Projekt "StadtGrün naturnah" beginnt

Impulse für mehr Natur in der Stadt

Die erste Hürde ist genommen. Als eine von nur 16 Kommunen bundesweit ist die Große Kreisstadt Wertheim für die Teilnahme am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ ausgewählt worden. „Ich freue mich sehr über den Erfolg unserer Bewerbung“, sagte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez über diese Nachricht. „Und das nicht nur, weil ich damit eines meiner Wahlversprechen habe einlösen können.“ Der Bewertungsprozess hat offiziell am 1. Oktober begonnen. Er wird etwa ein Jahr dauern und am Ende soll die Verleihung des Labels in einer der drei Qualitätsstufen „Gold“, „Silber“ oder „Bronze“ stehen.

Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, dem die Stadt auf Beschluss des Gemeinderats im Juli beigetreten war, hat Wertheim neben Bewerbern wie Bielefeld, Düsseldorf, Freiburg, Mönchengladbach und Ravensburg für die Teilnahme am Labeling-Verfahren ausgewählt.
 
Honoriert werden beispielsweise die Verwendung heimischer Arten bei der Baumpflanzung oder die Anlage von Blühwiesen im innerstädtischen Bereich. „Menschen brauchen Grünflächen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld“, zeigte sich der Oberbürgermeister überzeugt. Besonders Kinder können hier ihren Drang nach Entdeckung und Abenteuer ausleben sowie heimische Pflanzen und Tiere beobachten. Werden innerstädtische Grünflächen naturnah gepflegt, profitieren auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Naturnahe Gestaltungsformen setzen jedoch häufig ein Umdenken in Verwaltung, Politik und Bürgerschaft voraus. „Ein Umdenken, das wir mit unserer Teilnahme an dem Labeling-Verfahren jetzt einleiten“, so Herrera Torrez weiter.
 
Das Label „StadtGrün naturnah“ bietet hierzu Impulse und Unterstützung: Eine Vor-Ort-Beratung durch das Bündnis und der Austausch mit den weiteren Teilnehmenden helfen bei der Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen. Kostenlose Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit sollen auch die Bürgerinnen und Bürger für mehr Natur in der Stadt begeistern. Die Stadtverwaltung beteiligt außerdem auch Akteure wie Naturschutzverbände und Obst- und Gartenbauvereine am Labeling-Verfahren. Die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im innerstädtischen Bereich entscheiden am Ende, ob das Label in Gold, Silber oder Bronze verliehen wird.
 
Er sei sehr gespannt darauf, „welches Qualitätsniveau uns am Ende bescheinigt wird“, erklärte Wertheims Oberbürgermeister abschließend. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ vergibt das Label für jeweils drei Jahre. Anschließend muss es durch eine Rezertifizierung erneuert werden.
 
Mehr Informationen zum Label „StadtGrün naturnah“ und dem Projektstart gibt es unter www.stadtgruen-natunah.de. Bei der Stadtverwaltung Wertheim hat die Federführung Umweltbeauftragter Jens Rögener, Telefon 09342 / 301-477, E-Mail: jens.roegener@wertheim.de.

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