Kläranlage bekommt neue Phosphatfällungsanlage

Modernisierung verringert Ablaufwert um ein Vielfaches

Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung erneuert die Phosphatfällungsanlage in der Zentralkläranlage in Bestenheid. Foto: Stadt Wertheim

Die Zentralkläranlage Wertheim-Bestenheid erhält nach rund 27 Jahren eine neue Phosphatfällungsanlage. Mit modernster Anlagentechnik ausgestattet und künftig fünf statt bislang zwei betriebenen Dosierstellen wird damit der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Wertheim (ABW) den erhöhten Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) gerecht. Das Bauprojekt soll bis Ende März abgeschlossen sein.

Die bisherige Fällungsstation stammt aus dem Jahr 1992 und wurde bei der Erweiterung der Kläranlage 2004 an ihren jetzigen Standort umgesetzt. Mit der Modernisierung der Anlage wird der in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie künftig vorgeschriebene Ablaufwert für Phosphor (Pges) von 0,5 Milligramm pro Liter eingehalten. Bisher lag der Wert bei 2,0 Milligramm pro Liter. Für die Erneuerung investiert der städtische Eigenbetrieb circa 416.000 Euro.

Die Tiefbauarbeiten für die Herstellung des Fällmittelentladeplatzes mit Randeinfassungen, die Verlegung der Rohrleitungen und Kabelleerrohre sowie die Umbauarbeiten der angrenzenden Außenanlage fanden von Juli bis November 2019 statt. Der neue Fällmittellagerbehälter wurde im Dezember aufgestellt. Bis zum Frühjahr 2020 sollen die technischen Anlagen des Elektroschaltschranks, des Dosierschranks mit fünf Fällmittelpumpen, die Dosierleitungen und weitere Geräte installiert sein. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Ende März fertiggestellt werden.

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