Gute Entwicklung bei Steg und Wohnbau

Geschäftsführer stellt Jahresabschlüsse vor

Für das private Bauvorhaben auf dem Volpert-Gelände hat die Stadt die Baugenehmigung erteilt. Foto: Stadt Wertheim

Gut gelaufen ist das Jahr 2019 für die Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) und die Wohnbau Wertheim (WBW). Das zeigen die Jahresabschlüsse der beiden städtischen Gesellschaften. Geschäftsführer Edgar Beuchert informierte in der jüngsten Sitzung den Aufsichtsrat über die Zahlen.

„Wie überall war auch bei uns das Jahr geprägt von Corona“, begann Edgar Beuchert seinen Rückblick auf das vergangene Jahr. „Im ersten Lockdown hat die Arbeit sich ins Telefonische verschoben. Wir hatten aber immer offen – natürlich unter Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen“, fasste er zusammen. Die Arbeit auf den Baustellen sei normal verlaufen. Bisher gab es keinen Corona-Fall. Allerdings gebe es weniger Instandsetzungen oder Einzelmaßnahmen. Zum einen weil die Bewohner weniger Kontakt wollen, zum anderen um die Mitarbeiter und Kooperationspartner der Steg zu schützen.

Bei den Wohnbauprojekten geht es voran. Das von der WBW erworbene Gebäude in der Konrad-Adenauer-Straße 11 war zum 1. Juni schlüsselfertig. Die zehn neuen Wohnungen im ehemaligen Forstamt in der Grabenstraße haben die Mieter im August und September bezogen. „Beim Forstamt hätte es sich wirklich gelohnt, es einmal der Öffentlichkeit zu zeigen. Ein Tag der offenen Tür konnte jedoch leider aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden“, bedauerte Beuchert. Im Gebäude 13 der ehemaligen US-Kaserne in der John-F.-Kennedy-Straße 5 wurden jüngst die Fenster eingebaut. Auf der Baustelle läuft alles plangemäß und geht voran. Auch das private Bauvorhaben auf dem Volpert-Gelände an der Tauber hat mittlerweile die Baugenehmigung erhalten.

Die Wohnungen im ehemaligen Forstamt wurden im Sommer 2020 bezogen. Foto: Stadt Wertheim

Beuchert äußerte sich auch zur finanziellen Situation der beiden Gesellschaften. Aufgrund des Alters der Gebäude steigen bei der Steg die Instandsetzungskosten. Gerade bei der Altstadtgarage und beim Grafschaftsmuseum stehen beispielsweise einige Neuerungen an. „Das ist aber alles machbar“, betonte der Geschäftsführer.

Bei der WBW sieht die finanzielle Lage entspannt aus. Die Zinsen sind heruntergegangen und aufgrund der Mieterhöhung kommt mehr Geld in die Kassen. „Wir können da getrost beruhigt in die Zukunft blicken“, freute sich Beuchert.

Zum Ende seines Berichts lieferte Beuchert einen kurzen Ausblick für 2021: Momentan überlegen er und seine Mitarbeiter, auf einer Fläche hinter der Moschee auf dem Reinhardshof Parkflächen durch Garagen zu schaffen. „Die Nachfrage ist da“, versicherte Beuchert. Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Markus Herrera Torrez bedankte sich bei Beuchert und seinen Mitarbeitern „für die tolle Arbeit“, die sie leisten.

Die Jahresabschlüsse 2019 der beiden Gesellschaften wurden in der Aufsichtsratssitzung ausführlich behandelt. Insgesamt zählten im Geschäftsjahr 30 Mietwohnungen, 18 Gewerbeeinheiten, 656 Garagen und Tiefgaragenstellplätze, 945 offene Parkplätze und 54 Wohnmobilstellplätze zum Grundbesitz der Steg. Die Bilanzsumme der Steg betrug im Jahr 2019 7,8 Millionen Euro. Das Anlagevermögen stieg von 6,6 Millionen auf 7,1 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr bewirtschaftete die WBW 368 Mietwohnungen und 42 Gewerbeeinheiten sowie für die Stadt zusätzlich 37 Wohn- und Gewerbeeinheiten. An Parkraum unterhielt sie 123 Garagenstellplätze und 105 Kfz-Abstellplätze. Die Bilanzsumme der WBW beträgt annähernd 19,9 Millionen und ist damit erneut gestiegen. Das Anlagevermögen liegt bei gut 19 Millionen Euro. „Das Anlagevermögen wird noch weiter ansteigen, sobald die sechs Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Mainkaufhauses und das Gebäude 13 übergehen“, erläuterte Beuchert.

Die Durchschnittsmiete für Wohn- und Nutzflächen lag 2019 bei 6,10 Euro pro Quadratmeter. Für Wohnflächen allein beträgt die durchschnittliche Miete 5,60 Euro. Damit kosten die städtischen Wohnungen ähnlich viel wie Altbauwohnungen im Privatbesitz. Private Neubauten sind im Durchschnitt teurer und kosten zwischen 7,50 und 8,50 Euro.

Der Steg bestätigte die Habitat Revisions- und Treuhandgesellschaft eine geordnete Vermögenslage. Die Prüfung der WBW hatte der Verband baden-württembergischer Wohnungsunternehmen vorgenommen. Auch hier wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat beschloss die Jahresabschlüsse und Prüfberichte 2019 einstimmig. Das Gremium empfahl zudem, die Geschäftsführung zu entlasten.

Den Wirtschafts- und Finanzplänen der Steg und WBW für 2021 stimmte der Aufsichtsrat ebenfalls zu. Die Steg plant, 680.000 Euro zu investieren. Davon entfällt ein Großteil auf den Erwerb der Sparkasse. Die WBW will gut 1,9 Millionen ausgeben. Dabei sieht sie 1,2 Millionen Euro für das Gebäude 13 am Reinhardshof vor, das Mitte 2021 fertiggestellt werden soll.

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