Land lockert Corona-Regeln zum Wochenende

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Die Landesregierung hat angekündigt, die Corona-Regeln für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 zu lockern. Davon profitieren vor allem Gastronomie und Tourismus. Die entsprechende Verordnung wird wohl am Donnerstag veröffentlicht. Die ersten Öffnungsschritte sollen dann bereits am Wochenende gelten. Zwei weitere Stufen sollen nach je 14 Tagen Abstand folgen – sofern die Inzidenz weiter sinkt. Und jeder Öffnungsschritt ist mit Test- und Dokumentationspflichten verknüpft. Darauf müssen Gastwirte, Hoteliers und Campingplatzbetreiber ihre Schutzkonzepte jetzt ausrichten.

Im Corona-Lenkungsstab der Stadt ging man am Mittwoch deshalb davon aus, dass der Öffnungsbetrieb erst im Laufe der nächsten Woche Fahrt aufnimmt. Zum einen müssen die Betriebe einige organisatorische Vorbereitungen treffen. Zum anderen fehlen noch die Detailregelungen. Ordnungsamtsleiter Volker Mohr berichtete von einem „erheblichen Nachfragebedarf schon im Vorfeld.“ Aber solange das Kleingedruckte der neuen Landesverordnung nicht vorliege, könne man viele Fragen nicht beantworten.

Stand Mittwoch waren es landesweit elf Stadt- und Landkreise mit einer Inzidenz unter 100, darunter auch der Main-Tauber-Kreis. Der Spur nach ist bekannt, welche Öffnungen in diesen Regionen im ersten Schritt wohl schon am Wochenende möglich werden. Nach langer Schließ- und Leidenszeit darf die Gastronomie wieder Gäste bewirten, und zwar außen und innen. Vorbereitend darauf haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit den Gastronomen bereits die Möglichkeiten zur Erweiterung der Außenbestuhlung geprüft. „In unserer beengten Innenstadt sind dem Grenzen gesetzt, aber wir tun was wir können“, fasste Volker Mohr zusammen. Er warb um Verständnis, dass die Gastronomie sehr wahrscheinlich nicht schlagartig, sondern erst nach und nach wieder öffnet, denn die Personal- und Materialplanung brauche Vorlauf.

Als weitere Lockerungen sind angekündigt, dass touristische Übernachtungen ebenso möglich werden wie Reisebusverkehr und Ausflugsschifffahrt. Kulturveranstaltungen sollen im Freien mit bis zu 100 Besuchern zugelassen werden. Museen, Büchereien und Archiv dürfen ohne Voranmeldung öffnen. Auch die Regeln für den Freizeitsport werden voraussichtlich gelockert.

„Alles steht und fällt mit guten Test- und Kontaktnachverfolgungskonzepten“ betonte Stabsstellenleiter Jürgen Graner. Glücklicherweise gebe es in Wertheim inzwischen viele Testmöglichkeiten – mit und ohne Termin, auch am Samstag und Sonntag. Zudem können zum Beispiel Gastronomen und Hoteliers Schnelltests auch selbst in ihrem Betrieb durchführen, sofern sie die Berechtigung dazu in einer Schulung erworben haben.

Der Einzelhandel darf lauf Öffnungskonzept des Landes in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 Einkaufen mit Termin (Click & Meet) und ohne Testnachweis anbieten. Das ist im Main-Tauber-Kreis seit Aufhebung der Bundesnotbremse bereits der Fall. Die derzeit geltende Landesverordnung sieht bei einer stabilen Inzidenz unter 50 – neben weiteren Lockerungen – für Geschäfte die Öffnung auch ohne vorherige Terminvereinbarung vor. Ob dies so in die neue Landesverordnung übernommen wird, ist noch fraglich.

„Wir werden viele Details zu klären haben, wenn das neue Regelwerk vorliegt“, ahnte Ordnungsamtsleiter Volker Mohr. Vor allem warnte er vor falschen Erwartungen: „Von Normalität sind wir auch mit diesem ersten Öffnungsschritt noch weit entfernt.“ An den Kontaktbeschränkungen ändere sich vorläufig nichts. Weiterhin dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Feiern in einer größeren Gruppe sind weiterhin ausgeschlossen. „Das rufen wir gerade vor dem langen Wochenende nochmal in Erinnerung.“

Informationen zur Corona-Pandemie stehen auf der Internetseite der Stadt unter www.wertheim.de/corona.

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