Wie geht die Glasfasererschließung innerorts weiter?

Entscheidung in Sachen Breitbandausbau steht bevor

Die Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis ist ein bedeutendes Thema für alle Städte und Gemeinden – auch für Wertheim. Nachdem bereits eine gute Basisversorgung besteht, startet bald die Erschließung der weißen Flecken und die Verdichtung der Versorgung in den Gewerbegebieten. Entschieden wird in Kürze auch das Vorgehen zur innerörtlichen Erschließung. Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises bereitet momentan die nächsten Schritte vor. Darüber berichtet das Landratsamt.

Der Main-Tauber-Kreis mit seinen Städten und Gemeinden hat seit 2017 konsequent an der Breitbanderschließung gearbeitet. Inzwischen kann die Bevölkerung eine gute Breitbandbasis nutzen. Die Breitbanderschließung hat während der Corona-Pandemie maßgeblich dazu beigetragen, dass Firmen und Behörden die Digitalisierung zügig vorantreiben konnten.

Inzwischen wurde mit dem Unternehmen „NGN Fiber Network“ aus Aubstadt vertraglich vereinbart, dass ab Ende Februar 2021 die Erschließung der bisherigen weißen Flecken und die Verdichtung der Versorgung der Gewerbegebiete beginnen kann. Planmäßig startet das Unternehmen von Boxberg und von Wertheim kommend mit der Erschließung der weißen Flecken und der Gewerbegebiete. Die weißen Flecken liegen häufig in Außenbereichen und Wohnrandlagen.

In Kürze wird entscheiden, wie der weitere Breitbandausbau und die innerörtliche Erschließung mit Glasfaser erfolgen. Eine Möglichkeit ist ein geförderter Ausbau. Hierzu bedarf es eines Markterkundungsverfahrens und einer europaweiten Ausschreibung. Mit Unterstützung des Bundes und des Landes wird der Zuschlag für die Bauarbeiten an die Firma erteilt, die sich in der Ausschreibung durchsetzt.

Die Alternative zum geförderten Ausbau ist der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Unternehmen ohne öffentliche Förderung. Inzwischen haben die „Breitbandversorgung Deutschland“, die „Deutsche Glasfaser“ und das Unternehmen „Deutsche GigaNetz“ ihr Interesse bekundet. Bei allen Unternehmen handelt es sich um Konzerne, die über internationales Kapital verfügen und in der Breitbandentwicklung gute wirtschaftliche Chancen sehen. Ein eigenwirtschaftlicher Ausbau ist allerdings nur dann möglich, wenn eine Vorvermarktungsquote erreicht wird, also genügend Haushalte sich bereits vorab für einen Anschluss entscheiden. Daher muss das Landratsamt zunächst mit den Städten und Gemeinden die Basis für das Vorgehen zur innerörtlichen Erschließung festlegen. Landrat Reinhard Frank hat deshalb zu einer Bürgermeisterdienstversammlung eingeladen, in der die Möglichkeiten erörtert, bewertet und beschlossen werden.

Informationen zur Breitbandinfrastruktur und zum Ausbaukonzept gibt es unter www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau. Näheres zur Internetversorgung speziell in Wertheim gibt es unter www.wertheim.de/internetversorgung.

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