Kreisimpfzentrum und Mobile Impfteams starten

Zuerst geimpft: Intensivpfleger und Arzt der Notaufnahme

Der Intensivpfleger Stefan Wörrlein war einer der ersten Menschen, die im KIZ geimpft wurden. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Das Kreisimpfzentrum des Main-Tauber-Kreises in Bad Mergentheim hat am 22. Januar seinen Betrieb aufgenommen. Dort werden ab sofort Menschen der Gruppe mit höchster Priorität geimpft, also Frauen und Männer ab 80 Jahren. Impfberechtigt sind aktuell auch Personen, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und bei Rettungsdiensten arbeiten. Darüber berichtet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis.

Erster Landesbeamter Christoph Schauder, Leiter des Arbeitsstabes Corona im Landratsamt, bezeichnete den Start der Impfungen in den Kreisimpfzentren als „erstes, starkes Zeichen der Hoffnung, dass das Ende der Pandemie näher rückt.“ Zugleich bat er alle Bürgerinnen und Bürger des Main-Tauber-Kreises um Verständnis dafür, dass das Land Baden-Württemberg den Kreisimpfzentren in den ersten Wochen jeweils nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung stellen kann. „Wir könnten in unserem KIZ täglich mindestens 750 Impfungen vornehmen. Jedoch sind wir seitens des Landes zunächst gehalten, vor Ort zunächst nicht mehr als 150 Impfungen pro Woche anzubieten“, machte er deutlich.

Die beiden Mobilen Impfteams machten sich am Freitag auf zum ersten Einsatz im Wohnstift Hofgarten in Wertheim. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Die Situation hat sich dadurch weiter verschärft, dass der Hersteller Biontech wegen Umbauten im Werk Puurs in Belgien in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagten Liefermengen nicht vollständig einhalten kann. Danach soll eine Ausweitung der Produktion möglich sein. Sinnvoll sei laut Schauer jedoch, dass Baden-Württemberg die Impfdosen für die erforderliche Zweitimpfung zurückhält und nicht alle vorhandenen Dosen verimpft.

Es sei leider klar, dass aktuell die Nachfrage wesentlich höher ist als das Angebot an Impfstoff. Ebenso weist der Erste Landesbeamte darauf hin, dass die Anmeldemöglichkeiten vorgegeben sind und durch die Landkreisverwaltung nicht geändert werden können. Sie bestehen – wie für alle anderen baden-württembergischen Kreisimpfzentren – ausschließlich online unter www.impfterminservice.de bzw. unter der Hotline 116 117. Die Termine werden jeweils für exakt drei Wochen im Voraus angeboten. Es kommen an jedem Tag der Woche neue Termine hinzu. Die Freigabe der Termine erfolgt nicht durch das Landratsamt.

Mobile Impfteams starten

Wer einen Termin zur Erstimpfung bucht, sollte sofort auch den Termin für die Zweitimpfung festlegen. Diese soll mindestens 21 Tage nach der Erstimpfung erfolgen und ist für die volle Wirksamkeit der Schutzimpfung erforderlich. Für die Buchung des zweiten Termins ist ein Vermittlungscode notwendig, der bei der Buchung des ersten Termins mitgeteilt wird. Etwa ab Mitte Februar soll die Technik so weit entwickelt sein, dass beide Termine gemeinsam gebucht werden können und müssen.

Über den Start der Impfungen im Kreisimpfzentrum hinaus haben auch zwei Mobile Impfteams, die an das KIZ angeschlossen sind, ihre Arbeit aufgenommen. Sie nehmen Impfungen in Pflegeheimen vor. Impfberechtigt sind aktuell Menschen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen betreut werden oder tätig sind. Am Freitag steuerten die beiden Impfteams gemeinsam das Seniorenzentrum Wohnstift Hofgarten in Wertheim an.

Die Pflegeheime bereiten die Impfung bestmöglich vor, so dass im Vorfeld bereits die ärztlichen Aufklärungsgespräche geführt, die Einwilligungen zur Impfung eingeholt und alle notwendigen Unterlagen bereitgelegt werden. Die Mobilen Impfteams sind mit umfangreich ausgestatteten Mannschaftstransportwagen unterwegs. Der Impfstoff wird tiefgekühlt transportiert und vor Ort im jeweiligen Pflegeheim aufgetaut und aufbereitet.

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