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Veranstaltungen

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Montag, 19.04.2021 19.30 Uhr

Vortrag "Hopfen und Malz, Gott erhalt´s"

Vorlage: Staatsarchiv Wertheim
Veranstalter
Kulturamt Kloster Bronnbach i.Z.m. Archivverbund Main-Tauber
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber Staatsarchiv Wertheim
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Torsten Englert, Hardheim, über 350 Jahre Brauereigeschichte in Bronnbach

Beschreibung

Torsten Englert berichtet von der Brautradition im Kloster Bronnbach. Angefangen von der Klosterbrauerei zur Zeit der Zisterzienser bis hin zu Entstehung der Fürstlichen Schlossbrauerei im 19. Jahrhundert zeichnet er die Geschichte der Braukunst in Bronnbach nach.  

Der Referent war über 25 Jahre im Vorstand/Beirat des Museumsvereins Erfatal e.V., davon von 2003 bis 2013 als 1. Vorsitzender. Er ist Ausstellungsmacher, Verfasser zahlreicher heimatgeschichtlicher Beiträge und Autor von Biographien. Beruflich ist er in der Steuerabteilung der Oberfinanzdirektion Karlsruhe tätig.  

Der Vortrag begleitet die Jubiläums-Ausstellung „350 Jahre Brauerei Bronnbach. Historische Tatsache oder zeitgenössisches Marketing?“. Diese ist bis 10. September im Archivverbund Main-Tauber zu sehen.

Dienstag, 18.05.2021 19.30 Uhr

Vortrag über einen Wertheimer Zeitzeugen der Badischen Revolution 1848/49

© Dieter Zeh
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Lesesaal Archivverbund Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dieter Zeh über "Philipp Reiter, ein Wertheimer Zeuge der Badischen Revolution 1848/49"

Beschreibung

Philipp Reiter beteiligte sich 1848 am gescheiterten Aufstand Friedrich Heckers und suchte dann Zuflucht im schweizerischen Aarau. 1849 war er in der Revolutionsarmee als Kriegskommissar eingesetzt. In der Festung Rastatt hatte er die bedeutende Funktion eines Proviantmeisters inne. Nach der Kapitulation war er wie viele seiner Leidensgenossen in den Kasematten der Festung eingekerkert. Er wurde schließlich zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein Gnadenerlass ermöglichte ihm die Auswanderung nach Nordamerika.  

Auskunft über diese Ereignisse geben über 80 Briefe, die der Referent Dieter Zeh eher zufällig in der Universitätsbibliothek Basel entdeckte. Dort erforschte er den Nachlass des aus Wertheim stammenden Musikers und Komponisten Ernst Reiter, dem älteren Bruder Philipp Reiters, an den ein Teil der Briefe gerichtet ist. Diese bisher unveröffentlichten und nicht ausgewerteten Briefe zeichnen – zusammen mit den Gerichtsakten im Generallandesarchiv Karlsruhe – das facettenreiche Portrait einer bisher wenig beachteten Persönlichkeit der Badischen Revolution. Ein 2020 im Antiquariatshandel aufgetauchter Brief Philipp Reiters vom 3. Mai 1848 gibt dem Vortrag eine zusätzliche Aktualität.  

Dieter Zeh, geboren 1942 in Wertheim, wohnt im südbadischen Grenzach-Wyhlen. Nach Abitur und Studium war er als Schul- und Kirchenmusiker tätig. Schwerpunkt seiner musikwissenschaftlichen Tätigkeit ist die Wiederentdeckung und Publizierung zu Unrecht vergessener Werke. Ganz besonders widmet er sich Komponisten, die in Wertheim tätig waren oder von dort stammten. Bei diesen Arbeiten stieß er über Ernst Reiter auf dessen Bruder Philipp.

Mittwoch, 13.10.2021 19.30 Uhr

Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Wertheim

Funkprotokoll © Staatsarchiv
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Lesesaal Archivverbund Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Vanessa Geiger, Uettingen

Beschreibung

Am Ostersonntag 1945, dem 1. April, entging Wertheim nur knapp einer Katastrophe. Die amerikanischen Truppen hatten auf den Hügeln um Wertheim Stellung bezogen und bereiteten den Angriff auf die Stadt vor, um diese zu besetzten. Nachdem die Amerikaner tags zuvor Nassig vollständig zerstört hatten, ist es engagierten Wertheimern zu verdanken, dass die Stadt nicht das gleiche Schicksal ereilte. Trotz der Gefahren, die mit einer Kapitulation verbunden waren, hissten mehrere mutige Bürger auf dem Burgfried eine weiße Fahne und gaben so das Signal, dass die Stadt kampflos übergeben werden sollte. Das besondere hierbei: Kurz nach dem ersten Hissen der Fahne musste diese auf Befehl des damaligen Bürgermeisters Hermann Dürr wieder eingeholt werden und konnte erst kurze Zeit später endgültig gehisst werden.

Dieser Vortrag versucht auf Basis neuester Forschungen die Ereignisse möglichst genau zu rekonstruieren und dabei auch auf die Gefahren einer Kapitulation einzugehen, denen sich die Beteiligten aussetzten.  

Vanessa Geiger studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Geschichte. Im Rahmen ihrer Masterarbeit, die von Prof. Dr. Matthias Stickler und PD Dr. Frank Kleinehagenbrock betreut wurde, hat sie sich ausführlich mit den Ereignissen am Ende des Zweiten Weltkrieges in Wertheim und der Region befasst.

Donnerstag, 28.10.2021 19.30 Uhr

Vortrag "Kontinuitäten und Neubeginne - auch in Wertheim?"

© Universität Mannheim
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Archivverbund Main-Tauber Staatsarchiv Wertheim
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Prof. Dr. Philipp Gassert, Mannheim, über die schwierigen Wege zur Demokratie nach 1945

Beschreibung

Im historischen Rückblick wirkt das Jahr 1945 wie eine klare Zäsur: Militärisch war die Wehrmacht geschlagen, das Deutsche Reich staatlich ausgelöscht, der Nationalsozialismus untergegangen. Städte lagen in Schutt und Asche, Menschen irrten in Ruinen umher, Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, Soldaten gingen in Kriegsgefangenschaft. Die politische und militärische Führung des Landes wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt. Intellektuelle und Schriftsteller hofften auf einen geistigen Neuanfang in einer „Stunde Null“.

Doch die Vorstellung eines klaren Schnitts 1945 wird kaum noch geteilt. Es war, auch in Wertheim, eine Phase der Unsicherheit, der Neuorientierung, aber auch der Besinnung auf Althergebrachtes. Existierende Strukturen und Machtverhältnisse blieben in wesentlichen Teilen intakt. Es dauerte, bis sich, trotz der formalen Demokratisierung in der Besatzungszeit, die Mehrheit der Westdeutschen zur liberalen Demokratie als Basis der wirtschaftlichen Prosperität und eines guten Lebens bekannte. Der Vortrag fragt nach Kontinuität und Wandel in der Übergangsphase nach 1945 und erinnert an historische Weichenstellungen, auf denen unser Gemeinwesen bis heute basiert.  

 

Der gebürtige Wertheimer Prof. Dr. Philipp Gassert lehrt Zeitgeschichte am Historischen Institut der Universität Mannheim und ist Mitglied des Vorstands der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. 2018 erschien bei Kohlhammer die Monographie „Bewegte Gesellschaft: Deutsche Protestgeschichte seit 1945“.

Dienstag, 09.11.2021 19.30 Uhr

Hass, Hetze, Mord. Das Attentat auf Matthias Erzberger vor 100 Jahren

© Haus der Geschichte BW
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Archivverbund Main-Tauber Staatsarchiv Wertheim
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dr. Christopher Dowe, Stuttgart

Beschreibung

Ein politischer Mord erschütterte 1921 die junge Weimarer Republik. Eine rechte antirepublikanische Geheimorganisation hatte den ehemaligen Vizekanzler und Reichsfinanzminister Matthias Erzberger im Schwarzwald ermordet. Hass und systematische Hetze waren diesem Terroranschlag vorausgegangen. Warum der württembergische Katholik und demokratische Zentrumspolitiker Matthias Erzberger zu Beginn der Weimarer Republik so verhasst war, zeigt der Historiker Dr. Christopher Dowe vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und beleuchtet dabei zentrale Konfliktlinien der deutschen Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts.  

Dr. Christopher Dowe arbeitet als Historiker im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Er hat u.a. die Ausstellung der Erinnerungsstätte Matthias Erzberger im Geburtshaus des Politikers in Münsingen-Buttenhausen kuratiert und eine Erzberger-Biografie verfasst.

Ansprechpartner

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Telefon 09342 / 301-411
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