Gemeinsamen Wunsch nach Frieden bekräftigt

OB trifft Vertreter Wertheimer Religionsgemeinschaften

Ein gemeinsames Zeichen für den Frieden setzen auf Initiative des OB die Vertreter von Religions- und Glaubensgemeinschaften. Foto: Stadt Wertheim

Auf Einladung von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez haben sich zum ersten Mal Vertreterinnen und Vertreter der in Wertheim ansässigen Religions- und Glaubensgemeinschaften getroffen. Es sei „schön, dass so eine Zusammenkunft stattfindet“, freute man sich im Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Initiative des OB. Dieser versprach, dass der Austausch nicht einmalig bleiben solle. Schwerpunkt war der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen für das Leben in der Main-Tauber-Stadt. Auch Möglichkeiten der Hilfe für die Geflüchteten wurden besprochen. „Wir kriegen das hin“, war man sich einig.

Der Gedanke an ein solches Treffen beschäftige ihn schon länger, bekannte der Oberbürgermeister. Der Krieg in der Ukraine habe ihn veranlasst, jetzt aktiv zu werden. Er freute sich, dass die meisten der eingeladenen Religions- und Glaubensgemeinschaften gekommen waren: die Evangelische und Katholische Kirche in Wertheim, die Russisch-Orthodoxe Gemeinde, die Türkisch-Islamische Gemeinde, die Evangelische Allianz, die Freie evangelische Gemeinde, die Jesus-Gemeinde, die Gemeinde für Christus sowie die Filidelphia-Gemeinde. Eingeladen war auch die Jüdische Gemeinde Würzburg, die sich aber entschuldigen ließ.

Der Oberbürgermeister rief dazu auf, „gemeinsam ein Zeichen zu setzen“. Für ihn stehe die Frage im Mittelpunkt, wie man den Menschen helfen und den Frieden in der Stadtgesellschaft wahren könne. Herrera Torrez verwies darauf, dass in Wertheim schon bislang viele Bürgerinnen und Bürger leben, die aus der Ukraine oder aus Russland stammen. „Jeder Mensch ist gleich – und gleich viel wert, so lange wir uns auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen“, bekräftigte der OB.

Er berichtete den Anwesenden von seinen Gesprächen mit der Russisch-Orthodoxen Gemeine und mit Jugendlichen auf dem Reinhardshof. „Wir waren uns immer einig, dass wir den Krieg ablehnen und der Frieden das Ziel ist. Das war der gemeinsame Nenner.“ Dankbar zeigte sich Herrera Torrez über die enorme Spenden- und Hilfsbereitschaft in der Stadt. Das seien starke Zeichen der Solidarität, wie sie auch bei der Kundgebung auf dem Marktplatz vor wenigen Wochen sichtbar geworden sind.

„Man kann sich auf so ein Ereignis niemals vorbereiten“, sagte der Oberbürgermeister. Dennoch tue die Stadtverwaltung alles, um auch diese Herausforderung zu meistern. „Aber wir können nicht alles umfassend leisten, sondern sind auf die Hilfe und Unterstützung der Stadtgesellschaft angewiesen.“ Diese sicherten die Vertreterinnen und Vertretern der Religions- und Glaubensgemeinschaften gerne zu. „Uns verbindet das Engagement für die Menschen“, machten die Gesprächspartner deutlich und bekräftigten, man sei „für alles offen“. Sie machten mehrere Angebote insbesondere zur Bereitstellung von Räumen für formlose Treffen oder für Sprachunterricht, aber teilweise auch für die Unterbringung. Ebenso wurden Geld- oder Sachspenden in Aussicht gestellt, um beispielsweise die Wertheimer Tafel bei der Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln zu unterstützen.

„Wir müssen einfach noch enger zusammenrücken und -arbeiten“, war man sich einig. Eng zusammen rückte man anschließend im Rathaushof hinter dem Banner, das in mehreren Sprachen deutlich macht, dass man „Gemeinsam für Frieden“ steht. Es soll in Kürze am Kulturhaus angebracht werden.

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