Breitbandausbau im Landkreis geht weiter voran

Erschließung der „weißen Flecken“ und Gewerbegebiete

Dezernent Jochen Müssig informiert die Vertreter der Städte und Gemeinden in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Die Basisversorgung beim Breitbandausbau im Landkreis und die Anbindung aller Schulen mit Glasfaser sind abgeschlossen. Das schnelle Internet hat in der Corona-Pandemie bereits wertvolle Dienste geleistet. Ende Februar geht es weiter: Die „weißen Flecken“ und die Gewerbegebiete werden angeschlossen. Über die Vorgehensweise informiert das Landratsamt Main-Tauber-Kreis.

Für die Breitbanderschließung der „weißen Flecken“ und die Anbindung der Gewerbegebiete stellen der Bund und das Land Fördergelder zur Verfügung. Die Kosten des Ausbaus sind damit zu 90 Prozent gedeckt. Die verbleibenden Kosten teilen sich der Main-Tauber-Kreis und die Städte und Gemeinden jeweils hälftig.

Unter „weißen Flecken“ versteht man genutzte Liegenschaften im Außenbereich oder an den Ortsrändern, die nicht an die Breitbandinfrastruktur angeschlossen sind. Insgesamt können 314 Liegenschaften noch keinen schnellen Internetanschluss nutzen. Bei 20 Gewerbegebieten haben 344 Adressen keine schnelle Datenleitung.

Für den anstehenden Ausbau ist das Unternehmen NGN Fibernetwork KG aus Aubstadt, Landkreis Rhön-Grabfeld, verantwortlich. Es hat sich in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren durchgesetzt.

„Der Startschuss für die Bauarbeiten der Ausbaustufen drei und vier fällt in Wertheim und in Boxberg“, erklärt Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. In Wertheim kann NGN an einen eigenen, bereits verlegten Glasfaserstrang entlang des Mains anschließen. In Boxberg nutzt das Unternehmen einen eigenen Glasfaserstrang entlang der Bundesautobahn A 81.

Die Bauarbeiten verlaufen von Wertheim und Boxberg in Richtung mittleres Taubertal nach Tauberbischofsheim. Von dort geht es weiter in den südlichen Main-Tauber-Kreis bis nach Creglingen und Niederstetten. Berücksichtigt wird auch der Abschnitt von Wertheim bis nach Freudenberg am Main. Das Ausbauprojekt läuft von Ende Februar 2021 bis voraussichtlich Mai 2024. Nach Abschluss dieser Ausbauarbeiten kann der Landkreis eine beachtliche Breitbandinfrastruktur vorweisen.

Ende Februar wird über die Vorgehensweise zum Ausbau der innerörtlichen Breitbanderschließung in einer Bürgermeisterdienstversammlung entschieden.

Hintergrund

Der Main-Tauber-Kreis hat sich mit den Städten und Gemeinden bei der Breitbanderschließung für das Wirtschaftlichkeitslückenmodell entschieden. Die öffentliche Hand übernimmt also die Kosten, die private Unternehmen beim Ausbau nicht erwirtschaften können. Der Main-Tauber-Kreis ist im Breitbandausbau bereits gut aufgestellt. Im Basiskonzept stehen eine Mindestbandbreite von 50 Mbit/s im geförderten Ausbaugebiet sowie mindestens 30 Mbit/s in Bereichen, in denen die Telekom den Ausbau eigenwirtschaftlich umgesetzt hat, zur Verfügung. Auf dieses Basiskonzept wird die Vectoring-Technik aufgesattelt, die Bandbreiten zwischen 100 Mbit/s und 250 Mbit/s im Download ermöglicht. Im Main-Tauber-Kreis sind außerdem alle 82 Schulen mit einem Glasfaseranschluss versorgt.

Informationen zur Breitbandinfrastruktur und zum Ausbaukonzept gibt es unter www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau. Näheres zur Internetversorgung speziell in Wertheim gibt es unter www.wertheim.de/internetversorgung.

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Wertheim
Telefon 09342 / 301-0
Telefax 09342 / 301-500
E-Mail-Kontakt