aber nur eine beschränkte Reichweite, die Qualität nimmt mit zunehmender Entfernung vom Verteilerstandort deutlich ab. Entscheidend für die Geschwinigkeit ist also die Länge des Kupferkabels von Ihrer Wohnung bis zum nächsten Verteilerkasten.

Weniger Information ...

Seit 2019 sind alle wichtigen Verteilerkästen in Wertheim an Glasfaserkabel angebunden, um die flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s sicherzustellen. Die aktuelle DSL-Technologie nennt sich VDSL und hat bereits 2016 breiten Einzug in Wertheim gehalten. Damit war eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s möglich. Mit der Technik Vectoring erhöhte sich die Geschwindigkeit auf 100 Mbit/s und mit Vectoring 2 auf bis zu 250 Mbit/s. Diese extrem hohe Geschwindigkeit ist aber nur sehr nahe am Verteilerkasten möglich. Sie reduziert sich auf ca. 100 Mbit/s in 300 Metern und ca. 50 Mbit/s in etwa 600 Metern Entfernung. Dies kommt in großen Stadtteilen durchaus zum Tragen. Kleine Ortschaften profitieren in der Form, dass sie eine flächendeckende Versorgung mit 100 Mbit/s haben.

Wohnen Sie aber abgelegen weiter als 1.000 Meter entfernt vom Verteilerkasten, profitieren Sie kaum von der neuen Technik. Immerhin sind die zwei am schlechtesten versorgten Adressen noch mit 5 Mbit/s versorgt, und somit deutlich besser als früher. Auch hier arbeiten Stadt Wertheim und Main-Tauber-Kreis an einer Verbesserung der Situation. Grafisch dargestellt ist dies im nebenstehenden Bild.
 

Nach einem Zeitungsbericht legt eine europaweite Untersuchung der Internetgeschwindigkeit nahe, dass der EU-Bürger im Durchschnitt nur 75 Prozent der versprochenen Leistung erhält. Die gemittelte Schnelligkeit beim Herunterladen liegt demnach gerade einmal bei 38 Prozent. Dies verdeutlicht, dass es sich hierbei nicht um eine wertheim-spezifische Problematik handelt, sondern um eine grundsätzliche.
 

  

Geschwindigkeit selbst messen

Die Geschwindigkeit kann immer nur an einem bestehenden Telefonanschluss gemessen werden. Eine Vorhersage für einen Neubau ist also unmöglich. Es gibt verschiedene Internetseiten mit Hilfe derer man die Geschwindigkeit messen kann, beispielsweise http://www.speedtest.net. Diese Seiten sind oft mit Werbung überfrachtet. Achten Sie darauf, dass Sie nur auf die Schaltfläche "GO" klicken. Ein solcher Test ist immer eine Momentaufnahme, klicken Sie daher wenigstens zwei mal auf "GO", um den Test zu wiederholen. Die Seite http://www.breitbandmessung.de ist ohne Werbung, jedoch müssen einige Fragen beantwortet werden.
 
Um ein aussagefähiges Ergebnis zu erhalten, muss der Computer über ein Kabel an den Router angeschlossen sein. Eine Messung über WLAN ergibt ein falsches (schlechteres) Ergebnis mit einer erheblichen Abweichung. Führen Sie den Test zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Tagen durch. Sie werden feststellen, dass jedes Mal ein anderes Ergebnis angezeigt wird. Die Geschwindigkeit variiert also auch nach der allgemeinen Auslastung des Internets. Meist ist es abends deutlich langsamer als vormittags.
 

Internet via Funk (LTE)

Funkturm in Lindelbach

LTE (Long Term Evolution) ist ein Mobilfunkstandard der vierten Generation. Er resultiert aus der Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehens, dessen freigewordene Frequenzen nun genutzt werden können (Digitale Dividende).

Die Technik stellt beachtliche Datenübertragungsraten zur Verfügung. Entscheidend dabei ist eine Sichtverbindung zum nächstgelegenen LTE-Antennenstandort. Dessen Richtung wird angezeigt, wenn Sie eine Verfügbarkeitsabfrage für Ihre Adresse auf den Internetseiten der großen Anbieter durchführen.
 
Die Abdeckung der Wertheimer Gemarkung mit LTE der Anbieter Telekom und Vodafone ist weit fortgeschritten, und auch O2/Telefonica baut das Netz ständig weiter aus. Der Ausbau in Reicholzheim und Waldenhausen erfolgte im Mai 2015. In Höhefeld ging der LTE-Funk im Dezember 2018 in Betrieb und der neue Funkmast in Dörlesberg sendet seit Dezember 2019. Im Mai 2020 hat O2/Telefonica in Mondfeld und Reicholzheim LTE aufgerüstet.
 
Funklöcher im eigentlichen Sinne des Wortes gibt es in Wertheim nicht. Es kann jedoch sein, dass in einzelnen Ortschaften nur einer oder zwei der drei Anbieter verfügbar ist. So ist in Kembach nur das Telefonieren mit D2 möglich, in Sonderriet hingegen ist die Versorgung mit O2 hervorragend.

Hybrid: Festnetz beschleunigen mit LTE

Mit LTE kann die Leistungsfähigkeit eines kabelgebundenen Internet-Anschlusses verbessert werden, sogenanntes Hybrid-DSL. Bei dieser Kombination von LTE und herkömmlichem DSL-Anschluss wird die Kabelanbindung mittels Funk auf eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s aufgestockt. Es wird jedoch ein spezieller Hybrid-Router benötigt, der unwesentlich mehr als ein herkömmlicher Router kostet (ca. 5 Euro pro Monat). Diese Hybrid-Lösung bietet derzeit nur die Telekom. Jedoch ist auch Vodafone dafür bekannt, sehr gute Internet-Anbindungen über LTE anzubieten.
 

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Wertheim
Günter Hartig
Telefon 09342 / 301-322
Telefax 09342 / 301-501
E-Mail-Kontakt