Zum Friseur nur noch mit negativem Testergebnis

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Corona-Schnelltests sind bei einigen Teststellen auch ohne vorherige Terminanmeldung möglich. Foto: Stadt Wertheim

Die neue Corona-Verordnung des Landes verbindet erstmals Testen mit Öffnen: Wer bestimmte Dienstleistungen nutzen will, muss einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen. Für Ordnungsamtsleiter Volker Mohr ist das „ein kleiner Vorgeschmack auf das, was hoffentlich bald in sehr viel größerem Umfang kommt.“ Bei sinkenden Infektionszahlen werden viele Öffnungsschritte in Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Freizeit mit einer Testpflicht verbunden werden. Das war die Einschätzung des Corona-Lenkungsstabs in seiner jüngsten digitalen Sitzung.

Testen ohne Voranmeldung

Seit Montag verlangt die Landesverordnung für den Besuch eines Friseurs oder Barbershop die Vorlage eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests. „Dazu haben uns in den vergangenen Tagen viele Nachfragen erreicht“, berichtete Volker Mohr. Selbsttests werden nicht akzeptiert, stellte er nochmals klar. An zahlreichen Testzentren werden diese kostenlosen Schnelltests inzwischen angeboten. Im kommunalen Testzentrum in der Main-Tauber-Halle, im Ärztezentrum in der Bahnhofstraße und im Maintestzentrum am Busparkplatz am Mainplatz ist dies auch ohne vorherige Terminanmeldung möglich.

Die neue Bundes-Notbremse

Thema im Lenkungsstab war das neue Bundesinfektionsschutzgesetz, das der Bundesrat am Donnerstag verabschiedet hat. Das Land Baden-Württemberg hat angekündigt, die Regelungen des Bundes eins zu eins zu übernehmen. Die Ausgangsbeschränkung gilt nach der Bundes-Notbremse erst ab 22 Uhr. Schulen sollen bereits an einem Inzidenzwert von 165 den Präsenzunterricht einstellen. Und der Einzelhandel soll bis zur Inzidenz von 150 das sogenannte Click&Meet anbieten können. Die neuen Regelungen gelten ab Samstag, 24. April. Der Lenkungsstab geht davon aus, dass Land seine Verordnung in Kürze entsprechend anpasst.

Schülertests sind gut angelaufen

In den Wertheimer Schulen ist der Wechselunterricht in dieser Woche gut angelaufen, so Referatsleiter Matthias Fleischer. Die Notbetreuung für die Klassenstufen 1 bis 7 nehmen jetzt 114 Kinder in Anspruch. Seit dieser Woche gilt auch die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler. „Es funktioniert gut“, berichtete der Referatsleiter. Anders als vom Schulträger gewünscht, führt aber nur eine Grundschule die Tests in der Einrichtung selbst durch. „Nach Aussage des Schulleiters läuft das problemlos und völlig entspannt ab.“ Alle anderen Grundschulen geben den Kindern die Testkits nach Hause mit.
In der ersten Testwoche hat es auch schon einige Positivergebnisse gegeben. „Jedes einzelne trägt dazu bei, Infektionsketten zu unterbrechen.“ Testmaterial habe die Stadt ausreichend besorgt, „damit kommen wir für den Wechselunterricht und die Abschlussklassen gut hin“. Wie Fleischer abschließend mitteilte, sind derzeit 82 von 2.645 Schülerinnen und Schüler vom Unterricht abgemeldet, „nicht nur, aber auch wegen der Masken- und Testpflicht“.

Vorbereitungen für die Luca-App

Vorbereitet wird derzeit der Einsatz der Luca-App zur digitalen, einfachen, schnellen und datenschutzkonformen Kontaktnachverfolgung. Innenstadtmanager Christian Schlager geht auf Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister zu, damit die App, wenn die Testphase abgeschlossen ist, in Wertheim schnell eingesetzt werden kann. „Sie wird zu einem wichtigen Instrument, wenn die Infektionszahlen Öffnungsschritte wieder zulassen“, meinte Bürgermeister Wolfgang Stein.

Corona-Krise erreicht Baustellen

Angekommen ist Corona inzwischen auch „auf dem Bau“, wie Referatsleiter Christian Melzer berichtete. Selbst für einfachste Produkte gebe es momentan „wahnsinnig lange Lieferzeiten“. Und es sei zu befürchten, dass auch die Preise entsprechend anziehen.

Informationen zur Corona-Pandemie stehen auf der Internetseite der Stadt unter www.wertheim.de/corona.