Start des kommunalen Testzentrums

Kostenlose Corona-Schnelltests seit Mittwoch

Die kostenlosen Bürgertests nehmen geschulte Kräfte des DRK und der DLRG vor. Foto: Stadt Wertheim

Mit Schnelltests Infektionsketten schnell unterbrechen: Damit das gelingt, richtet die Stadt ein kommunales Testzentrum ein. Standort ist die Main-Tauber-Halle. Seit Mittwoch, 24. März, können Bürgerinnen und Bürger dort ihren Anspruch auf einen kostenlosen wöchentlichen Schnelltest einlösen. 53 haben das Angebot am ersten Tag genutzt. „Wir wollen, dass sich die Menschen schnell und unbürokratisch testen lassen können. Dafür brauchen wir Strukturen über das bestehende Angebot einzelner Apotheken und Arztpraxen hinaus“, erklärt Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez.

Das Testzentrum ist vorläufig an drei Tagen pro Woche geöffnet:
Montag 17.30 bis 19 Uhr
Mittwoch 17.30 bis 19 Uhr
Samstag 9 bis 12 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, mitzubringen ist der Personalausweis. In der Main-Tauber-Halle sind zwei Teststraßen eingerichtet: Für Samstag wird eine dritte aufgebaut, um auch bei größerem Andrang Wartezeiten kurz zu halten. Die Tests nehmen Mitglieder des DRK und der DLRG vor, die dazu vorab eine Schulung absolviert haben. Kräfte der Feuerwehr unterstützen die organisatorischen Abläufe.

„Mit diesem Einstiegs-Modell sammeln wir zunächst Erfahrungen“, erläutert Bürgermeister Wolfgang Stein. Der Verwaltung sei wichtig, die Tests möglichst niederschwellig und unkompliziert anzubieten. „Je nach Andrang und Bedarf entwickeln wir das Testzentrum weiter.“

Über das negative Testergebnis wird eine Bescheinigung ausgestellt. Doch wichtig zu wissen ist: Schnelltests sind kein Ersatz für die Einhaltung der AHA-Regeln, denn sie bieten nur eine Momentaufnahme. Antigen-Schnelltests erkennen auch nicht alle infizierten Personen. Auch deshalb müssen die Hygiene-, Abstands- und Kontaktregeln selbst bei einem negativen Testergebnis unbedingt eingehalten werden. Im Fall eines positiven Testergebnisses ist die Person verpflichtet, sich unmittelbar abzusondern. Das Testergebnis im Schnelltest muss dann durch einen zuverlässigeren PCR-Test bestätigt oder widerlegt werden.

„Die Schnelltests sind ein wichtiger Hebel in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Sie helfen, sich selbst und andere zu schützen.“, erklärt Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez. Die Stadt hat ihr Testangebot deshalb sukzessive ausgebaut. Seit Februar bereits besteht für Beschäftigte in Kitas und Schulen zweimal pro Woche die Möglichkeit, sich vor Ort testen zu lassen. Beginnend mit der Testmöglichkeit für alle Wahlhelfer bei der Landtagswahl setzt die Stadt Anlass bezogen freiwillige Selbsttests ein, so zum Beispiel vor kommunalen Sitzungen. Aktuell schafft die Verwaltung in den Schulen die Voraussetzungen für „angeleitete Selbsttests“ aller Schülerinnen und Schüler. Und sie baut als Arbeitgeber Testkapazitäten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf.

Jetzt wird die kommunale Teststrategie mit dem Testzentrum für die Bürgerschaft um einen weiteren Baustein ergänzt. „Jedes positive Schnelltestergebnis hilft, eine Infektionskette zu unterbrechen“, erläutert OB Herrera Torrez die Notwendigkeit. Zudem sei davon auszugehen, dass ein breites Angebot an Bürgertestungen Voraussetzung dafür ist, „dass zu gegebener Zeit auch wieder Öffnungsperspektiven entwickelt werden können.“ Zur Ausweitung des Testangebots steht die Stadt auch mit privaten Anbietern im Gespräch.