Stadt federt Preiserhöhung für Mittagessen ab

"Ein-Euro-Essen" für Familienpassinhaber ab 2023

Für Familienpassinhaber führt die Stadt ab dem Jahr 2023 das „Ein-Euro-Essen“ in Schule und Kita ein. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

Alles wird teurer, auch die Mittagsverpflegung in den Wertheimer Schulen und Kindertagesstätten. Die Zulieferer haben zum Beginn des neuen Schuljahres Preiserhöhungen angekündigt. Diese wird die Stadt aber erst ab dem 1. Januar 2023 an die Eltern weitergeben. Und für Familienpassinhaber wird der Preis pro Essen einheitlich auf einen Euro gesenkt. Diesem Vorschlag der Verwaltung hat der Ausschuss für Verwaltung und Finanzen am Montag zugestimmt.

Die Preisanhebungen der Caterer seien abzusehen gewesen, sagte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez einleitend. „Es ist völlig klar, dass wir uns nicht von der allgemeinen Preisentwicklung abkoppeln können.“ Deshalb könne die Stadt die Differenz zwischen altem und neuen Preis nur für begrenzte Zeit – bis zum Jahresende - übernehmen. Man wolle aber auch für einen sozialen Ausgleich sorgen und zielgerichtet jene Familien dauerhaft entlasten, die darauf besonders angewiesen sind. Dafür habe man mit Einführung des „Ein-Euro-Essens“ für Familienpassinhaber einen gangbaren und für die Stadt finanzierbaren Weg gefunden, zeigte sich der OB überzeugt. „Ein warmes Mittagessen muss für jedes Kind möglich sein. Das darf nicht an der finanziellen Situation der Familie scheitern.“

Natalja Mehler aus dem Referat Bildung und Familie der Stadtverwaltung erläuterte dem Ausschuss die bisherige und künftige Preisstruktur und die Kosten für die Stadt. Bislang sind für Mittagessen in den Schulen zwischen 3,50 Euro und 3,80 Euro zu bezahlen. Ab dem 1. Januar werden es 4,80 Euro sein. In den Kindertagesstätten liegt der Preis bisher bei durchschnittlich 3,30 Euro. Wie hoch die Kosten künftig sein werden, steht noch nicht fest, da hierüber auch die Freien Träger entscheiden. Durch Übernahme von Personalkosten, Zuschüsse und die Vergünstigungen des Familienpasses subventioniert die Stadt die Mittagsverpflegung in Schulen und Kitas bislang mit 276.000 Euro jährlich. Ab dem 1. Januar werden es 305.000 Euro sein. Dazu kommen noch einmalig rund 20.000 Euro für die Übernahme der Preiserhöhung von September bis Dezember.

Der Verwaltungs- und Finanzausschuss beschloss den Verwaltungsvorschlag nach ausführlicher Diskussion bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Als ein Ergebnis der Debatte sicherte der Oberbürgermeister abschließend zu, man werde die Ausgestaltung des Familienpasses im Auge behalten. „Wo sich Spielräume ergeben, werden wir diese zielgerichtet nutzen.“

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