NS-Verbrechen als Mahnung für die Gegenwart

Vortrag von Dr. Dieter Fauth im Archiv Bronnbach

Archivverbind Main-Tauber, Historischer Verein und Volkshochschule Wertheim setzen am Dienstag, 18. Februar, ihre Vortragsreihe fort. Dr. Dieter Fauth, der in Wertheim zu den führenden Kennern des Nationalsozialismus zählt, spricht über eugenische NS-Verbrechen als Mahnung für die Gegenwart. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Archivverbund in Bronnbach.

Im Vortrag wird gezeigt, wie im Nationalsozialismus mithilfe ideologischer Erbanschauungen in unmenschlicher, verbrecherischer Weise Bevölkerungspolitik betrieben wurde. Dieses pseudowissenschaftliche Vorgehen diente zur Bevorzugung der Nachkommenschaft von NS-Getreuen und „Ariern“. Und es sollte Sterilisierung und Ermordung besonders von geistig Kranken, Heimbewohnern oder als kriminell Stigmatisierten vorbereiten. Im Vortrag werden diese Verbrechen auch in sehr relativierter Weise mit heutigen Umgangsweisen am Anfang und am Ende menschlichen Lebens verglichen. Die heutige Gendiagnostik, Abtreibungsgesetzgebung und Sterbehilfe werden klar von NS-Gebaren abgegrenzt.
 
Dr. habil. Dieter Fauth ist Konrektor der Comenius-Realschule Wertheim, kommissarischer Schulleiter der Werkrealschule Urphar/Lindelbach und Leiter des Wertheimer Projektes Stolpersteine. Er verfasste u.a. das Wertheimer Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus und ein Buch zu Wertheim und seiner Gegend in den Exilromanen von Anna Seghers gegen den Nationalsozialismus.
 
Die Veranstaltung findet im Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber in Bronnbach statt. Der Eintritt ist frei. Der Archivverbund liegt im oberen Wirtschaftshof des Klostergeländes hinter der Klosterkirche. Der Vortrag klingt wie üblich mit einem Umtrunk sowie der Einladung zum persönlichen Gespräch mit dem Referenten und untereinander aus.

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