Für Wiederholung der Impfaktion ausgesprochen

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Bei der Sonderimpfaktion in Wertheim haben sich 380 Menschen impfen lassen. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

Die Sonderimpfaktion vor wenigen Tagen an der Rotkreuzklinik war mit 380 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Erfolg. Das haben die Mitglieder des Corona-Lenkungsstabs der Stadt in der jüngsten Sitzung übereinstimmend festgestellt und sich angesichts steigender Infektionszahlen für eine Wiederholung ausgesprochen. Zurzeit gilt im Main-Tauber-Kreis die Inzidenzstufe zwei, „daraus kann schnell die Stufe drei werden mit der Folge, dass dann wieder Beschränkungen greifen, die wir alle in weiter Ferne wähnten“, mahnte Ordnungsamtsleiter Volker Mohr.

Schon der erste Tag der Impfaktion war mit 103 Impflingen in einer kurzen Zeitspanne sehr erfolgreich, berichtete Krankenhausdirektorin Cornelia Krause. Der Samstag sei dann ein wenig zäh verlaufen, was sie vor allem auf das regnerische Wetter zurückführte. „Am Sonntag war es wieder besser und der Montag war sehr stark“, bilanzierte Krause und fügte an, „ich setze auf eine Wiederholung der Aktion“. Die jetzt gesammelten Erkenntnisse und Informationen werden an den Landkreis weitergeleitet. Sicher bedürfe es weiterer niederschwelliger und kreativer Impfangebote, nach dem Motto „wenn die Menschen nicht zum Impfstoff kommen, dann muss der Impfstoff zu den Menschen gebracht werden“.

Krankenhausdirektorin Krause warnte aber auch, dass „die Impfung kein genereller Freifahrtschein“ sei. Sie schütze vor allem vor einem schweren Verlauf der Krankheit, aber nicht zwangsläufig davor, sich zu infizieren und andere anzustecken. Deshalb sei es wichtig, weiter vorsichtig zu sein und die Regeln, wie Abstand, Hygiene, Masken und regelmäßiges Lüften, einzuhalten. Auf die derzeit geführten Diskussionen verweisend, erklärte Volker Mohr, es sei schon in Kürze mit einer allgemeinen Testpflicht für Reiserückkehrer zu rechnen. Steige die Inzidenz weiter an und erreiche den Wert von 35 oder gar 50, werde auch wieder viele Lebensbereiche ein Testnachweis verpflichtend. „Wir haben schon bei der Schließung des kommunalen Testzentrums gesagt, dass wir die Kapazitäten wieder hochfahren, wenn das nötig wird. Wir behalten diese Möglichkeit für nach den Sommerferien im Auge“, kündigte der Ordnungsamtsleiter an.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürger-Service-Zentrums sind im System der Bürgerkontakte nach Terminvereinbarung stark gefordert. „Wir haben pro Tag zwischen 60 und 70 persönliche Kundenkontakte, dazu kommen täglich zwischen 160 und 180 Telefonate pro Arbeitsplatz“, informierte Referatsleiter Volker Klein. Das Standesamt und die Ausländerbehörde sind in diesen Zahlen noch gar nicht enthalten. Ein weiteres Detail aus seinem Bericht: der Verbrauch der Gelben Säcke hat sich verdreifacht, seitdem diese nicht mehr an der Pforte ausgegeben werden, sondern vor dem Rathauseingang mitgenommen werden können.

Geplant ist, dass das Rathaus nach den Sommerferien wieder für den allgemeinen Besucherverkehr zu den üblichen Zeiten geöffnet ist. „Wir werden die Bürgerinnen und Bürger aber darum bitten, vorher weiterhin einen Termin zu vereinbaren“, so Klein. Das habe sich bewährt und werde auch in anderen Rathäusern so gehandhabt. Hierdurch entfallen Wartezeiten, wovon insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren. Außerdem können die Anliegen vorbereitet werden, was die Arbeitsprozesse effektiver macht. Samstags sind Besuche künftig nur noch nach Terminvereinbarung möglich. Auch in den Ortsverwaltungen sollen nach den Sommerferien wieder Sprechstunden stattfinden. Voraussetzung für diese Regelungen ist aber, dass die Infektionszahlen sie zulassen.

Informationen zu Corona stehen auf der Internetseite der Stadt unter www.wertheim.de/corona.

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