Der neue, verbesserte Familienpass ist ein Erfolg

Zahl der ausgestellten Pässe stark angestiegen

Der neue Familienpass mit seiner verbesserten Förderung etwa bei Kitabeiträgen wird stark nachgefragt. Archivfoto: Stadt Wertheim

Deutlich mehr Familien nehmen die Leistungen des neuen, verbesserten Familienpasses in Anspruch. Bis Ende Februar hatte die Stadtverwaltung 266 Pässe ausgestellt, das sind 43 Prozent mehr als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. „Wir sind erfreut, ja begeistert über diesen beträchtlichen Anstieg“ sagte dazu Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez im Ausschuss für Verwaltung und Finanzen. Die Erwartung, dass mit dem neuen Familienpass mehr Familien von der Förderung profitieren, habe sich erfüllt.

Inzwischen ist die Zahl der ausgestellten Familienpässe weiter gestiegen – auf jetzt über 300, wie Volker Klein, Leiter des Referats Bürgerservice, Soziales und Integration, im Ausschuss berichtete. Zum Erfolg habe sicher auch beigetragen, dass die Stadtverwaltung im November alle Familien in Wertheim schriftlich über den neuen Familienpass informiert hat. Volker Klein und seine Kollegen im Bürger-Service-Zentrum erlebten ab diesem Zeitpunkt eine große Nachfrage und einen hohen Beratungsbedarf. 

Eine sozial gerechtere Ausrichtung stand für Gemeinderat und Verwaltung im Zentrum der Verbesserung des Familienpasses. Seit diesem Jahr gilt: Je mehr Personen in einer Familie leben und je niedriger das gemeinsame Einkommen ist, desto höher ist die Förderung etwa bei den Elternbeiträgen in den Kindergärten, bei den Gebühren für die Musik-  oder die Volkshochschule, bei den Kosten für die Nutzung der Angebote der Stadtbücherei oder bei den Eintrittspreisen in Frei- und Hallenbad – um nur einige Beispiele aus dem Katalog der Vergünstigungen zu nennen.

Seither gibt es drei Kriterien zum Erhalt des Familienpasses. Das erste ist die einkommensabhängige Förderung für Familien, auch Alleinerziehende, mit mindestens einem Kind, gestaffelt nach der Zahl der Haushaltsmitglieder. Je nach Personenzahl und verfügbarem Nettoeinkommen ist eine Förderung zwischen höchstens 50 (vorher 45) und mindestens zehn Prozent möglich. Das zweite Kriterium umfasst Familien, in denen ein behindertes Kind (Grad der Behinderung 50) lebt. Und das dritte zielt auf die Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch wie Arbeitslosengeld II, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung, aber auch Bezieher von Wohngeld oder dem Kinderzuschlag. Für diese beiden Kriterien gilt die auf 50 Prozent erhöhte Förderquote.

Nach den von Volker Klein im Ausschuss erläuterten Zahlen wurden bis Ende Februar 266 Familienpässe ausgestellt. Zum gleichen Stichtag des Vorjahres waren es 186. Gefördert werden 454 Erwachsene, darunter 78 Alleinerziehende, und 580 Kinder. Wie erwartet wurden die meisten, nämlich 164, Familienpässe nach dem Kriterium der einkommensabhängig gestaffelten Förderung ausgestellt, 82 Familienpässe gingen an Haushalte mit Bezug von Sozialleistungen und 20 an Haushalte mit einem behinderten Kind. Insgesamt 61 Prozent der Haushalte kommen in den Genuss der maximalen Förderquote von 50 Prozent, bei lediglich sechs Prozent beträgt die Förderquote zehn Prozent.

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