Noch keine Klarheit über Ablauf der Impfung

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Wer kann sich wann wo gegen Corona impfen lassen? Noch liegen dazu keine konkreten Informationen vor. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

Der für 27. Dezember angekündigte bundesweite Impfstart treibt die Menschen um. Wie Bürgermeister Wolfgang Stein am Dienstag im Corona-Lenkungsstab berichtete, erreichen das Rathaus dazu viele Anrufe. „Die Bürger wollen sich bei uns für eine Impfung anmelden.“ Allerdings sei die Stadtverwaltung nicht Herrin des Verfahrens. „Uns liegen noch keine Informationen über die genaue Organisation der Terminvergabe vor.“ Sobald man Klarheit über die Abläufe habe, werde man die Bürgerinnen und Bürger informieren.


Impfberechtigte werden informiert
Nach den Empfehlungen der Impfkommission beim Robert-Koch-Institut sollen in der ersten Phase vor allem Bewohner und Mitarbeiter in Pflege- und Senioreneinrichtungen, medizinisches Personal sowie über 80-Jährige geimpft werden. Der Impfstart am 27. Dezember werde sich voraussichtlich auf die Landesimpfzentren in den größeren Städten beschränken. Die Inbetriebnahme des Kreisimpfzentrums in Bad Mergentheim ist für Mitte Januar in Aussicht gestellt.

„Wir bitten die Bürger noch um etwas Geduld,“ so Bürgermeister Stein. Bund und Land haben angekündigt, zeitnah nach der Zulassung des Impfstoffs eine Informationskampagne darüber zu starten, wer wann wie geimpft werden kann. Es ist vorgesehen, dass die Impfberechtigten informiert werden. Damit es nicht zu langen Warteschlangen vor den Impfzentren kommt, soll es ein einheitliches Terminmanagement über eine bundeseinheitliche Telefonnummer geben.


Keine Ausreißer gegen Corona-Regeln
Die Polizei hat bei ihren Kontrollen bisher keine schweren Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen festgestellt, berichtete Ordnungsamtsleiter Volker Mohr im Lenkungsstab. „Autofahrer oder Fußgänger, die nach 20 Uhr unterwegs waren, hatten dazu in der Regel nachvollziehbare Gründe.“ Insgesamt gingen die Wertheimer „sehr verständig“ mit den Beschränkungen des Lockdowns um, freute sich der Ordnungsamtsleiter. Das gelte auch für die Einhaltung der Ansammlungsgebote. „Auch hier hat es in Wertheim bisher keine Ausreißer gegeben.“


Appell „Bleibt zuhause!“
Zum bevorstehenden Weihnachtsfest empfahl der Lenkungsstab nochmals, die Ausnahmemöglichkeiten für Treffen im Familien- und Freundeskreis nicht auszureizen. Der Appell „Bleibt zuhause!“ erhalte durch stark steigende Infektionszahlen und die aktuelle Mutation des Virus besonderes Gewicht. Den generellen Verzicht der evangelischen Kirchengemeinden auf Präsenzgottesdienste in der Weihnachtszeit empfand der Lenkungsstab als „richtig und konsequent.“


Unterricht nach den Weihnachtsferien?
Wie es in den Schulen nach den Weihnachtsferien weitergeht, ist noch nicht absehbar. Fachbereichsleiter Helmut Wießner informierte, dass das Kultusministerium unterschiedliche Modelle erwäge– vom Fern- über den Hybrid- bis zum Wechselunterricht. Mit einer klaren Ansage sei aber wohl erst relativ kurz vor Ende der Weihnachtsferien zu rechnen. Die Bund-Länder-Konferenz will am 5. Januar darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar weitergeht.

Informationen zu den aktuellen Corona-Regeln und deren Umsetzung in Wertheim stehen auf der städtischen Internetseite unter www.wertheim.de/corona.