Schüler können bald den „Nasenbohrtest“ machen

Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Schülerinnen und Schüler können sich künftig selbst auf Corona testen. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

Die Teststrategie in Wertheim wird um einen Baustein erweitert. In den Schulen soll es bald die Möglichkeit geben, dass Schülerinnen und Schüler sich regelmäßig freiwillig selbst testen. „Die Stadt kümmert sich um die Beschaffung des benötigten Materials und stimmt das weitere Vorgehen mit den Schulleitungen ab“, kündigte Fachbereichsleiter Helmut Wießner in der Sitzung des Corona-Lenkungsstabes an. Er sei überzeugt, dass Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse durchaus in der Lage sind, die sogenannten „Nasenbohrer-Tests“ selbst auszuführen. Bei jüngeren Kindern sei eventuell noch eine Anleitung durch Lehrerinnen und Lehrer notwendig und sinnvoll.

Das Kultusministerium hatte angekündigt, eine flächendeckende Testung von Schülerinnen und Schülern im Präsenzunterricht bis nach den Osterferien aufbauen zu wollen. Bis dahin sollten sich die Eltern selbst um regelmäßige Tests ihrer Kinder kümmern. Die Stadt als Schulträger forciert nun die Ausweitung der „angeleiteten Selbsttests“ in der Schule. „Wir warten nicht ab, bis die genauen Rahmenbedingungen auf Landesebene geklärt sind“, erklärte Helmut Wießner.

Der erste, dezentrale Baustein der kommunalen Teststrategie ist schon seit Februar umgesetzt: Das Personal in Schulen und Kindertagesstätten kann in den jeweiligen Einrichtungen zweimal die Woche einen Corona-Schnelltest machen. Personal wurde dafür geschult, die Stadt hat das notwendige Material beschafft und zur Verfügung gestellt.

Die sogenannten „Bürgertests“, die von der Bundesregierung als kostenlose Testmöglichkeit einmal pro Woche propagiert werden, gibt es bei den Hausärzten. Auch die Schaefer‘s-Apotheke in der Bahnhofstraße bietet nach Terminvereinbarung kostenlose Schnelltests an.

Weitere Testmöglichkeiten für die Bürgerschaft sind im Aufbau. Bürgermeister Wolfgang Stein berichtete über die Fortschritte. So haben Mitglieder des DRK sich am letzten Wochenende in der Handhabung von Schnelltests schulen lassen. Die Verhandlungen mit dem Deutschen Roten Kreuz über den Betrieb einer solchen Einrichtung laufen. Auch steht die Stadt in Gesprächen mit einem privaten Anbieter. „Schnelltests sind eine wichtige Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie“, stellte Bürgermeister Wolfgang Stein fest. „Aber sie werden nicht zur, von manchem erhofften, ‚großen Freiheit‘ führen“, warnte er vor zu hohen Erwartungen.

Mit Sorge nahmen die Mitglieder des Lenkungsstabes die aktuelle Entwicklung bei den Infektionszahlen zur Kenntnis. Statt weiterer Öffnungen in naher Zukunft sei eher zu befürchten, dass auch im Main-Tauber-Kreis in absehbarer Zeit die „Notbremse“ gezogen werden müsse, weil der Inzidenzwert die Schwelle von 100 Infizierten pro 100.000 Einwohnern überschreite.

Mit großer Enttäuschung nahm der Lenkungsstab zur Kenntnis, dass der Main-Tauber-Kreis von der Kassenärztlichen Vereinigung bei der Einrichtung von Pilotarztpraxen für Impfungen nicht berücksichtigt worden ist. Auch der Impfstopp mit dem Vakzin von Astra Zeneca trug nicht zur Aufhellung der Stimmung bei. Aber man hoffe, dass der Impfstoff bald wieder frei gegeben werde.

Weitere Informationen zur Corona-Pandemie stehen auf der Internetseite der Stadt unter www.wertheim.de/corona.

Ansprechpartner

Stadtverwaltung Wertheim
Matthias Fleischer
Telefon 09342 / 301-320
E-Mail-Kontakt
Uwe Schlör-Kempf
Telefon 09342 / 301-310
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