Erfreuliche Entwicklung für die Werkrealschule

Anmeldezahlen in Urphar-Lindelbach steigen wieder

Über steigende Anmeldezahlen freut man sich an der Werkrealschule Urphar-Lindelbach. Foto: Stadt Wertheim

Zum ersten Mal seit Jahren verzeichnet die Werkrealschule Urphar-Lindelbach wieder steigende Anmeldezahlen. Kamen für das laufende Schuljahr nur drei Mädchen und Jungen neu hinzu, so werden es im nächsten voraussichtlich acht sein, die dann die fünfte Klasse besuchen. Erfreut nahmen die Mitglieder des Ausschusses für Verwaltung und Finanzen in ihrer digitalen Sitzung diese Informationen zur Kenntnis und sparten nicht mit Lob für das Engagement der für die Werkrealschule Verantwortlichen.

„Wir wünschen der Schule weiter viel Fortune“, sagte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez und betonte, solange bei Schülern und Eltern die Akzeptanz da sei, müsse die Schule nicht um ihren Bestand fürchten. „Die Stadt steht zu ihr.“ Referatsleiter Matthias Fleischer stellte den Ausschussmitgliedern den aktuellen Sachstand vor. Im gesamten Main-Tauber-Kreis gebe es nur noch drei Werkrealschulen, darunter die in Urphar-Lindelbach, erläuterte er. Da die Möglichkeit zum Erwerb dieses Schulabschlusses in erreichbarer Entfernung angeboten werden müsse, gebe es weder von Seiten des Staatlichen Schulamtes Künzelsau noch des Regierungspräsidiums Stuttgart Bestrebungen, die Schule zu schließen.

Kleine Klassen, gute Ausstattung, engagiertes Lehrerkollegium – damit punktet die Werkrealschule Urphar-Lindelbach. Foto: Stadt Wertheim

Für einen pädagogisch sinnvollen Unterricht bedarf es aber auch einer gewissen Schülerzahl. In Gesprächen zwischen Staatlichem Schulamt, Schulleitung und Verwaltung sei man sich einig gewesen, dass für 2021/2022 mindestens sieben Neuanmeldungen erfolgen müssten, damit die kombinierte fünfte und sechste Klasse von wenigstens zehn Schülerinnen und Schülern besucht werde, sagte Fleischer. Diese Zahlen werden leicht übertroffen.

Seit dem Schuljahr 2019/2020 ist Dr. Dieter Fauth als kommissarischer Leiter der Werkrealschule eingesetzt. Seither hat es dort einige Veränderungen gegeben. Dazu gehört etwa ein späterer Unterrichtsbeginn am Morgen. „Es ist uns gelungen, die Kooperation mit den Grundschulen wieder zu beleben“, berichtete Fauth dem Ausschuss weiter. „Die Kolleginnen und Kollegen dort haben die Werkrealschule wieder als empfehlenswerte Schule auf dem Schirm.“ Außerdem sei man verstärkt in den digitalen und sozialen Medien unterwegs. Neuanmeldungen gibt es nach seiner Aussage vor allem aus Dertingen, aber unter anderem auch aus Reicholzheim.

Zum ersten Mal müsse die Werkrealschule keine sinkenden, sondern könne stabile oder sogar leicht steigende Schülerzahlen verzeichnen, betonte Alois Schmitt vom Staatlichen Schulamt Künzelsau. Dies sei vor allem dem kommissarischen Schulleiter und seinem engagierten Kollegium zu verdanken. Der Schulamtsdirektor sah aber auch landesweit einen gewissen Trend zu Haupt- und Werkrealschulen. „Etliche Eltern haben erkannt, dass dies doch die bessere Schulart für ihr Kinder ist.“ Mit voraussichtlich zwölf Mädchen und Jungs in der kombinierten fünften und sechsten Klasse in Urphar-Lindelbach sei ein pädagogisch sinnvoller Unterricht möglich, sagte Schmitt und hoffte, dass die Werkrealschule damit die Talsohle durchschritten habe.

Aus den Reihen der Ausschussmitglieder hieß es unter anderem, ein wichtiges Etappenziel sei erreicht. Der eingeschlagene Weg müsse fortgesetzt werden. Schüler und Eltern fühlten sich in „UrLi“ gut aufgeboben und seien sehr zufrieden mit der Arbeit vor Ort. Bedenken gab es aber auch dahingehend, was nach der Amtszeit des kommissarischen Schulleiters passiere und ob der derzeitige Erfolg zu sehr mit der Arbeit und dem Engagement von Fauth verbunden sein könnte Dieser wiederum bedankte sich abschließend für die „ganz hervorragende Unterstützung der Stadt und des Staatlichen Schulamtes. Das hat uns sehr geholfen“.

Ansprechpartner

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