Neue Wildbachhalle in Nassig übergeben

Multifunktionaler Ort der Begegnung

Freuen sich über das gelungene Werk (von rechts:) OB Herrera Torrez, Ortsvorsteher Volker Mohr, Bürgermeister Stein und der frühere Ortsvorsteher Hubert Sadowski. Foto: Stadt Wertheim

Nach insgesamt rund drei Jahren Bauzeit und einem knapp einjährigen „Probebetrieb“ ist der Neubau der Wildbachhalle in Nassig am Dienstag in einer Feierstunde offiziell übergeben worden. „Gut Ding will Weile haben und vortreffliche Sachen werden ohne große Mühe und Arbeit nicht erworben“, zitierte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez den Schriftsteller Grimmelshausen. Niemand könne daran zweifeln, dass die neue Halle „eine vortreffliche Sache ist“. Arbeit und Mühen hätten sich gelohnt.

Nicht nur Nassig oder Wertheim, nein, ganz Europa freue sich, war man beim Gesangverein überzeugt und eröffnete die Veranstaltung folgerichtig mit der Europahymne. Der OB ließ in seiner Ansprache noch einmal die Entwicklung seit der Jahreswende 2013/2014 Revue passieren, der „entscheidenden Phase“ für das Projekt Wildbachhalle. In diesem Zeitraum sei die Entscheidung gegen eine Sanierung und für einen Neubau letztlich mit separatem Umkleide- und Duschtrakt gefallen. „Die Verhandlungen“, stand in einem Ortschaftsratsprotokoll zu lesen, „waren nicht immer einfach und die Köpfe haben geraucht. Aber das braucht es auch für ein solches Projekt“, zitierte Herrera Torrez.

Die neue Wildbachhalle könne multifunktional genutzt werden, beschrieb der Oberbürgermeister. „Sie ist Begegnungsstätte, in der Kulturveranstaltungen ebenso stattfinden können wie Sitzungen des Ortschaftsrates. Auch Familienfeiern sind hier möglich.“ Durch den neuen Gymnastikraum habe das Gebäude deutlich an Flexibilität gewonnen.

Die neue Wildbachhalle in Nassig wurde am Dienstag feierlich übergeben. Foto: Stadt Wertheim

Dass die Halle zu den meistgenutzten Einrichtungen dieser Art auf Wertheimer Gemarkung gehöre, dazu trage aber vor allem der Schul- und der Vereinssport bei. „Wie wichtig und wertvoll etwas ist, weiß man oft erst, wenn es nicht mehr da ist“, sprach der Redner die schwierige Übergangszeit zwischen Abriss der alten und Fertigstellung der neuen Wildbachhalle an. Ausweichstätten seien nur schwer zu finden gewesen. „Deshalb sind wir alle froh, dass die neue Halle mit all ihren Möglichkeiten jetzt zur Verfügung steht.“

Der OB sprach dann den separaten Dusch- und Umkleidetrakt an, der einen wichtigen Beitrag dazu leiste den Platzbedarf für Schul- und Vereinssport zu decken. Die Energieversorgung gelte vielen schon jetzt als „Musterbeispiel für Nachhaltigkeit“ und das von Stadt und Stadtwerken entwickelte Nahwärmenetz leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. „Auf beides können wir, gerade in der heutigen Zeit, unglaublich stolz sein.“

Trotz der am Ende mit 3,74 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Planung deutlich höheren Baukosten sei er sehr zuversichtlich, „dass sich das ‚Jahrhundertprojekt Wildbachhalle‘ über die Jahre als ‚preiswert‘, das heißt, ‚seinen Preis wert‘ erweisen wird“. Lang und umfangreich fiel dann die Liste derer aus, denen OB Herrera Torrez Dank aussprach. Sie reichte von Bürgermeister Stein, dem Wertheimer Gemeinderat, dem Nassiger Ortsvorsteher Volker Mohr, seinem Vorgänger Hubert Sadowski und den jeweiligen Ortschaftsräten, bis hin zu den Mitarbeitern der Verwaltung und den mehr als 20, überwiegend regionalen Firmen, die am Bau beteiligt waren. Besonders würdigte der Oberbürgermeister aber die Nassiger Bürgerinnen und Bürger für ihr großes Engagement bei der Erbringung von Eigenleistungen und die Anwohnerinnen und Anwohner, die die unvermeidbaren Belastungen ertragen hätten.

Bild Wildbachhalle-22-09Ein multifunktionaler Ort der Begegnung. Foto: Stadt Wertheim

„Wir übergeben diese Halle in einem Jubiläumsjahr“, wies der Redner darauf hin, dass auch Nassig vor 50 Jahren nach Wertheim eingemeindet worden ist. Das Ereignis mache „deutlich und klar, wie wichtig die Gemeinschaft ‚Große Kreisstadt‘ ist“. Der OB überreichte an Ortsvorsteher Volker Mohr das „Jubiläums-Luftbild“, auf dem die neue Wildbachhalle allerdings noch fehlt. „In 50 Jahren wird das sicher anders sein“, blickte er weit in die Zukunft voraus. Gemeinsam mit Bürgermeister Stein übergab Herrera Torrez dann auch symbolisch den Schlüssel für die neue Halle und schließlich ein Foto, das für eine Sitzbank steht, die an der Halle aufgestellt wird.

Von einem „Freudentag“ sprach Ortsvorsteher Volker Mohr. Wohl schon vor 2010 hätten sich die damaligen Ortschaftsräte mit der Wildbachhalle und deren Sanierung befasst, ergänzte er die Ausführungen des Oberbürgermeisters, um dann ebenfalls den verschiedenen Beteiligten seinen Dank auszusprechen. Man sehe nun das Ergebnis aller Bemühungen: „Eine schmucke Halle und ein toller Duschtrakt, einhergehend mit einer Neuordnung des gesamten Areals.“ Mohr lobte ebenfalls die erbrachten Eigenleistungen. Einmal mehr sei deutlich geworden, dass solche Projekte die Unterstützung aller benötigten. Gerade in den aktuell turbulenten Zeiten gelte, „alleine kann man gar nichts erreichen. Nur eine starke Gemeinschaft ist in der Lage, Projekte wie diese zu verwirklichen und das Gemeinwesen am Laufen zu halten“.

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