Testen, impfen und möglichst zuhause bleiben

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Schulung im Rathaus: Als Arbeitgeber bietet die Stadtverwaltung ihren Beschäftigten regelmäßig Corona-Schnelltests an. Foto: Stadt Wertheim

Als unpopulär, aber sinnvoll bewertet der Corona-Lenkungsstab der Stadt Wertheim das Inkrafttreten nächtlicher Ausgangsbeschränkungen ab 1. April. Der Landkreis, der diese Maßnahme angeordnet hat, setze damit die Vorgaben des Landes zur „Notbremse“ konsequent um. Angesichts einer 7-Tage-Inzidenz von über 170 und eines diffusen Infektionsgeschehens sei es richtig, nicht zuzuwarten, sondern zu handeln.

Dass man ab Gründonnerstag die Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr nur noch aus triftigem Grund verlassen darf, soll helfen, Kontakte zu reduzieren und damit Infektionen zu vermeiden. „Wir wissen, dass viele Ansteckungen im privaten Bereich passieren“, erläuterte Ordnungsamtsleiter Volker Mohr. Abendliche Besuche oder Treffen im Freien, zu denen die milderen Temperaturen verleiten, sollen deshalb unterbleiben.


Teste, testen, testen
Das kommunale Testzentrum in der Main-Tauber-Halle bietet Schnelltests auch an den Osterfeiertagen an (wir berichteten). Bürgermeister Wolfgang Stein lobte die hohe Motivation und die gute Organisation der Helferteams von DRK, DLRG und Feuerwehr. „Das läuft alles sehr ruhig und geordnet ab.“ Ordnungsamtsleiter Volker Mohr wies nochmals darauf hin, dass das Testangebot derzeit nur Volljährigen offenstehe. Dazu habe man sich auf Empfehlung des DRK entschieden, weil die Testung von Minderjährigen eine Einverständniserklärung beider Elternteile voraussetzt. „Das wird dann schnell umständlich und in manchen Fällen auch kompliziert“, so Volker Mohr.

Wie bereits angekündigt, steht die Stadt zur Ausweitung der Kapazitäten für „Bürgertests“ auch in Gesprächen mit privaten Anbietern. Nach aktuellem Stand der Planung werden in Kürze zwei weitere Teststellen ihren Betrieb aufnehmen – eine in der Innenstadt, eine in Bestenheid.
Auch die Unternehmen sind aufgerufen, ihren Beschäftigten regelmäßige Tests anzubieten. Die Stadt Wertheim sieht sich hier in einer Vorbildfunktion und hat eine entsprechende Teststruktur aufgebaut. die nicht nur das Rathaus abdeckt, sondern auch die Außenstellen. Nach der Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden nun diese Woche die ersten Tests statt.


Impfen, impfen, impfen
Nach Ostern sollen – endlich – auch die Hausärzte impfen dürfen. Der Lenkungsstab hofft, dass die Beschränkung des AstraZenica-Impfstoffs auf Personen über 60 Jahren dieses Vorhaben nicht bremst. Die Wertheimer Hausärzte jedenfalls sind vorbereitet. Sie haben Patientenlisten angelegt und bieten konkrete Impftermine an.


Schulbetrieb nach Ostern noch offen
Für Schulkinder beginnen jetzt die Osterferien. Noch ist unklar, wie es anschließend weitergeht. Die Landesregierung will darüber abhängig von der Infektionsentwicklung nächste Woche entscheiden. Die Szenarien reichen von Verlängerung der Ferien bis zur Rückkehr zum Wechsel- oder Präsenzunterricht.
 
Ebenfalls noch nicht klar ist das genaue Procedere der regelmäßigen Testung der Schülerinnen und Schüler nach Ostern. Die Stadtverwaltung hat als Schulträger das benötigte Kontingent bestellt. Der erste Teil der Lieferung von rund 5.200 Testkits ist bereits da, der Rest ist für nächste Woche zugesagt. Es handelt sich dabei um Selbsttests, die voraussichtlich unter Aufsicht der Lehrerinnen und Lehrer in der Schule vorgenommen werden sollen. Die Landesregierung will in Kürze auch entscheiden, ob es dem Beispiel anderer Bundesländer folgt und die Tests künftig verpflichtend sind.

Informationen zur Corona-Pandemie stehen auf der Internetseite der Stadt unter www.wertheim.de/corona.

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