Kreis investiert 30 Millionen Euro in Schulzentrum

Delegation des Kreistags informierte sich in Bestenheid

Eine Kreistagsdelegation besuchte das Berufliche Schulzentrum Wertheim. Schulleiter Manfred Breuer führte durch die Gebäude und das Außengelände. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Eine Kreistagsdelegation hat das Berufliche Schulzentrum Wertheim besucht, um sich über die geplante Sanierung sowie den Neubau eines Werkstatttraktes zu informieren. Der Landkreis investiert in den nächsten Jahren in diese Projekte rund 30 Millionen Euro. Während der Bauphase werden Klassenräume in ein Container-Dorf verlegt, das auf einer freien Fläche neben dem Schulzentrum eingerichtet wird. Darüber informiert das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Der Kreistag des Main-Tauber-Kreises hat die Landkreisverwaltung bereits 2016 mit der Vorbereitung der Generalsanierung des Beruflichen Schulzentrums Wertheim beauftragt. „Das Berufliche Schulzentrum in Wertheim-Bestenheid wurde 1980 in Betrieb genommen. Seit dieser Zeit hat es keine wesentlichen baulichen Veränderungen, sondern nur eine Erweiterung um vier Klassenzimmer im westlichen Teil des Gebäudes gegeben“, sagte Landrat Reinhard Frank.
 
Bei dem Vororttermin informierte Gertraud Stumpf-Virsik, Leiterin des Amts für Immobilienmanagement, über die geplante Sanierung, Schulleiter Manfred Breuer führte die Kreistagsdelegation durch das Gebäude und über das Außengelände.
 
Das heutige Schulangebot belegt eine dynamische Entwicklung. Seit dem Jahr 1980 sind drei berufliche Gymnasien (Technisches Gymnasium, Biotechnologisches Gymnasium und Wirtschaftsgymnasium) eingerichtet worden. Weiterhin kamen die Berufskollegklassen Wirtschaft I und II, die zweijährige gewerblich-technische Berufsfachschule für Elektrotechnik und Metalltechnik, das Berufseinstiegsjahr (BEJ) und die Vorqualifizierung Arbeit und Beruf (VAB) dazu. Neu entstanden sind in den vergangenen Jahren auch zahlreiche Diversifikationen in den Ausbildungsgängen.

Wegen der Weiterentwicklung des Schulangebotes wurden in den zurückliegenden Jahren Schüleraufenthalts- und Arbeitsräume, Lehrerstützpunkte, Vorbereitungsräume, Lagerräume, Mediatheken und Foyerbereiche aufgelöst und in provisorische Klassenräume umgewidmet. Das Schulgebäude ist hinsichtlich seines heutigen Flächenzuschnitts und der zum Teil zweckentfremdeten Raumnutzung nicht mehr bedarfsgerecht.
 
Ein Gutachten belegt, dass die Infrastruktur dort komplett ausgetauscht werden muss. Die Heizungs-, Strom-, Wasser- und Abwasserinfrastruktur muss neu installiert werden. Die bisherigen Versorgungs- und Entsorgungsleitungen sind nach rund 40-jähriger Nutzung und gestiegener Inanspruchnahme verbraucht.
 
Durch die energetische Sanierung soll eine Energieeinsparung von rund 61 Prozent erreicht werden. Im Rahmen der Sanierung werden Schadstoffe zwischen Gebäudehülle und Fassade entfernt. Das bestehende Belüftungsproblem wird gelöst. Auch die bisher nicht vorhandene Barrierefreiheit des Gebäudes wird hergestellt, Brandschutzaspekte werden berücksichtigt.
 
Die Bauzeit beträgt voraussichtlich drei Jahre. Bereits in diesem Herbst sollen die Arbeiten mit der Errichtung des Werkstattgebäudes beginnen.

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