Tests in Schulen werden ab nächste Woche Pflicht

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Präsenzunterricht nur mit negativem Test: Ab 19. April gilt die Testpflicht für Schüler. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

Nach den Osterferien haben auch in Wertheim die Schulen ihren Betrieb wieder aufgenommen. Allerdings nur im Fernunterricht, lediglich die Abschlussklassen werden in Präsenz unterrichtet. Eine Notbetreuung ist eingerichtet und wird von 107 Schülerinnen und Schülern genutzt. Darüber informierte Matthias Fleischer, Leiter des Referats Bildung und Familie, in der Sitzung des Corona-Lenkungsstabes. Ab nächster Woche ist ein  Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht geplant.

Nach den Vorgaben des Landes greift ab dem 19. April eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler. „Nur wer negativ getestet worden ist, darf den Unterricht besuchen oder an der Notbetreuung teilnehmen“, so Fleischer.  Als Schulträger spricht sich die Stadt klar dafür aus, dass die Tests auch im Grundschulbereich in der Bildungseinrichtung selbst durchgeführt werden. Man sei sich der großen Herausforderungen an die Schulleitungen und Lehrerkollegien bewusst und sehr dankbar, dass diese sich der Aufgabe stellen, hieß es von den Mitgliedern des Lenkungsstabes.

Auch die Kinder in den Kindertagesstätten sollen künftig regelmäßig getestet werden – auf freiwilliger Basis. Gemeinsam mit allen Trägern arbeitet die Stadt Wertheim an einem einheitlichen Konzept. Es soll noch im Laufe des April anlaufen.

Weitere Testmöglichkeiten

Das Netz der Corona-Teststellen in Wertheim wächst kontinuierlich. Seit 15. April bietet auch der DM-Drogeriemarkt in der Breslauer Straße in Bestenheid die Möglichkeit, sich dort nach Voranmeldung auf das Corona-Virus kostenlos testen zu lassen. Termine können über die Internetseite des Marktes von Montag bis Samstag zwischen 9 Uhr und 16 Uhr vereinbart werden. Weitere Teststationen privater Anbieter sind im Aufbau. Informationen zu allen Testmöglichkeiten bündelt die Stadt Wertheim auf ihrer Corona-Internetseite.

Bund verschärft Infektionsschutz

Die Bundesregierung hat eine Änderung der Infektionsschutzverordnung auf den Weg gebracht, berichtete Bürgermeister Wolfgang Stein. Sie beinhaltet Verschärfungen für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Noch ist unklar, mit welchen Regelungen sie wann in Kraft tritt. Das Gros der vorgesehenen Beschränkungen sei bereits in der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg enthalten. So zum Beispiel die nächtliche Ausgangssperre oder auch die Schließung der Gastronomie. Auch das Verbot touristischer Übernachtungen gelte schon seit Monaten. „Das gilt übrigens auch auf Campings- und Wohnmobilstellplätzen“, ergänzte Ordnungsamtsleiter Volker Mohr. Neu hinzukommen könnte etwa, dass auch Baumärkte schließen müssten und Friseurbesuche nur mit einem negativen Testergebnis möglich seien. „Was letztlich dabei herauskommt, bleibt abzuwarten“, meinte Stein.

Klarer Verstoß gegen Quarantänepflicht

Dass manche Corona-Verhaltensregeln in rücksichtsloser Weise missachtet werden, besorgt die Mitglieder des Lenkungsstabes. Von einem aktuellen Fall berichtete Volker Klein, der Leiter des Bürger-Service-Zentrums: Ein Bürger war zu einem vereinbarten Termin ins BSZ gekommen und hatte sich in einem längeren Gespräch beraten lassen. Wie sich herausstellte, war er mit dem Corona-Virus infiziert und quarantänepflichtig. Die Folge war, dass Volker Klein nun auch die Mitarbeiterin, die den Kunden beraten hatte, in Quarantäne schicken musste. Vorsichtshalber habe er zudem alle Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Tag Dienst hatten, nach Hause geschickt und einen Schichtwechsel organisiert. Das Bürger-Service-Zentrum sei vorübergehend geschlossen, durchgelüftet und komplett desinfiziert worden, so Klein. Der Kunde, der noch dazu im medizinischen Bereich tätig sein soll, erhalte wegen des Verstoßes gegen die Quarantänebestimmungen einen Bußgeldbescheid in Höhe von 300 Euro, informierte Ordnungsamtsleiter Mohr.

Informationen zur Corona-Pandemie stehen auf der Internetseite der Stadt unter www.wertheim.de/corona.