Bühnen in aller Welt sind "made in Wertheim"

OB Herrera Torrez zu Besuch bei Bühnenbau Wertheim

Einblick in die Produktionsabläufe der Firma Bühnenbau Wertheim. Foto: Stadt Wertheim

Die Firma Bühnenbau Wertheim steht seit 1984 in der Theater- und Opernwelt für hochwertige und langlebige Bühnenböden in besonderer Qualität. Das Unternehmen trägt den Namen „Wertheim“ in die Welt hinaus: Jedes Jahr werden rund 120 Bühnen weltweit überarbeitet und neu gebaut. Große Projekte waren etwa die Bühnen der Staatsoper Hamburg, des Nationaltheaters in Kiew oder des Nationaltheaters in Taipeh. So wundert es nicht, dass sich das Wertheimer Familienunternehmen zum Markt- und Technologieführer in diesem Bereich entwickelt hat. Oberbürgermeister Herrera Torrez und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim besuchten das Unternehmen in Wertheim-Urphar.

Die Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, Hermann und Kai-Uwe Patz, stellten den Besuchern die Firmenphilosophie, die Historie und Entwicklung der Bühnenbau Wertheim vor. Besonders erfreulich war zu erfahren, dass die Corona-Pandemie keine negativen Auswirkungen auf das Unternehmen hat, im Gegenteil: Die Auftragsbücher sind voll.

2019 hat das Unternehmen eine revolutionäre Neuentwicklung vorgestellt, den Hybrid-Boden EloTwin. Er verwandelt sich auf Knopfdruck vom Bühnenboden zum Ballettschwingboden. So kann eine Studiobühne flexibel und ohne Bodenumbau für die Tribüne, für schwere Aufbauten und zur Ballettdarstellung verwendet werden. Das patentierte System ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des inhabergeführten Familienunternehmens. Die Stadt Wertheim sei stolz, so der Oberbürgermeister, mit der Bühnenbau Wertheim GmbH einen ebenso traditionsreichen wie innovativen Handwerksbetrieb am Standort zu haben, der weltweit so erfolgreich agiere.

Zu Besuch bei der Bühnenbau Wertheim: Oberbürgermeister Herrera Torrez und die Geschäftsführer Hermann (links) und Kai-Uwe Patz (rechts). Foto: Stadt Wertheim

Beim Rundgang durch das Unternehmen gewannen Oberbürgermeister Herrera Torrez und Wirtschaftsförderer Strahlheim einen guten Eindruck von den erst kürzlich aufgestockten Produktionsanlagen zur Holzbearbeitung. Rund 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren und verlegen die Bühnenböden. In den Sommermonaten, in denen ein Großteil der Projekte abgewickelt werden, kann die Zahl auf 60 Mitarbeiter ansteigen.

Geschäftsführer Kai-Uwe Patz erläuterte die Bedeutung des Qualitätsmanagements: „Die Perfektion und verantwortungsbewusste Verarbeitung der exklusiven Hölzer sind unsere Leidenschaft. Mit dem Ergebnis, dass die bedeutendsten Bühnen Europas zu unseren treuen Kunden gehören.“ Den Oberbürgermeister beeindruckte auch, dass das Unternehmen komplett CO2-neutral produziert. Die benötigte Energie wird aus 100 Prozent Ökostrom sowie aus der Prozesswärme gewonnen, die bei der Verbrennung der anfallenden Holzspäne entsteht.

Zwar gibt es noch keine konkreten Planungen für einen weiteren Ausbau des Produktionsstandortes. Dennoch bot Oberbürgermeister Herrera Torrez der Bühnenbau Wertheim schon heute die Unterstützung der Stadt Wertheim an. Dazu zählt auch eine Beratung über Fördermöglichkeiten. Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim sagte außerdem zu, die Marktführereigenschaft des Unternehmens zu prüfen und sich um die Aufnahme in das Lexikon der Weltmarktführer zu kümmern.

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