Nutzerzahlen der Mainfähre sind „höchst erfreulich“

Auswertung der Fahrgastzahlen für 2021 vorgelegt

Knapp 78.000 Fahrgäste nutzten im letzten Jahr die Mainfähre zwischen Mondfeld und Stadtprozelten. Foto: Stadt Wertheim

Rundum zufrieden ist man beim Zweckverband Mainhafen und Fähre mit den Nutzerzahlen des Jahres 2021. Im ersten vollen Betriebsjahr unter der neuen Trägerschaft setzte die Fähre zwischen Mondfeld und Stadtprozelten insgesamt 77.915 Personen ans andere Ufer über. „Das sind höchst erfreuliche Nutzerzahlen. Und sie liegen deutlich über denen, die uns von den früheren Besitzern genannt wurden“, sagte Geschäftsführer Helmut Wießner. Er legte in der Sitzung des Zweckverbands Mainhafen und Fähre die Auswertung für 2021 vor. 

In seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender bezeichnete Landrat Christof Schauder die zwischen Baden-Württemberg und Bayern pendelnde Fähre als „Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit“. Zum 1. November 2020 hatte der Zweckverband Mainhafen die Trägerschaft übernommen. Zwei Kommunen – Wertheim und Stadtprozelten - und die beiden Landkreise Main-Tauber und Miltenberg geben Zuschüsse und sichern damit grenzüberschreitend den Fortbestand der Fähre. Für 2021 steuerten sie knapp 73.000 Euro bei. 

Mit dem Verkauf der Tickets erzielte die Fähre 2021 Einnahmen von rund 100.000 Euro. Knapp 78.000 Fahrgäste waren es letztes Jahr insgesamt. Einen heftigen Ausschlag gab es im August mit über 15.000 Nutzern. Grund war nicht – wie man vermuten könnte – der Ansturm von Touristen. Vielmehr nutzen die Verkehrsteilnehmer der Region die Fähre zur Umfahrung einer gesperrten Straße. „Am 20. August, dem absoluten Spitzentag, hatte die Fähre 640 Fahrgäste - das war purer Stress“, berichtete Helmut Wießner.

Ganz überwiegend nutzen Pkw-Fahrer die Mainfähre, gefolgt von Fahrradfahrern und Fußgängern. Foto: Stadt Wertheim

Die Fähre hat also nicht nur touristischen Nutzen, sondern ist für die Einwohner links und rechts des Mains eine wichtige Verkehrsverbindung im Alltag. Das zeigt auch die Aufschlüsselung der Nutzerarten. Die meisten Fahrgäste – knapp 50.000 - nutzen die Fähre mit dem Pkw. Fahrradfahrer und Fußgänger liegen mit etwa 10.600 fast gleichauf. 

Die Fähre hilft aber auch Leben zu retten. Auf beiden Seiten des Mains nutzen die Rettungsdienste die Fähre, um schnell an den Einsatzort zu gelangen oder um kranke und verletzte Menschen rasch ins Krankenhaus zu bringen. Von unterwegs bestellen sie die Fähre telefonisch auf die richtige Uferseite, dort wartet die Fähre dann das Eintreffen des Rettungswagens ab. 2021 gab es 100 solcher Rettungsfahrten – und zwar kostenlos, wie Geschäftsführer Wießner noch ergänzte. Es bestehe Einvernehmen, dass man für solche Fahrten kein Geld verlange.

Personell konnte der Fährbetrieb 2021 stabilisiert werden. Nach einer längeren Phase, in der die Fähre aus Krankheitsgründen am Wochenende pausieren musste, läuft der Betrieb nun wieder reibungslos. Höhere Gewalt wie Hochwasser, Eis und starker Nebel sei aber auch in Zukunft nicht auszuschließen, so Helmut Wießner abschließend. 

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