Alte Weingärtnerhäuser sollen wieder bewohnbar werden

Denkmalförderung für Sanierung der historischen Gebäude

Der Erhalt der beiden ehemaligen Weingärtnerhäuser in der Mühlenstraße ist gesichert. Foto: Stadt Wertheim

Eigentlich waren sie bereits zum Abriss freigegeben, jetzt sollen sie doch instandgesetzt und wieder bewohnt werden: Zwei aneinandergebaute ehemalige Weingärtnerhäuser in der Wertheimer Mühlenstraße haben quasi in letzter Minute neue Liebhaber gefunden. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben einer Interessengemeinschaft mit einem Zuschuss von 100.000 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale.

„Nach jahrelangem Leerstand können die beiden großen, eindrucksvollen Häuser nun doch erhalten werden“, freut sich Roland Bürkle, Vorstandsvorsitzender der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Sie seien nicht nur als charakteristische Gebäude eines regionaltypischen Berufsstands denkmalschutzwürdig, sondern auch als Bestandteile eines geschlossen überlieferten historischen Straßenzuges.

Der entsprechende Bereich der Mühlenstraße lag in der einstigen Vorstadt von Wertheim entlang der Tauber. Eine ganze Reihe von Wengerterhäusern steht hier mit dem Giebel zur Straße und prägt das Erscheinungsbild. Typisch sind jeweils die großen, sandsteingerahmten Torbögen auf Straßenniveau, die den Zugang zu den dahinter in den Berg gebauten Kellerräumen ermöglichten. Auch das darüberliegende Erdgeschoss ist massiv gemauert, während bis zu drei Obergeschosse mit Fachwerk erstellt wurden. Mit Biberschwänzen gedeckte Mansarddächer vervollständigen das Bild.

Zur Sicherung und Nutzbarmachung der beiden Gebäude mit den Hausnummern 17 und 19 werden neben statischen Sicherungen auch Instandsetzungen an Dächern, Fachwerkkonstruktionen und Putzoberflächen nötig sein. Im Inneren sollen Böden, Türen und wandfeste Ausstattungselemente erhalten werden.

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