Trockener Sommer drückte Umschlag im Mainhafen

Bericht im Zweckverband / Landrat übernimmt Vorsitz

Die Sanierung des Krans im Mainhafen Wertheim ist fast abgeschlossen. Foto: Stadt Wertheim

 Als Stellvertreter eröffnete und als Vorsitzender schloss Landrat Reinhard Frank am Dienstag die Sitzung des Zweckverbandes Mainhafen. Dazwischen lag die routine- aber nicht turnusgemäße Neuwahl. Routinemäßig, weil sich Landrat und Wertheims Oberbürgermeister alle drei Jahre abwechseln. Nicht im regulären Turnus, weil Stefan Mikulicz eigentlich noch ein Jahr den Vorsitz inne gehabt hätte, seine Amtszeit als Oberbürgermeister aber bekanntlich am 30. April geendet hat. So rückte der Landrat vorzeitig nach, er führt nun den Zweckverband vom 1. Juni an bis zum 31. Mai 2022. Dann ist der neue OB Markus Herrera Torrez an der Reihe, der jetzt zum Stellvertreter gewählt wurde.

Neben dieser Neuwahl befasste sich die Zweckverbandsversammlung zunächst mit dem Ergebnis der Eigenprüfung des vergangenen Wirtschaftsjahres und stellte dann den Jahresabschluss 2018 fest. Der wies mit rund 9.072 Euro einen kleinen Gewinn auf. Gerechnet hatte man mit einem ausgeglichenen Ergebnis. „Unter dem Strich ist das Jahr erfreulich verlaufen“, meinte Geschäftsführer Helmut Wießner. Und das, obwohl die große Trockenheit 2018 der Schifffahrt gehörige Einschränkungen bescherte und die Umschlagszahlen signifikant zurückgingen. „Sage noch einer, wir hätten keinen Klimawandel“, so der Landrat.

Nicht nur Erfreuliches hatte Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender der ZG Raiffeisen, zu berichten. Nach wie vor laute die Philosophie, dass Massengüter auf dem Wasser oder auf der Schiene transportiert werden sollten. Doch sei man im vergangenen Jahr über Wochen nicht in der Lage gewesen, die Kunden auf dem Wasserweg zu versorgen. Und doch: „Im Vergleich zu anderen Standorten ist der Mainhafen Wertheim noch mit einem blauen Auge davongekommen“, resümierte Glaser.

Auf der Bremse stehen muss man derzeit noch bei den geplanten Investitionen. So hätte man im laufenden Jahr gerne das geplante Düngemittellager realisiert. Das aber ist, ebenso wie die notwendige Erschließungsstraße, noch nicht genehmigt. Eine „künstliche Trennung“ beider Vorhaben, wie von Werner Kozyra vorgeschlagen, würde die Sache aber nicht vereinfachen, sondern noch komplizierter machen, war Geschäftsführer Wießner überzeugt. Die lange Prüf- und Genehmigungszeit ist nach Aussage des ZG-Vorstandsvorsitzenden zwar unangenehm, aber auch nicht ungewöhnlich.

Immerhin, etwas Erfreuliches gab es doch. Die Generalsanierung des Krans liegt laut Wießner im Zeit- und bleibt wohl auch im Kostenplan. Für die Investition stehen 750.000 Euro bereit. Schon jetzt leuchtet der Kran im Mainhafen in neuem, frischem Grün und bald, so der Geschäftsführer optimistisch, verfüge man wieder über einen funktionierende Technik.

Das Wirtschaftsjahr 2019, so erläuterte der Geschäftsführer weiter, verläuft planmäßig. So wird es, nach derzeitigem Stand, wohl auch zu einem Minus in Höhe von 8.000 Euro kommen. Für 2020 ist ausweislich des danach beschlossenen Wirtschaftsplanes sogar ein Verlust von 16.500 Euro einkalkuliert. „Aber das reguliert sich in den Folgejahren wieder.“

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Wertheim
Telefon 09342 / 301-0
Telefax 09342 / 301-500
E-Mail-Kontakt