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Veranstaltungen

Freitag, 28.01.2022 | 18 Uhr

Winterabendführung mit Orgel und Glühwein

Foto: Gerd Brander
Veranstalter
Kulturamt Kloster Bronnbach
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Treffpunkt Klosterladen
Bronnbach 9
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Themenführung mit Kurt Lindner

Beschreibung

Im Winter liegt ein besonderer Zauber auf der ehemaligen Zisterzienserabtei Bronnbach. Gästeführer Kurt Lindner macht ihn bei der Abendführung erlebbar. Er gewährt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in die Geschichte des Klosters und stellt das Leben und den Alltag der Grauen Mönche in der klirrenden Kälte des winterlichen Klosters dar. Im Anschluss gibt es ein 15-minütiges Konzert auf der historischen Schlimbach-Orgel. Zum Abschluss können sich alle bei einer Tasse Glühwein in der Vinothek aufwärmen.

Es gilt die 2G-Plus-Regel sowie FFP2-Maskenpflicht.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 09342/935202020 oder an info@kloster-bronnbach.de.

Mittwoch, 02.02.2022 | 18 bis 21 Uhr

Katholisches Leben in Wertheim

Fronleichnamsprozession 1968 in Wertheim
Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, Historischer Verein Wertheim
Kurzbeschreibung

Workshop unter Leitung von PD Dr. Frank Kleinehagenbrock und Dr. Monika Schaupp

Beschreibung

Stadt und Grafschaft Wertheim waren seit dem Reformationsjahrhundert lutherisch. Der vornehmlich evangelische Charakter der Stadt blieb bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Aufgrund der Konversion des Grafen Johann Dietrich von Löwenstein-Wertheim 1621 zum Katholizismus lebten aber doch andauernd Katholikinnen und Katholiken in der Stadt. Sie gründeten im 19. Jahrhundert eine eigene Pfarrgemeinde, und nach 1945 erhöhte sich ihr Anteil deutlich. Der Workshop beschäftigt sich bei einer gemeinsamen Quellenlektüre mit dieser konfessionellen Minderheit und beleuchtet dabei vor allem das oftmals nicht einfache Nebeneinander der Konfessionen in früherer Zeit.  

Die Veranstaltung findet je nach Pandemielage entweder vor Ort im Archivverbund Main-Tauber in Bronnbach oder als reines Online-Seminar statt. Eine Anmeldung ist in jedem Fall bis Sonntag, 30. Januar, erforderlich: per Mail an stawertheim@la-bw.de oder telefonisch unter 09342/91592-0. Bei der Anmeldung bitte angeben, ob auch eine online-Teilnahme möglich ist.

 

Freitag, 11.02.2022 | 19 Uhr

Vortrag "Wie heißt das doch gleich...?"

Veranstalter
Kulturamt Kloster Bronnbach i.V.m. Universitätsbund Würzburg
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach
Bronnbach 9
97877 Wertheim
Beschreibung

Im Rahmen der Wintervortragsreihe des Unibund Würzbzurg

Vortrag von Dr. Thomas Polak: "Wie heißt das doch geich...?" Wie unser Gedächtnis funktioniert und was es bedeutet, wenn es nachlässt.

 

Dienstag, 22.02.2022 | 19 Uhr

Vortrag: Einblicke in das neue digitale Normal

Veranstalter
Kulturamt Kloster Bronnbach i.V.m. Universitätsbund Würzburg
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach
Bronnbach 9
97877 Wertheim
Beschreibung

Im Rahmen der Wintervortragsreihe des Unibunds Würzburg

Vortrag von Dr. Lukas Kagerbauer

Mittwoch, 23.02.2022 | 19.30 Uhr

Vortrag über Dom Miguel I. de Braganca

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Dom Miguel I. de Bragança (1802-1866). Bronnbacher Exil und späte Umbettung eines umstrittenen Königs

Vortrag von Holger Kohler, Würzburg

Beschreibung

Am 5. April 1967 sei „der portugiesischste unserer Könige“ in sein „Vaterland“ zurückgekehrt. So pathetisch beschrieb die Zeitung Diário da Manhã die Überführung der sterblichen Überreste Miguels I. vom beschaulichen Engelberg bei Großheubach in die Grablege der Dynastie Bragança nach Lissabon. Wie kam es, dass Dom Miguel seinen letzten Lebensabschnitt in Unterfranken verbrachte? Er regierte Portugal als absoluter Monarch von 1828 bis 1834 in politisch instabiler Zeit, in der er mit seinem dem Konstitutionalismus zugeneigten Bruder Pedro IV. in Konkurrenz stand. Der innerdynastische Konflikt im Hause Bragança bildete die tiefe Spaltung Portugals in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in ein absolutistisch-ständisch und liberal-konstitutionelles Lager ab. Die Auseinandersetzung gipfelte in einem zweijährigen Bürgerkrieg, in welchem schließlich die absolutistische Partei Dom Miguels unterlag.  

Daraufhin verschlug es den abgesetzten König über mehrere Stationen – darunter der Heilige Stuhl – schließlich nach Unterfranken. Nach Heirat mit Adelheid von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg im Schloss Löwenstein fungierte Dom Miguel als Aushängeschild seiner fürstlichen Gastgeber und Exponent des internationalen Katholizismus. Duarte Pio de Bragança, Nachkomme eines der zahlreichen im „Bronnbacher Exil“ geborenen Kinder, fordert noch heute die Rückkehr auf den portugiesischen Thron.  

Referent Holger Kohler schloss sein Studium der Fächer Geschichte, Englisch und Politikwissenschaften an der Universität Würzburg mit einer Arbeit über Dom Miguel I. „Zwischen Gunst und Hass“: Die Untersuchung eines kontroversen Herrscherportraits (1833-1967)“ ab. Daneben wirkte er am Drittmittelprojekt der Universität Bonn „Merck 1668-2018 – Von der Apotheke zum Weltkonzern“ mit. Seit 2021 ist er Doktorrand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Aufarbeitung der iberischen Diktaturen im europäischen und lateinamerikanischen Kontext.

Mittwoch, 23.03.2022 | 19.30 Uhr

Katholisches Wertheim im Nationalsozialismus

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dr. habil. Dieter Fauth, Wertheim/Zell am Main

Beschreibung

In Wertheim war der Widerspruch gegen das NS-Regime bei Katholiken besonders groß. Dies entspricht den Verhältnissen in ganz Deutschland. Der Katholizismus war in Wertheim sogar der einzige Standpunkt, von dem aus nicht nur ein Widerspruch Einzelner, sondern ganzer Kreise bzw. Gruppen gelang. Zu nennen wäre der katholische Kirchengemeinderat in Reicholzheim, eine Lehrergruppe des Wertheimer Gymnasiums, Amtsträger in der katholischen Kirche und Ortsvereine der Zentrumspartei. Der Vortrag beruht auf dem Wissen im Wertheimer Projekt Stolpersteine. Wie in diesem Projekt insgesamt, wird auch im Vortrag der Blick auf die Mutigen und nicht auf die Täter von damals gerichtet.  

Dr. habil. Dieter Fauth ist Konrektor der Comenius-Realschule Wertheim sowie kommissarischer Schulleiter der Werkrealschule Urphar-Lindelbach. Er leitet das Wertheimer Schulprojekt Stolpersteine. Im Historischen Verein Wertheim e.V. ist er Vorstandsmitglied. Bücher, Buch- und Zeitschriftenbeiträge verfasste er u.a. zum innerprotestantischen Dissidentismus im 16., 17. und 20. Jahrhundert (siehe www.dieterfauth.de).  

Mittwoch, 06.04.2022 | 19.30 Uhr

Die Fürsten von Löwenstein und der Laienkatholizismus

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Von katholischen Adelsnetzwerken zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Die Fürsten von Löwenstein und der organisierte Laienkatholizismus

Vortrag von PD Dr. Frank Kleinehagenbrock, Wertheim/Bonn

Beschreibung

Die jeweiligen Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg haben von seiner Entstehung 1868 bis zu den kirchlichen und sozialen Umbrüchen der späten 1960er Jahre die meiste Zeit dem Zentralkommitee der deutschen Katholken vorgestanden. Hinter ihnen standen in den Anfangsjahren katholische Adelsnetzwerke, die von der ultramontanen Ausrichtung der katholischen Kirche im Pontifikat Papst Pius‘ IX geprägt waren. Dennoch stellte die im wilhelminischen Kaiserreich unerwünschte Koordination der Tätigkeiten der katholischen Vereine ein wichtiges Element der kritischen Öffentlichkeit dar. Diese Entwicklungen fanden auch in Wertheim ihren Niederschlag.  

PD Dr. Frank Kleinehagenbrock war nach seiner Promotion zur Grafschaft Hohenlohe im Dreißigjährigen Krieg Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geschichte der Universität Würzburg, anschließend dort Lehrstuhlvertreter für Neuere Geschichte und Akademischer Oberrat. Seine Habilitationsschrift beschäftigt sich mit konfessionellen Konflikten nach 1648. Seit September 2016 ist er Geschäftsführer der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn. Er ist 1. Vorsitzender des Historischen Vereins Wertheim. Forschungsschwerpunkte liegen u.a. auf der Konfessions-, Rechts-, Verwaltungs- und Verfassungsgeschichte der Frühen Neuzeit, auf der Geschichte des Katholizismus in Deutschland sowie allgemein auf der Landesgeschichte des württembergisch-fränkischen Raumes, insbesondere der Grafschaften Wertheim und Hohenlohe.

Mittwoch, 27.04.2022 | 19.30 Uhr

Kloster Bronnbach vor 800 Jahren

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Zentrum des Glaubens, der Wirtschaft und der Kunst – Kloster Bronnbach vor 800 Jahren. Vortrag aus Anlass des Kirchweihe-Jubiläums 1222-2022

Vortrag von PD Dr. Johannes Sander, Würzburg

Beschreibung

Mit seiner eindrucksvollen romanischen Kirche, der gut erhaltenen Klausur und den umfangreichen Wirtschaftsgebäuden in der Umgebung gehört das Kloster Bronnbach heute zu den eindrucksvollsten Zisterzienseranlagen in ganz Deutschland. Als Zentrum des Glaubens, der Wirtschaft und der Kunst war diese kirchliche Institution darüber hinaus schon im hohen Mittelalter für die geschichtliche Entwicklung der Taubergegend zwischen Wertheim und Tauberbischofsheim von großer Bedeutung. 1151 noch zu Lebzeiten des berühmten Bernhard von Clairvaux als Tochter von Maulbronn gegründet, wurde bald darauf auch mit dem Bau der Bronnbacher Abteikirche begonnen. Deren Konsekration am 28. April 1222 durch den Würzburger Weihbischof Wilhelm von Havelburg ist der Anlass des Jubiläumsvortrags, der einen Überblick über Geschichte und Architektur dieser exemplarischen Zisterzienserabtei geben möchte.  

Priv.-Doz. Dr. Johannes Sander studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik an den Universitäten in Würzburg und Wien und wurde 2012 mit einer Arbeit über den Kirchenbau des 19. Jahrhunderts in Bayern promoviert. 2018 habilitierte er sich mit einer Monografie über die mittelalterliche Baugeschichte des Würzburger Domes. Er ist als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Universität Würzburg sowie als freier Wissenschaftler, Autor, Redakteur, Stadt- und Museumsführer tätig.

Mittwoch, 04.05.2022 | 19.30 Uhr

Philipp Reiter, ein Wertheimer Zeitzeuge der Badischen Revolution 1848/49

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dieter Zeh, Grenzach-Wyhlen

Beschreibung

Philipp Reiter beteiligte sich 1848 am gescheiterten Aufstand Friedrich Heckers und suchte dann Zuflucht im schweizerischen Aarau. 1849 war er in der Revolutionsarmee als Kriegskommissar eingesetzt. In der Festung Rastatt hatte er die bedeutende Funktion eines Proviantmeisters inne. Nach der Kapitulation war er wie viele seiner Leidensgenossen in den Kasematten der Festung eingekerkert. Er wurde schließlich zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein Gnadenerlass ermöglichte ihm die Auswanderung nach Nordamerika.  

Auskunft über diese Ereignisse geben über 80 Briefe, die der Referent Dieter Zeh eher zufällig in der Universitätsbibliothek Basel entdeckte. Dort erforschte er den Nachlass des aus Wertheim stammenden Musikers und Komponisten Ernst Reiter, dem älteren Bruder Philipp Reiters, an den ein Teil der Briefe gerichtet ist. Diese bisher unveröffentlichten und nicht ausgewerteten Briefe zeichnen – zusammen mit den Gerichtsakten im Generallandesarchiv Karlsruhe – das facettenreiche Portrait einer bisher wenig beachteten Persönlichkeit der Badischen Revolution.  

Ein 2020 im Antiquariatshandel aufgetauchter Brief Philipp Reiters vom 3. Mai 1848 gibt dem Vortrag eine zusätzliche Aktualität.  

Dieter Zeh, geboren 1942 in Wertheim, wohnt im südbadischen Grenzach-Wyhlen. Nach Abitur und Studium war er als Schul- und Kirchenmusiker tätig. Schwerpunkt seiner musikwissenschaftlichen Tätigkeit ist die Wiederentdeckung und Publizierung zu Unrecht vergessener Werke. Ganz besonders widmet er sich Komponisten, die in Wertheim tätig waren oder von dort stammten. Bei diesen Arbeiten stieß er über Ernst Reiter auf dessen Bruder Philipp.

Dienstag, 17.05.2022 | 19.30 Uhr

Die Wasserkunst der Zisterzienser und deren Spuren in Kloster Bronnbach

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Vortrag von Dr. Ulrich Knapp, Leonberg

Beschreibung

Bei der Stiftung und Anlage eines Klosters gibt es eine ganze Reihe von Standortfaktoren, die gegeben sein müssen. Hierzu zählen ausreichende Trinkwasservorkommen und ein entspechendes Brauchwasseraufkommen für die sanitären Einrichtungen und zum Betrieb der Klostermühle, von der es bereits in der Ordensregel des hl. Benedikt heißt, dass sie innerhalb der Klostermauern liegen solle. Da die Infrastruktur für Trinkwasser, Abwasser und Brauchwasser zum überwiegenden Teil unter der Erde und damit auch unter den Gebäuden liegt, zählt deren Einrichtung zu den ältesten Teilen einer Klosteranlage. Die Größe der Konvente bestimmte Dimension und Planung der Leitungs- und Kanalsysteme. Wasser war ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und die einzige Energiequelle, die in gewissem Rahmen gespeichert und an einen Bestimmungsort umgeleitet werden konnte. Hierfür waren mitunter umfangreiche bauliche Anlagen erforderlich.

Eine besondere Bedeutung kam dabei den Speicherseen zu, die sowohl zum Betrieb der Mühlen als auch zur Durchspülung der Klosterkanäle erforderlich waren. Dies gilt insbesondere auch für die von den Klosterangehörigen selbst bewirtschafteten Klostergüter. Einen weiteren wesentlichen Aspekt bilden Fischerei und Teichwirtschaft. Der Erwerb von Wasser- und Wassernutzungsrechten, zu denen auch die Fischereirechte zu rechnen sind, zählt zu den grundlegenden Elementen bei der Sicherung und bem Ausbau des Klosterbesitzes.

Diese grundsätzlichen Aspekte werden am Beispiel des Klosters Bronnbach vorgestellt.  

Dr. Ulrich Knapp, geb. 1956 in Stuttgart. Studium der Rechtswissenschaften und der Kunstgeschichte. Promotion mit einer Monographie über die Bauten der Zisterzienserabtei Salem und ihre Ausstattung. Bauforschung im Rahmen eines BMFT-Projekts zu Steinzerfall und Steinerhaltung sowie im Rahmen des deutsch-französischen Forschungsprogramms zur Erhaltung von Baudenkmalen. 1997 bis 2000 kommissarischer Leiter des Dom-Museums Hildesheim. Freiberuflich tätig. Forschungsschwerpunkte bilden Architektur und Skulptur des Mittelalters und des Barock, Klosterarchitektur, insbesondere der Zisterzienser und Zisterzienserinnen sowie Baukeramik. Zahlreiche Publikationen zu diesen Themen, insbesondere: Maulbronn, Geschichte und Baugeschichte (1997), Salem, die Gebäude der Zisterzienserabtei und ihre Ausstattung (2004), Auf den Spuren der Mönche. Bauliche Zeugen der Zisterzienserabtei Salem zwischen Neckar und Bodensee (2009), Die Zisterzienser und das Wasser (2020).

Donnerstag, 06.10.2022 | 18 bis 21 Uhr

Ahnenforschung für Einsteiger

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Lesesaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Ahnenforschung für Einsteiger – wie Sie Ihre Vorfahren kennenlernen
Workshop zur Familienforschung 1

Leitung: Anna Berger, Wertheim

Beschreibung

Eltern und Großeltern kennen die meisten unter uns. Doch wie sieht es mit den Urgroßeltern, deren Eltern und den vorangegangenen Generationen aus? Auch über Geschwister der Großeltern und Urgroßeltern ist häufig nicht viel bekannt. Das lässt sich ändern: Gehen Sie auf die Suche nach Zeugnissen Ihrer Vorfahren. Wann hatten sie Geburtstag, wann heirateten sie wen und wie viele Kinder hatten sie?  

All das und noch Vieles mehr können die Teilnehmer mithilfe archivischer Quellen herausfinden. Für einen Einstieg in die Recherche möchte das Archiv mit diesem Abendworkshop den Weg ebnen. Dabei will es unter anderem klären, wo Ahnenforschung beginnen kann, wie man Informationen zusammenträgt, wo man diese findet und – last but not least – wie man diese sinnvoll ordnet.  

Auch wenn die vermittelten Informationen allgemeine Gültigkeit besitzen, liegt ein Schwerpunkt auf Recherchen für Forschungen in Baden–Württemberg und insbesondere im Main–Tauber–Kreis. Originalquellen hierzu finden sich auch im Archivverbund Main–Tauber. Diese können vor Ort eingesehen und ausgewertet werden.  

Der praktischen Umsetzung der hier gelernten Grundlagen dient der Nachmittagsworkshop „Ahnentafel, Stammbaum & Co.“ am 21. Oktober. Er bietet Gelegenheit, die Erforschung der eigenen Familie unter fachkundiger Anleitung zu beginnen oder weiter voran zu treiben. Beide Workshops können jedoch unabhängig voneinander besucht werden.

 

Dienstag, 18.10.2022 | 19.30 Uhr

Repräsentation in Gold und Silber

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Repräsentation in Gold und Silber – Dukaten, Taler und Medaillen der Grafen von Löwenstein-Wertheim

Vortrag von Dr. Matthias Ohm, Stuttgart

Beschreibung

Münzen und Medaillen waren wichtige Medien der Repräsentations- und Erinnerungskultur. Auch die Grafen von Löwenstein-Wertheim nutzten Dukaten, Taler und Medaillen, um denkwürdige Ereignisse in Gold und Silber festzuhalten: Regierungsantritte und -jubiläen, Hochzeiten, bedeutende Ämter, die ihnen übertragen wurden, oder wichtige Regelungen, die sie trafen, wie die Einführung der Primogenitur. Auch Konflikte zwischen den einzelnen Linien und die konfessionellen Auseinandersetzungen fanden ihren Platz auf Münzen und Medaillen. So thematisiert ein Taler, den Graf Eucharius Kasimir am Ende des 17. Jahrhunderts ausgab, die Folgen von (innerfamiliärer) Eintracht und Zwietracht. Der Vortrag stellt ausgewählte Münzen und Medaillen der Grafen von Löwenstein-Wertheim vor und fragt nach dem ikonographischen Programm sowie nach den historischen Vorlagen in Medaillenkunst und Druckgrafik.  

Dr. Matthias Ohm leitet seit 2007 das Münzkabinett im Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, und betreut mehr als 180.000 Objekte (Münzen, Medaillen, Papiergeld, Prägewerkzeuge, Siegel und Orden). Er ist Vorsitzender des Württembergischen Vereins für Münzkunde und Mitglied der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Forschungsschwerpunkte sind die südwestdeutsche Münz- und Geldgeschichte, die Medaillenkunst und die Geschichte des Stuttgarter Münzkabinetts.

Freitag, 21.10.2022 | 13 bis 16.30 Uhr

Ahnentafel, Stammbaum & Co.

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Lesesaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Ahnentafel, Stammbaum & Co. – die eigene Familie erforschen
Workshop zur Familienforschung 2
Leitung: Anna Berger, Wertheim

Beschreibung

Arbeiten Sie bereits an Ihrer Ahnentafel oder möchten Sie damit beginnen? Das Archiv hilft Ihnen dabei. Die Teilnehmer recherchieren in den Archivalien nach ihren Vorfahren, werten diese für ihre eigenen Forschungen aus und fragen bei Bedarf bei den Fachleuten nach Rat und Hilfe. Gerne geben sie ihre Erfahrung und ihr Wissen weiter.  

Neben Unterlagen der Gemeinden Wertheim, Külsheim, Freudenberg, Werbach und Assamstadt mit ihren heutigen Ortsteilen finden die Teilnehmer im Archiv verschiedenste Unterlagen aus der Zuständigkeit des Main–Tauber–Kreises. Die Unterlagen der Abteilung Staatsarchiv Wertheim enthalten Informationen aus und zu Orten der ehemaligen Grafschaft Wertheim, die sich links und rechts des Mains erstreckte.  

Als zusätzlichen Service ermöglicht das Archiv im Rahmen dieser Veranstaltung kostenlosen Zugang zum ansonsten kostenpflichtigen Kirchenbuchportal Archion, in dem mehrerer Millionen Digitalisate evangelischer Kirchenbücher zu finden sind. Dieser Zugang wird dem Archiv freundlicherweise vom Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Landeskirche Stuttgart zur Verfügung gestellt.  

Das Rüstzeug für diesen Nachmittag erhalten die Teilnehmer – sofern noch nicht vorhanden – im Grundlagen-Workshop „Ahnenforschung für Einsteiger – wie Sie Ihre Vorfahren kennenlernen“ am 6. Oktober. Dieser Praxisnachmittag „Ahnentafel, Stammbaum & Co.“ kann aber auch unabhängig davon besucht werden.  

Mittwoch, 09.11.2022 | 19.30 Uhr

Ein Wirtschaftskrimi der 1770er Jahre und seine Folgen

Veranstalter
Archivverbund Main-Tauber, VHS Wertheim, Historischer Verein Wertheim
Veranstaltungsort
Kloster Bronnbach, Vortragssaal des Archivverbunds Main-Tauber
Bronnbach 19
97877 Wertheim
Kurzbeschreibung

Das niederländische Kreditgeschäft von Löwenstein-Wertheim-Rochefort. Ein Wirtschaftskrimi der 1770er Jahre und seine Folgen
Vortrag von PD Dr. Magnus Ressel, Frankfurt am Main

Beschreibung

In den 1770er Jahren verschärfte sich ein Strukturproblem der Linie Löwenstein-Wertheim-Rochefort. Trotz umfangreicher Besitztümer lagen die Ausgaben jedes Jahr höher als die Einnahmen, so dass die Schuldenlast stetig stieg und Pfändungen drohten. In Reaktion hierauf versuchte Fürst Carl Thomas seit 1775, in den Niederlanden günstige Kredite aufzunehmen, um dadurch ältere Verbindlichkeiten abzutragen und die Zinslast zu reduzieren. Dabei verquickten sich die Aktivitäten des 1776 zu Verhandlungen in die Niederlande abgeschickten geheimen Rates Georg Friedrich Jäger auf unglückliche Weise mit einem reichsweit wahrgenommenen Prozess seines Vaters Georg David Jäger gegen den Ritterkanton Odenwald. Dies führte zum kostspieligen Abbruch der Verhandlungen Wertheims mit dem Brüsseler Handelshaus Romberg, der Entlassung und Ruinierung des jüngeren Jäger sowie dem Selbstmord seines Vaters im April 1779. Im Vortrag wird der Geschehensablauf nachgezeichnet und eine Analyse der zugrundeliegenden Strukturprobleme angestrebt.  

Magnus Ressel ist Privatdozent an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Habilitationsschrift befasst sich mit dem Netzwerk der deutschen Kaufleute in Venedig sowie den Strukturen des Transalpenhandels im späten 17. und 18. Jahrhundert. Darüber hinaus hat er zu den Beziehungen zwischen Nordeuropa und den Barbaresken sowie zu verschiedenen Aspekten des frühneuzeitlichen Fernhandels publiziert. Derzeit verfasst er als Förderstipendiat der Gerda Henkel Stiftung sowie als Junior-Fellow der Alfried Krupp-Stiftung Greifswald eine Monographie zum Kolonialhändler und Industrieunternehmer Friedrich von Romberg (1729-1819).

Ansprechpartner

Veranstaltungen
Stadtverwaltung Wertheim
Nico Hildenbrand
Telefon 09342 / 301-411
Telefax 09342 / 301-505
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Veranstaltungskalender
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Telefon 09342 / 301-300
Telefax 09342 / 301-503
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