Wertheim steht an der Seite der Ukraine

Hunderte bei Kundgebung auf dem Marktplatz

Teilnehmer der Kundgebung mit klaren Statements zum Krieg gegen die Ukraine. Foto: Stadt Wertheim

Rund 400 Menschen haben sich am Mittwochabend zu einer Kundgebung auf dem Wertheimer Marktplatz versammelt. Sie demonstrierten gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und bekundeten ihre Solidarität mit dem überfallenen Land. Der Angriff sei völkerrechtswidrig und durch nichts zu rechtfertigen. Es handele sich um „einen Angriff auf die Demokratie, auf die Rechtsstaatlichkeit und auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Er muss sofort beendet werden“, forderte Bürgermeister Wolfgang Stein in seinem Grußwort.

Stein dankte in seinem Grußwort dem breiten gesellschaftlichen Bündnis, das sich spontan gebildet habe, um die Veranstaltung zu organisieren. Hier zeige sich erneut, „dass wir Wertheimerinnen und Wertheimer in schwierigen Zeiten zusammenrücken, uns unterhaken und zusammenstehen“.

In enger Abstimmung mit dem Landkreis bereite sich die Stadt auf die Aufnahme Geflüchteter vor. Die Verwaltung koordiniere Hilfsangebote und schaffe geeignete Strukturen für die Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen aus der Ukraine. „Wir werden diese Menschen bei uns willkommen heißen“, versicherte der Bürgermeister. Er appellierte, nicht zuzulassen, dass der Konflikt in die Stadtgemeinschaft hineingetragen werde. „Der Wille zum Frieden eint uns alle.“

Rund 400 Menschen nahmen an der Kundgebung für Frieden in der Ukraine auf dem Marktplatz teil. Foto: Stadt Wertheim

Neben Stein sprachen auf der Kundgebung Repräsentantinnen und Repräsentanten der im Gemeinderat vertretenen politischen Parteien, der beiden Kirchen und der islamisch-türkischen Gemeinde. Eine Vertreterin des Vereins „Willkommen in Wertheim“ rief das Netzwerk der Hilfe bei Inbetriebnahme der Landeserstaufnahmeeinrichtung 2015 in Erinnerung. Sie rief dazu auf, den nun aus der Ukraine zur Flucht gezwungenen ebenfalls Solidarität und Unterstützung zukommen zu lassen.

Besonders eindrucksvoll und berührend waren Beiträge von Menschen aus der Ukraine. Es kamen Mitbürger zu Wort, die bereits seit längerem in Wertheim leben und nun um das Leben ihrer Angehörigen in der Heimat fürchten. Zu hören waren aber auch Schilderungen von gerade erst in Wertheim eingetroffenen Ukrainern, die die ersten Tage des russischen Angriffskrieges erlebten und denen im Bombenhagel der russischen Armee die Flucht geglückt ist. Eine junge ukrainische Frau bedankte sich bei den Wertheimern für die Aufnahme und die Hilfsbereitschaft, um dann anzufügen: „Aber ich will nach Hause“.

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