Mit Emotionen und Stress richtig umgehen

Kita-Fachkräfte nahmen an Online-Seminar teil

Nicht immer geht es bei der Kinderbetreuung so friedlich zu. Stress ist ein Belastungsfaktor für Erzieherinnen. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

Arbeiten in der Kindertagesstätte bringt immer wieder auch Stress mit sich. Nicht selten sind Gefühle wie Wut oder Traurigkeit ein Auslöser. Emotionen können zu Stress bei den Fachkräften führen und damit zu einer pädagogischen Herausforderung werden. Die Stressreduktion stand deshalb im Mittelpunkt einer Fortbildungsveranstaltung der Stadt Wertheim, an der 132 Erzieherinnen und Erzieher aus allen 23 Kindertagesstätten teilnahmen.

„Gezielte Stressreduktion im Alltag senkt die Wahrscheinlichkeit von herauforderndem Verhalten aufseiten der Kinder, aber auch von emotionaler Anspannung aufseiten der pädagogischen Fachkräfte“, stellte die Referentin, Dr. Dorothee Gutknecht, fest. Die Diplom-Pädagogin ist Professorin an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Responsivität pädagogischer Fachkräfte, achtsamkeitsbasierte Frühpädagogik, Spracherwerb und Inklusion.

Coronabedingt sei der Stress in vielen Familien noch erheblich gestiegen, so die Expertin. Dies schlage sich auch in der Arbeit in den Kitas nieder. Hätten die Erzieherinnen und Erzieher eine zu hohe Stressbelastung, nehme die Fähigkeit, sich auf eine Kindergruppe emotional gut abzustimmen, ab.

In ihrem Vortrag ging Gutknecht unter anderem auf Bereiche ein wie herausforderndes Verhalten und Stress in der pädagogischen Begleitung von Kindern in den Lebensaktivitäten. Da die Fachkräfte in den Einrichtungen zunehmend auch Pflegeaufgaben übernehmen, befand es die Rednerin für unerlässlich, sich mit vermeintlichen Tabuthemen wie Ekel zu beschäftigen. Aber auch die Möglichkeiten, die eine gut gestaltete Alltagsorganisation bieten, und der Einsatz stressreduzierender Spielsorten kamen in der rund dreistündigen Veranstaltungen zur Sprache. „Im professionellen Bereich ist es wichtig, dass pädagogische Fachkräfte in ihrer Selbstfürsorge Unterstützung vom Träger haben“, unterstrich Professorin Gutknecht.

Referatsleiter Uwe Schlör-Kempf und mit ihm die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werteten die Fortbildungsveranstaltung als Erfolg. Die große Mehrheit derer, die sich an einer entsprechenden Umfrage beteiligten, bewerteten ihren Gesamteindruck mit „gut“, eine noch größere Mehrheit wünschte sich eine Fortsetzung. Die ist für das vierte Quartal auch bereits geplant. Dann soll es um das Thema „Aggression“ gehen.

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Wertheim
Matthias Fleischer
Telefon 09342 / 301-320
E-Mail-Kontakt
Uwe Schlör-Kempf
Telefon 09342 / 301-310
E-Mail-Kontakt

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