Wertheim wächst mit seinen Ortschaften

Elf neue Bauplätze in Reicholzheim erschlossen

Elf zusätzliche Bauplätze gibt es im Wohnbaugebiet „Schillgraben“ in Reicholzheim. Am Mittwoch wurde der dritte Abschnitt offiziell übergeben. Foto: Stadt Wertheim

Die Lage spricht schon für sich: Neun der elf frisch erschlossenen Bauplätze entlang der neu geschaffenen Straße „Tauberblick“ im Reicholzheimer Wohngebiet „Schillgraben“ sind bereits verkauft oder reserviert. „Wertheim will wachsen“, betonte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez am Mittwoch bei der offiziellen Übergabe des Baugebiets.

Die neuen Bauplätze seien ein „Signal“, dass Wertheim „in seiner Gesamtheit“ wachsen solle. Damit gemeint seien „sowohl die Kernstadt als auch die Ortschaften“, erläuterte der OB. Dafür brauche es den entsprechenden Platz und Wohnungen, so Herrera Torrez weiter. Seit 2018 setze die Stadt die Empfehlungen einer Wohnungsmarktuntersuchung um.

Neben der Intensivierung des Geschosswohnungsbaus und der Sanierung des Altbestands sollen auch weitere Bauplätze ausgewiesen werden, erklärte der Oberbürgermeister. Als Ziel sollen pro Jahr bis zu 50 Baugrundstücke auf den Markt gebracht werden. 2019 werden insgesamt 57 Bauplätze entstanden sein, in Dietenhan, Dörlesberg, Höhefeld und Kembach. „Wertheim wächst gemeinsam mit seinen Ortschaften“, freute sich OB Herrera Torrez.

Als Wohnort bietet Reicholzheim viele Pluspunkte – von der idyllischen Lage über die gute Verkehrsanbindung bis zur lebendigen Dorfgemeinschaft dank rühriger Vereine. Dazu komme im nächsten Jahr die Umrüstung des Gemeindezentrums. Auf rund einem Hektar Fläche sind die elf Bauplätze mit Grundstücksgrößen zwischen 650 und 1.100 Quadratmeter entstanden. Der Verkaufspreis liegt bei 109 Euro pro Quadratmeter. Man verzeichne einen „großen Ansturm“ von Interessierten, so der Oberbürgermeister. Zwei Bauplätze sind bereits verkauft und sieben Grundstücke reserviert. Ab 2020 können in einem vierten Abschnitt des Baugebiets noch etwa 20 weitere Bauplätze erschlossen werden.

Die neu geschaffene Straße trägt den offensichtlich selbsterklärenden Namen „Tauberblick". Foto: Stadt Wertheim

„Top funktioniert“ habe die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung, Stadtwerke und der Baufirma, freute sich Ortsvorsteher Sebastian Sturm. Die Erweiterung des Wohnbaugebiets sei wichtig für die örtliche Bevölkerung. Viele Reicholzheimer würden die Chance nutzen, um im Ort zu bleiben oder zurückzukehren. Als eine nächste Aufgabe sah er zudem die Sicherstellung der Nahversorgung.

Was die Versorgung der Grundstücke selbst betrifft, haben alle einen Wasser-, Gas- und Stromanschluss der Stadtwerke Wertheim. Die Entwässerung des Baugebiets ist im Mischsystem konzipiert. Schmutz- und Regenwasser wird in das bestehende Kanalnetz geleitet. Außerdem haben Stadt und Stadtwerke Vorarbeiten für schnelleres Internet geleistet. „Wir sind in der Lage, jedes Haus mit Glasfaser zu versorgen“, betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Beier. Winziger Wermutstropfen: Aktuell fehlen wegen Lieferverzögerungen noch die insgesamt acht Straßenlampen. Diese installiere man aber voraussichtlich schon in der nächsten Woche nach, erklärte Beier.

Die Auftragssumme für Straßenausbau und Kanalverlegung lag bei rund 437.000 Euro. Die Planungen dafür entwarf das Ingenieurbüro Mütsch aus Tauberbischofsheim. Nach der Auftragsvergabe durch den Gemeinderat im Februar dieses Jahres hat die Firma Konrad Bau die Arbeiten zwischen Juni und September ausgeführt. Prokurist Robert Himmel würdigte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. OB Herrera Torrez und Ortsvorsteher Sturm lobten die zügige Fertigstellung.

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