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Veranstaltungen

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Dienstag, 21.09.2021 18.30 Uhr

Vortrag "Die Altstadt Wertheim am Main"

Veranstalter
IZKK, ISC und Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Fraunhofer Instituts
Bronnbach 9
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dr. Jörg Paczkowski, Wertheim

Beschreibung

Stadtanlage und Natur sind in Wertheim eine Symbiose eingegangen, die es selten so noch gibt. Diese Situation hat sich in Wertheim bis heute kaum verändert, d.h. nicht nur die Altstadt blieb im Kern erhalten, sondern auch die historische Stadtsilhouette. Die geschichtliche Entwicklung ist vom hohen Mittelalter bis auf den heutigen Tag abzulesen, auch wenn es Anfang der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts zu größeren Veränderungen kam. Die Altstadt und deren Gebäude sind so empfindlich in ihrer Gesamtheit, dass es umso mehr gilt, vorsichtig und sensibel bei Maßnahmen in der Stadt vorzugehen.

Im Vortrag sollen die Strukturen, Veränderungen und Besonderheiten Wertheims aufgezeigt werden.

Donnerstag, 23.09.2021 19 Uhr

Vortrag "Zisterzienserklöster und Wassernutzung"

Veranstalter
Kulturamt Kloster Bronnbach
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Josephsaal
Bronnbach 9
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dr. Ulrich Knapp

Beschreibung

Wasser ist eine entscheidende Ressource bei der Auswahl eines Klosterstandortes. Es ist Lebensmittel, Energieträger und Wirtschaftsfaktor. Das umfassende Nutzungsrecht und die Sicherung des Trinkwassers zählen zu den wichtigsten Elementen in den Stiftungsurkunden. Die großen Klöster, insbesondere der Zisterzienser, entwickelten sich zu Pionieren im Wasserbau.

Mittwoch, 13.10.2021 19.30 Uhr

Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Wertheim

Funkprotokoll © Staatsarchiv
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Vanessa Geiger, Uettingen

Beschreibung

Am Ostersonntag 1945, dem 1. April, entging Wertheim nur knapp einer Katastrophe. Die amerikanischen Truppen hatten auf den Hügeln um Wertheim Stellung bezogen und bereiteten den Angriff auf die Stadt vor, um diese zu besetzten. Nachdem die Amerikaner tags zuvor Nassig vollständig zerstört hatten, ist es engagierten Wertheimern zu verdanken, dass die Stadt nicht das gleiche Schicksal ereilte. Trotz der Gefahren, die mit einer Kapitulation verbunden waren, hissten mehrere mutige Bürger auf dem Burgfried eine weiße Fahne und gaben so das Signal, dass die Stadt kampflos übergeben werden sollte. Das besondere hierbei: Kurz nach dem ersten Hissen der Fahne musste diese auf Befehl des damaligen Bürgermeisters Hermann Dürr wieder eingeholt werden und konnte erst kurze Zeit später endgültig gehisst werden.

Dieser Vortrag versucht auf Basis neuester Forschungen die Ereignisse möglichst genau zu rekonstruieren und dabei auch auf die Gefahren einer Kapitulation einzugehen, denen sich die Beteiligten aussetzten.  

Vanessa Geiger studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Geschichte. Im Rahmen ihrer Masterarbeit, die von Prof. Dr. Matthias Stickler und PD Dr. Frank Kleinehagenbrock betreut wurde, hat sie sich ausführlich mit den Ereignissen am Ende des Zweiten Weltkrieges in Wertheim und der Region befasst.

Freitag, 15.10.2021

Bronnbacher Quittentag

Veranstalter
Kulturamt Kloster Bronnbach
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Außenbereich
Bronnbach 9
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag und Führungen rund um die Quittenfrucht

Beschreibung

Mit Marius Wittur, Fränkisches Rekultivierungsprojekt alte Quittensorten MUSTEA©

Der Quittenanbau geht auf eine lange Tradition zurück. Die Frucht ist heutzutage trotz ihrer guten Nutzungsmöglichkeit selten. Im deutschsprachigen Raum macht sie daher noch 0,5 Prozent aller Obstbäume aus. Die Bewahrung alter Sorten ist deswegen von besonderer Bedeutung. Der Quittenpfad in Bronnbach wurde 2019 eröffnet und steht in der Tradition der klösterlichen Nutzung der Quitte. Inzwischen umfasst er mehr als 40 Sorten und 60 Bäume. Der Pfad bildet damit ein lebendiges Archiv der historischen Vielfalt und Nutzung der einzigartigen Pflanze.

Donnerstag, 28.10.2021 19.30 Uhr

Vortrag "Kontinuitäten und Neubeginne - auch in Wertheim?"

© Universität Mannheim
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Prof. Dr. Philipp Gassert, Mannheim, über die schwierigen Wege zur Demokratie nach 1945

Beschreibung

Im historischen Rückblick wirkt das Jahr 1945 wie eine klare Zäsur: Militärisch war die Wehrmacht geschlagen, das Deutsche Reich staatlich ausgelöscht, der Nationalsozialismus untergegangen. Städte lagen in Schutt und Asche, Menschen irrten in Ruinen umher, Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, Soldaten gingen in Kriegsgefangenschaft. Die politische und militärische Führung des Landes wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt. Intellektuelle und Schriftsteller hofften auf einen geistigen Neuanfang in einer „Stunde Null“.

Doch die Vorstellung eines klaren Schnitts 1945 wird kaum noch geteilt. Es war, auch in Wertheim, eine Phase der Unsicherheit, der Neuorientierung, aber auch der Besinnung auf Althergebrachtes. Existierende Strukturen und Machtverhältnisse blieben in wesentlichen Teilen intakt. Es dauerte, bis sich, trotz der formalen Demokratisierung in der Besatzungszeit, die Mehrheit der Westdeutschen zur liberalen Demokratie als Basis der wirtschaftlichen Prosperität und eines guten Lebens bekannte. Der Vortrag fragt nach Kontinuität und Wandel in der Übergangsphase nach 1945 und erinnert an historische Weichenstellungen, auf denen unser Gemeinwesen bis heute basiert.  

Der gebürtige Wertheimer Prof. Dr. Philipp Gassert lehrt Zeitgeschichte am Historischen Institut der Universität Mannheim und ist Mitglied des Vorstands der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. 2018 erschien bei Kohlhammer die Monographie „Bewegte Gesellschaft: Deutsche Protestgeschichte seit 1945“.

Dienstag, 09.11.2021 19.30 Uhr

Hass, Hetze, Mord. Das Attentat auf Matthias Erzberger vor 100 Jahren

© Haus der Geschichte BW
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dr. Christopher Dowe, Stuttgart

Beschreibung

Ein politischer Mord erschütterte 1921 die junge Weimarer Republik. Eine rechte antirepublikanische Geheimorganisation hatte den ehemaligen Vizekanzler und Reichsfinanzminister Matthias Erzberger im Schwarzwald ermordet. Hass und systematische Hetze waren diesem Terroranschlag vorausgegangen. Warum der württembergische Katholik und demokratische Zentrumspolitiker Matthias Erzberger zu Beginn der Weimarer Republik so verhasst war, zeigt der Historiker Dr. Christopher Dowe vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und beleuchtet dabei zentrale Konfliktlinien der deutschen Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts.  

Dr. Christopher Dowe arbeitet als Historiker im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Er hat u.a. die Ausstellung der Erinnerungsstätte Matthias Erzberger im Geburtshaus des Politikers in Münsingen-Buttenhausen kuratiert und eine Erzberger-Biografie verfasst.

Ansprechpartner

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Nico Hildenbrand
Telefon 09342 / 301-411
Telefax 09342 / 301-505
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Angela Steffan
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Telefax 09342 / 301-503
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