Kita Sonderriet um eine Krippengruppe erweitert

Großer Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren

Über selbstgebastelte Blumen freute sich OB Markus Herrera Torrez bei seinem Besuch in der Kindertagesstätte Sonderriet. Die Einrichtung wurde um eine Krippengruppe erweitert. Foto: Stadt Wertheim

Der Oberbürgermeister hatte ein Buch als Geschenk mitgebracht. Von den Kindern erhielt er umgekehrt selbstgebastelte Blumen und von den Erwachsenen viele Lobes- und Dankesworte. Anlass war die offizielle Eröffnung der neuen Krippengruppe in der evangelischen Kindertagesstätte Sonderriet. „Wir haben hier im Dorf keinen Kaufladen und keinen Doktor. Da zählt ein Kindergarten mit Krippengruppe besonders viel“, unterstrich Ortsvorsteher Udo Kempf die Bedeutung der Maßnahme. Der Kindergarten hat jetzt Platz für 25 Kinder zwischen drei und sechs Jahren und in der Krippengruppe für zehn Kinder unter drei Jahren.

Die bauliche Erweiterung war im September mit den Rohbau- und Fundamentarbeiten gestartet, rekapitulierte der OB die vergangenen Monate. Für die neue Krippengruppe wurde der bisherige Intensivraum umgenutzt und mit einem direkten Notausgang versehen. Aus dem einstigen Lager- hat man einen Waschraum und im Dachgeschoss neue Lagerflächen geschaffen. In Holzständerbauweise wurde ein Schlafraum angebaut. Die Ergänzung der Außenanlage für die Krippenkinder wird noch folgen.
 
Notwendig war die Erweiterung geworden, weil sich der Trend stetig rückläufiger Kinderzahlen inzwischen umgekehrt habe, so erläuterte Herrera Torrez. Auch im Evangelischen Kindergarten Sonderriet gebe es eine große Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren. In der Kindergartenbedarfsplanung 2019/20 sei diese nur eine von mehreren Maßnahmen, die sich auf insgesamt rund 1,5 Millionen Euro summierten. Die Erweiterung in Sonderriet schlage mit 150.000 Euro zu Buche.
 
Für ihn sei dies, auch dank der Stadt, eine relativ stressfreie Maßnahme gewesen, erklärte Pfarrer Christoph Brandt als Vertreter des Trägers. Je früher die erzieherische Arbeit in den Kinderbetreuungseinrichtungen beginnen könne, desto besser. „Auch wir vom Ortschaftsrat freuen uns“, versicherte Ortsvorsteher Udo Kempf. Er hob die Eigenleistungen der Eltern besonders lobend hervor. „Der Bedarf für diese Erweiterung war wirklich da. Wir konnten den Anfragen nicht mehr gerecht werden“, berichtete die Leiterin der Tagesstätte, Bianca Mai. Sie sei „erstaunt gewesen, wie viel Mitspracherecht wir bei der Neugestaltung hatten.“ Für September kündigte die Leiterin einen Tag der offenen Tür im Rahmen der 60-Jahrfeier des Kindergartens an.

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