„Runder Tisch“ zum Gewerbegebiet Reinhardshof

Weiterentwicklung wird gemeinsam besprochen

Die Nachfrage ist hoch, deshalb stehen nur noch wenige Hektar freie Fläche im Gewerbegebiet Reinhardshof zur Verfügung. Foto: Stadt Wertheim / Peter Frischmuth

Zur weiteren Entwicklung des Gewerbegebiets Reinhardshof wird die Verwaltung einen „Runden Tisch“ einberufen. Er soll Transparenz schaffen, Dialog ermöglichen, Unklarheiten ausräumen und eine Kompromisslösung vorbereiten. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag auf Vorschlag von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez einstimmig beschlossen. Auf der Grundlage der am „Runden Tisch“ erarbeiteten Informationen will das Gremium dann über die weitere Entwicklung des Gewerbegebietes entscheiden.

„Wir wollen weiter wachsen“, machte der Oberbürgermeister einleitend deutlich. Dazu sei es notwendig, entsprechende Flächen anbieten zu können. Das bestehende Gewerbegebiet Reinhardshof (Abschnitte 1 bis 4) mit insgesamt 53 Hektar Fläche ist nahezu vollständig belegt. Allein seit 2014 hat die Stadtverwaltung rund 17,9 Hektar überwiegend an Wertheimer Unternehmen verkauft. Weitere 10,7 Hektar sind als Optionsflächen reserviert, während über 5,4 Hektar von der Verwaltung konkrete Verkaufsverhandlungen geführt werden. „Damit bleibe eine Reserve von nur noch 4,6 Hektar Fläche“, erläuterte Stadtbaumeister Armin Dattler in der Sitzung. Vor diesem Hintergrund habe der Gemeinderat 2017 einstimmig die Weiterentwicklung des Gewerbegebiets beschlossen und Bebauungsplanverfahren für die Abschnitte 5 bis 10 eingeleitet.

In der Folgezeit entwickelte sich dazu eine intensive öffentliche Diskussion. Kritische Position bezog dabei vor allem die Nabu-Ortsgruppe Wertheim mit der Forderung, die ökologischen Belange im Interessensausgleich zwischen Naturschutz, Wirtschaftskraft und Stadtentwicklung deutlich stärker zu gewichten. Die Folge der, so der Oberbürgermeister, „breiten gesellschaftlichen Debatte“ soll nun die Einberufung des „Runden Tischs“ sein. Er wird sich zusammensetzen aus Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, des Naturschutzes, der Umweltschutzbehörde des Landratsamtes, der Gemeinderatsfraktionen, der Stadtteilbeiräte Wartberg, Reinhardshof und Vockenrot sowie der Verwaltung und noch im ersten Quartal 2020 erstmals stattfinden.

Der „Runde Tisch“ solle dazu beitragen, Klarheit und Planungssicherheit für alle Seiten zu schaffen, „damit wir das Thema nicht alle zwei bis drei Jahre neu diskutieren müssen“, erhoffte sich Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez. Die Einberufung ist auch Teil einer Mediationsvereinbarung zwischen dem Nabu Wertheim und der Stadtverwaltung.

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