„Hinter der täglichen Statistik stehen geliebte Menschen“

OB Herrera Torrez zum bundesweiten Corona-Gedenken

Am Sonntag findet die „Zentrale Gedenkveranstaltung für die Todesopfer in der Corona-Pandemie“ statt. Die Stadt Wertheim beteiligt sich mit Trauerbeflaggung am Gedenken. Foto: Stadt Wertheim

Die Fahnen an öffentlichen Gebäuden in Wertheim  tragen am Sonntag Trauerflor oder sind auf halbmast gesetzt. Mit der Trauerbeflaggung beteiligt sich die Stadt am bundesweiten gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie, zu dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aufgerufen hat.

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez ist „dankbar, dass der Bundespräsident mit seiner Initiative eine Möglichkeit geschaffen hat, im ganzen Land der Verstorbenen, ihrer Angehörigen, aber auch derjenigen zu gedenken, die lange an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung leiden. Im Main-Tauber-Kreis sind seit Beginn der Pandemie mehr als 80 Menschen gestorben. Auch in Wertheim haben wir Menschen an die Krankheit verloren“.

Für die Öffentlichkeit gehörten die Zahlen der Verstorbenen mittlerweile zum Alltag, sie seien Teil einer Statistik und der Nachrichten. „Für die hinterbliebenen Familien und Freunde sind sie viel mehr als das, nämlich geliebte Menschen.“ Das dürfe man bei all den Diskussionen um die Pandemie niemals vergessen.

Der Tag des Innehaltens solle deutlich machen, dass die Gemeinschaft Anteil nehme am Leid der Hinterbliebenen. „Viele Menschen starben einsam, viele Angehörige konnten nicht in angemessener Weise Abschied nehmen – das schmerzt besonders.“ Das gemeinsame Gedenken soll auch dazu aufrufen, den Schutz des Lebens und der Gesundheit ins Zentrum der Pandemiebewältigung zu rücken. „Die eindringlichen Warnungen der Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser müssen ernst genommen werden.“

Dank der Leistungen in Medizin und Forschung bestehe Hoffnung, dass die Pandemie mit zunehmendem Impffortschritt bald beherrschbar werde. Deshalb appelliert Oberbürgermeister Herrera Torrez: „Lassen Sie uns weiterhin gegenseitige Rücksichtnahme leben und vorleben. Lassen Sie uns weiterhin als Gemeinschaft zusammenstehen.“

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