„Rückgang der Infektionszahlen macht uns Mut“

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

„Click and Collect“ im Rathaus: Bürger können zuvor „bestellte“ Ausweisdokumente ganz einfach abholen. Foto: Stadt Wertheim

Mit der schrittweisen Öffnung von Kitas und Grundschulen ab 1. Februar wollte die Landesregierung Baden-Württemberg einen Sonderweg gehen. Doch am Mittwoch hat sie die Planungen zunächst gestoppt und am Donnerstag dann „kassiert“. Bis nach den Faschingsferien bleiben die Einrichtungen zu, so die Ansage des Ministerpräsidenten. „Wir müssen den Lockdown also weiter gemeinsam aushalten“, sagte dazu Bürgermeister Wolfgang Stein in der Sitzung des Lenkungsstabs am Donnerstag. Und er verwies darauf, „dass die allmählich sinkenden Infektionszahlen uns ja auch Mut machen.“

Maskenpflicht verschärft

Mit der Verlängerung des Lockdowns bis 14. Februar hat die Landesregierung auch die Corona-Verordnung in einigen Passagen geändert. Zu beachten ist vor allem die Verschärfung der Maskenpflicht: Seit 25. Januar müssen die Bürger in Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr medizinische Masken tragen, außerdem am Arbeitsplatz, in Gottesdiensten und in allen Gesundheitseinrichtungen. Als medizinische Maske gelten sowohl die mehrlagigen OP-Masken wie auch die FFP2-Masken oder vergleichbarer Standard. Für Kinder bis 14 Jahre reicht weiterhin eine Stoffmaske aus, Kinder bis sechs Jahre müssen keine Maske tragen.

„Bestellen und Abholen“ auch im Rathaus

Um zur Kontaktreduzierung beizutragen, bleibt das Rathaus während des verlängerten Lockdowns für Besucherverkehr geschlossen. Die Arbeit der Verwaltung geht unvermindert weiter, dank verbesserter technischer Ausstattung zunehmend auch flexibel von zu Hause aus. Die Bürgerinnen und Bürger können mit der Verwaltung telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen. Wenn zur Klärung des Anliegens ein persönlicher Kontakt im Rathaus erforderlich ist, wird der Termin vorab individuell vereinbart. So hat sich auch im Verwaltungsbetrieb ein „Click-and-Collect“-System entwickelt: Bürger holen zuvor „bestellte“ Urkunden, Ausweisdokumente oder auch kostenpflichtige Müllsäcke am Rathaus ab. Die Übergabe findet kontaktarm am Eingang oder durch ein Fenster statt. Die Telefonzentrale der Stadtverwaltung ist zu den üblichen Öffnungszeiten unter der Nummer 09342 / 301-0 erreichbar. Die Kontaktdaten der Ansprechpartner sind außerdem auf der städtischen Internetseite abrufbar.

Neue Regeln für Gottesdienste

Freie Religionsausübung ist ein grundgesetzlich geschütztes Gut, deshalb können religiöse Veranstaltungen auch weiterhin stattfinden. Doch seit 25. Januar müssen Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern zwei Werktage vorher beim Ordnungsamt angezeigt werden. Um den Aufwand gering zu halten, können zu wiederkehrenden Anlässen auch generelle Absprachen getroffen werden. Das haben nach dem Bericht von Ordnungsamtsleiter Volker Mohr bereits einige Kirchengemeinden getan.

Unterstützung von älteren Mitbürgern

Die Frage, wie ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger beim Zugang zum Impfsystem unterstützt werden können, hat der Lenkungsstab in seiner jüngsten Sitzung erneut intensiv beraten. Dazu ist er auch mit dem Seniorenbeirat der Stadt in Kontakt. In Vorbereitung ist ein Schreiben des Oberbürgermeisters an alle über 80-Jährigen in Wertheim. Es soll darüber informieren, wie die Impfung organisiert ist, wie man sich anmeldet und wohin die Menschen sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. Gemeinsam mit dem Seniorenbeirat und weiteren Partnern – so hat sich zum Beispiel das Familienzentrum Wartberg-Reinhardshof angeboten – will die Stadt Unterstützung bei der individuellen Impfanmeldung vermitteln. Denn das vom Land Baden-Württemberg vorgegebene System beinhaltet technische Hürden, die viele ältere Menschen überfordern. Auch das Vorhaben, eine Vermittlung individueller Fahrdienste ins Kreisimpfzentrum aufzubauen, dürfte bald soweit gereift sein, dass ein konkretes Angebot in das Informationsschreiben an die Senioren aufgenommen werden kann.