Stadt unterstützt Vereine in der Corona-Krise

Entlastung der Finanzen und kostenlose Fortbildung

Leere Sportplätze, kaum Aktivitäten, keine Veranstaltungen: Vereine trifft die Corona-Krise hart. Die Stadt Wertheim bietet Unterstützung. Foto: Stadt Wertheim

Auch die Wertheimer Vereine haben mit vielfältigen Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Aktivitäten sind stark eingeschränkt oder gar nicht möglich, der Kontakt zu den Mitgliedern läuft auf Sparflamme, und mangels Veranstaltungen brechen wichtige Einnahmen weg. Die Stadt Wertheim hat den Vereinen deshalb mehrfache Unterstützung angeboten.

So verzichtet die Stadt rückwirkend für das Jahr 2020 auf die finanzielle Beteiligung der Vereine an den Bewirtschaftungskosten bei der Nutzung städtischer Räumlichkeiten. Darüber hat Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez die betroffenen Vereine dieser Tage schriftlich informiert. „Damit wollen wir das ehrenamtliche Engagement in dieser schwierigen Zeit würdigen und unterstützen“, heißt es in dem Schreiben.

Im Dezember bereits hatte der OB den Vereinen das Angebot gemacht, dass sie 2021 eine Versammlungs- oder Veranstaltungshalle für eine Mitgliederversammlung oder eine Vereinsveranstaltung mietfrei nutzen können. Damit will die Stadt auch jenen Vereinen helfen, die keine eigenen ausreichend großen Räume haben, in denen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können.

Außerdem hat die Stadt die Vereinsvorstände zur kostenlosen Teilnahme an drei Fortbildungsveranstaltungen eingeladen. Die Seminare sollen im Laufe dieses Jahres online oder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Die Vereine konnten unter fünf Themen auswählen. Inzwischen liegt das Ergebnis der Abfrage vor: 52 Vereine wollen das Angebot gerne annehmen. 90 Prozent der Rückmeldungen begrüßen das Format eines Online-Seminars. Am stärksten nachgefragt sind die Themen „Digitale Kompetenzen in Vereinen“, „Rechts- und Haftungsfragen“ sowie „Finanzen und Steuern“. Das Referat Bildung und Familie sucht nun geeignete Referenten für diese Themen und macht sich an die Organisation der Fortbildungsreihe. Im ersten Halbjahr sollen zwei Veranstaltungen angeboten werden, die dritte dann im zweiten Halbjahr.

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez sieht die Vereine als „wichtige Partner in der gemeinsamen Bewältigung der Corona-Krise.“ Die Pandemie bedeute gleichzeitig eine enorme zusätzliche Belastung für alle Ehrenamtlichen. Deshalb wolle die Stadt in der angebotenen Form einen Beitrag zur Stabilisierung der Vereinsfinanzen und zur Unterstützung der Menschen leisten, die in den Vereinen Verantwortung tragen.

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