Rechtsstreit um Tauberbrücke ist beigelegt

Stadt und Baufirma schließen Vergleich

Der Rechtsstreit um die Tauberbrücke – hier die Baustelle im November 2016 – ist beigelegt. Archivfoto: Stadt Wertheim

Der seit fünf Jahren schwelende Rechtsstreit um Mängel am Neubau der Tauberbrücke ist beigelegt. Die Stadt Wertheim und die Baufirma Adam Hörnig Aschaffenburg haben sich außergerichtlich auf einen Vergleich geeinigt. Der Gemeinderat hat dem Vergleich in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Den Weg zur Einigung hat ein unabhängiges Schiedsgutachten geebnet.

Zum Ausgleich aller wechselseitigen Forderungen wurde folgende Vereinbarung getroffen: Die Baufirma behebt einen Baumangel an der Übergangskonstruktion der Brückenwiderlager noch in diesem Jahr. Weitere kleinere Mängel und Nachbesserungen gibt die Stadt auf eigene Kosten in Auftrag. Der Baufirma zahlt sie einen Schlussbetrag in Höhe von 685.000 Euro. Die Kosten für das Schiedsgutachten und das Gericht teilen sich beide Parteien je zur Hälfte. 

Im März 2017 war nach einem Jahr Bauzeit der Ersatzneubau der Tauberbrücke für den Verkehr frei gegeben worden. Doch die „Nachwehen“ zogen sich noch Jahre hin. Die Stadt machte Mängel an der Ausführung einiger Gewerke und Ausschreibungsdetails geltend und verweigerte die von der Baufirma geforderte Schlusszahlung in Höhe von 1,4 Mio. Euro. 2019 reichte die Stadt, nachdem keine Einigung möglich war, Klage ein. Das Verfahren ruhte, weil beide Parteien 2020 eine Schiedsvereinbarung abschlossen, das heißt: Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sollte die streitigen Mängel prüfen und bewerten und am Ende entscheiden, ob die Beanstandungen begründet sind.

Seit April liegt das Gutachten vor und beide Parteien erkannten das Ergebnis an. Damit war der Weg für die außergerichtliche Einigung frei. Die Stadt hat in den Vorjahren vorsorglich ausreichend Haushaltsüberträge in Höhe von rund 825.000 Euro gebildet, so dass die vereinbarten Aufwendungen finanziert werden können.

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