Schlösschen zeigt "Maler der Atmosphäre"

Neue Sonderausstellung über Eugen Bracht

Eugen Bracht, Erinnerung an den Holoh, 1896, Privatbesitz Foto: F. Lehmkühler

Das Museum „Schlösschen im Hofgarten“ widmet seine neue Sonderausstellung dem Künstler Eugen Bracht (1842-1921). Vom 15. September bis 1. Dezember zeigt das Museum unter dem Titel „Maler der Atmosphäre – sein Werk und seine Schüler“ Bilder des Landschaftsmalers sowie eine Auswahl von Arbeiten seiner zahlreichen Schüler.

Eugen Bracht wurde 1842 in Morges am Genfersee geboren. 1850 zog die Familie nach Darmstadt. Johann Wilhelm Schirmer holte Bracht ab 1859 als Student an die Karlsruher Kunstschule. Dort war er mit vielen namhaften Künstlern, darunter Emil Lugo und Hans Thoma, zusammen. Ein Privatstudium bei dem norwegischen Landschaftsmaler Hans Fredrik Gude in Düsseldorf brach er ab, um in Berlin als Wollhändler zu arbeiten. Doch seine Ehefrau, die Tochter des Hofkünstlers Ludwig Deurer, beeinflusste ihn, sich wieder der Malerei zuzuwenden.

Eugen Bracht, Matterhorn, 1898, Privatbesitz Foto: F. Lehmkühler

Eugen Bracht hatte eine kaum überschaubare Zahl an Schülern, u.a. Ludwig Dettmann, Johannes Freiherr von Eckardstein, Oscar Frenzel, Carl Langhammer, Otto Modersohn sowie Karl Schirm. Die genannten Künstler sind alle in der Wertheimer Ausstellung vertreten.
 
Bracht stand der Berliner Secession nahe und soll sogar seine Schüler überredet haben, dort Mitglied zu werden. Er verließ Berlin, weil er mit seinem eigenwilligen Stil vom Kaiser kritisiert wurde, und ging 1902 nach Dresden. Ab 1904 beschäftigte er sich mit dem Thema der Industrielandschaften.
 
Die Ausstellung in Wertheim zeigt überwiegend Gemälde aus Privatbesitz. Sie wird von einem Vortragsprogramm begleitet und es erscheint eine Begleitpublikation.
 
Öffnungszeiten des Museums „Schlösschen im Hofgarten“: Dienstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 12 bis 18 Uhr. Weitere Infos unter www.schloesschen-wertheim.de.

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